Holunderblütentee bei Erkältung: Was wirklich belegt ist

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Symbolbild: Bermix Studio

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Holunderblüten werden seit langer Zeit bei Erkältungsbeschwerden eingesetzt. Besonders als Tee sollen die Blüten des Schwarzen Holunders bei Schnupfen und fieberhaften Infekten unterstützen. Die traditionelle Anwendung ist anerkannt – der wissenschaftliche Nachweis für viele der zugeschriebenen Wirkungen bleibt allerdings begrenzt.

Was steckt in Holunderblüten?

Der Schwarze Holunder trägt den botanischen Namen Sambucus nigra. Seine Blüten enthalten unter anderem Flavonoide wie Rutin, geringe Mengen ätherischer Öle und verschiedene organische Säuren.

Traditionell wird Holunderblütentee bei beginnenden Erkältungen eingesetzt. Häufig wird ihm eine schweißtreibende Wirkung zugeschrieben. Ob dieser Effekt tatsächlich durch bestimmte Inhaltsstoffe der Pflanze hervorgerufen wird oder zumindest teilweise auf das heiße Getränk und die zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme zurückgeht, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur führt Holunderblüten als pflanzliches Arzneimittel im Bereich Erkältung und Husten. Die Einstufung beruht dabei wesentlich auf der langjährigen traditionellen Verwendung.

Holunderblüten und Holunderbeeren nicht verwechseln

Zwischen Blüten und Früchten der Pflanze gibt es wichtige Unterschiede. Holunderbeeren enthalten unter anderem Anthocyane und Vitamin C. Unreife Früchte und bestimmte Pflanzenteile können dagegen Sambunigrin enthalten, aus dem Blausäure freigesetzt werden kann. Holunderbeeren sollten deshalb nicht unreif und roh gegessen werden.

Holunderblütentee gilt in üblichen Mengen im Allgemeinen als gut verträglich. Für Kinder unter zwölf Jahren sowie während Schwangerschaft und Stillzeit wird eine medizinische Anwendung aufgrund unzureichender Daten nicht empfohlen. Bei länger anhaltenden oder stärker werdenden Erkältungsbeschwerden und insbesondere bei hohem Fieber sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

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