Bewaffnete Überfallserie in Westfalen: Vier Tankstellen betroffen

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Eine Serie bewaffneter Tankstellenüberfälle beschäftigt die Polizei in Westfalen. Innerhalb von acht Tagen wurden Verkaufsstellen in Oelde, Beelen, Hövelhof und Rietberg-Neuenkirchen überfallen. Der Ablauf und die Täterbeschreibungen ähneln sich, weshalb die Polizei mögliche Zusammenhänge prüft. Der vermummte Mann schlug jeweils zwischen 21.30 und 22.02 Uhr zu, bedrohte Beschäftigte mit einer Pistole, griff in die Kasse und flüchtete zu Fuß.

Überfälle in Oelde und Beelen

Der erste bekannte Fall ereignete sich am 15. Juli um 22.02 Uhr an der Warendorfer Straße in Oelde. Der Täter forderte Bargeld, blieb jedoch ohne Beute, weil die Kasse bereits geleert war. Er wurde als etwa 1,80 Meter groß und schlank beschrieben und trug dunkle Kleidung sowie weiße Schuhe. Zwei Tage später überfiel ein ähnlich gekleideter Mann gegen 21.30 Uhr eine Tankstelle an der Warendorfer Straße in Beelen. Er bedrohte eine Angestellte, öffnete die Kasse selbst und flüchtete mit Bargeld zu Fuß.

Mitarbeiter in Hövelhof verletzt

Deutlich gewalttätiger verlief der Überfall am 19. Juli auf eine Tankstelle an der Paderborner Straße in Hövelhof. Der Täter hielt einem 23-jährigen Mitarbeiter die Pistole an den Kopf. Als sich die Kasse zunächst nicht öffnen ließ, schlug er dem Mann nach Polizeiangaben mehrfach mit der Waffe gegen den Kopf. Anschließend nahm er Bargeld und flüchtete. Auffällig war seine dunkelblaue Kapuzenjacke mit fliederfarbenen Flügeln und dem Schriftzug „Power“.

Der bislang letzte bekannte Überfall ereignete sich am 23. Juli um 21.55 Uhr an der Lange Straße in Rietberg-Neuenkirchen. Der Täter bedrohte eine Mitarbeiterin mit einer schwarzen Pistole, nahm Geld aus der Kasse und lief davon. Er trug einen roten Kapuzenpullover, eine schwarze Jogginghose, Handschuhe, eine Sturmhaube, eine Sonnenbrille und weiße Schuhe.

Polizei veröffentlicht Fahndungsbilder

Wiederkehrende Merkmale sind die schlanke Statur, Kapuzenkleidung, schwarze Hosen, eine Gesichtsvermummung und weiße Schuhe. Bei den Taten in Hövelhof und Rietberg berichteten Zeugen zudem von einem Akzent. Ob es sich bei der Waffe um eine echte Pistole oder eine Nachbildung handelte, ist nicht bekannt.

Die Polizei hat zu allen vier Fällen Öffentlichkeitsfahndungen veröffentlicht. Die Ermittlungen führt federführend die Polizei Warendorf. Hinweise werden unter 02581 600244 entgegengenommen. Wer den Verdächtigen sieht, sollte den Notruf 110 wählen und ihn nicht selbst ansprechen.

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