Krebs-Impfstoff gegen Hautkrebs könnte auch für Deutschland wichtig werden

Bei der „Langen Nacht des Impfens“ in NRW öffnen Apotheken am 8. Oktober 2025 bis Mitternacht. Angeboten werden Grippe- und Coronaimpfungen – auch kombiniert.
Bild von Katja Fuhlert auf Pixabay

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Ein möglicher Krebs-Impfstoff sorgt in der Medizin für Aufmerksamkeit. Neue Studiendaten zu einer mRNA-basierten Therapie gegen schwarzen Hautkrebs zeigen, dass die Kombination mit einem bereits eingesetzten Immunmedikament das Rückfallrisiko bei bestimmten Patienten deutlich senken könnte. Zugelassen ist der Wirkstoff bislang aber noch nicht.

Neue Daten betreffen Patienten nach einer Operation

Untersucht wird der Wirkstoff Intismeran autogene, der auch unter den Bezeichnungen mRNA-4157 oder V940 geführt wird. Er richtet sich nicht gegen die Entstehung von Hautkrebs, sondern soll nach einer vollständigen Entfernung des Tumors helfen, ein Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern. Damit handelt es sich nicht um eine klassische Schutzimpfung, sondern um einen Teil der Krebstherapie.

Die bisherigen Daten stammen aus einer Phase-IIb-Studie mit 157 Patienten mit hohem Rückfallrisiko nach operativ entferntem Melanom. Ein Teil der Teilnehmer erhielt den personalisierten mRNA-Wirkstoff zusätzlich zu Pembrolizumab, einem Immuntherapeutikum. Die Vergleichsgruppe wurde nur mit Pembrolizumab behandelt.

Nach fünf Jahren zeigte die Kombinationstherapie nach Herstellerangaben einen Vorteil beim rückfallfreien Überleben. Das Risiko für einen Rückfall oder Tod wurde im Vergleich zur alleinigen Pembrolizumab-Behandlung um 49 Prozent reduziert. Auch beim Schutz vor Fernmetastasen wurden positive Ergebnisse berichtet. Diese Zahlen gelten jedoch für eine vergleichsweise kleine Studie und müssen in einer größeren Untersuchung bestätigt werden.

Zulassung hängt von größerer Studie ab

Entscheidend für eine mögliche Zulassung ist die laufende Phase-III-Studie. Sie soll deutlich mehr Patienten einschließen und prüfen, ob sich der Nutzen aus der kleineren Studie bestätigt. Erst solche größeren Untersuchungen liefern die Grundlage dafür, ob ein neues Arzneimittel breit eingesetzt werden kann.

Für Patienten in Deutschland bedeutet das: Der mRNA-Impfstoff gegen Krebs ist noch keine verfügbare Standardtherapie. Auch Fragen zu Kosten, Erstattung und konkretem Einsatzgebiet sind offen. Klar ist bislang nur, dass sich die Forschung auf Patienten mit bestimmtem Risiko nach einer Melanom-Operation konzentriert.

Sollten sich die Ergebnisse bestätigen, wäre das ein wichtiger Schritt für personalisierte Krebsmedizin. Der Ansatz beruht darauf, Tumormerkmale individuell zu analysieren und das Immunsystem gezielt auf Krebszellen aufmerksam zu machen. Ob daraus eine regulär verfügbare Behandlung wird, entscheidet sich erst nach weiteren Studiendaten und den anschließenden Zulassungsverfahren.

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