
Bei einem Verkehrsunfall in Hamm ist am Donnerstagmorgen, 8. Januar, ein 66-jähriger Radfahrer ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich auf der Fangstraße im Stadtteil Herringen. Nach Angaben der Polizei kam es dort in den frühen Morgenstunden zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Fahrrad. Der Autofahrer entfernte sich zunächst vom Unfallort. Die Polizei Hamm hat Ermittlungen aufgenommen.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen befuhr ein 27-jähriger Autofahrer gegen 5.55 Uhr mit einem Skoda die Fangstraße in südlicher Richtung. Zeugen beobachteten, dass das Fahrzeug stark beschleunigte und zeitweise auf die Gegenfahrbahn geriet. Nachdem der Wagen wieder auf den richtigen Fahrstreifen gelenkt worden war, kam es zur Kollision mit einem Radfahrer, der ebenfalls in südlicher Richtung unterwegs war.
Der 66-Jährige stürzte infolge des Zusammenstoßes auf die Fahrbahn und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Trotz des schnellen Einsatzes von Rettungskräften verstarb der Mann noch an der Unfallstelle. Für die Dauer der Unfallaufnahme sperrte die Polizei die Fangstraße zwischen der Kamener Straße und der Neufchateaustraße vollständig. Die Sperrung bestand bis etwa 11 Uhr, während der Verkehr umgeleitet wurde.
Der 27-jährige Fahrer setzte seine Fahrt nach dem Unfall fort und entfernte sich vom Unfallort in Richtung Pelkum. Eine Zeugin nahm die Verfolgung auf und informierte parallel die Polizei. Wenige Minuten später konnten Einsatzkräfte den Mann auf dem Parkplatz eines Discounters an der Kamener Straße antreffen. Er befand sich noch in seinem Fahrzeug und leistete keinen Widerstand.
Nach Polizeiangaben stand der Fahrer unter Alkoholeinfluss. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft stellten die Beamten den Führerschein des Mannes sicher. Zudem wurden sowohl das beteiligte Auto als auch das Fahrrad des verstorbenen Radfahrers beschlagnahmt. Ein spezialisiertes Unfallaufnahmeteam unterstützte die polizeilichen Maßnahmen vor Ort. Ob Glätte eine Rolle gespielt haben könnte, wird geprüft, gilt nach bisherigen Erkenntnissen jedoch als eher unwahrscheinlich.
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