
NRW/Münsterland. Wenn jede Minute zählt, hebt im Münsterland häufig ein gelber Hubschrauber ab. 6.512 Einsätze flogen die sechs in Nordrhein-Westfalen stationierten Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber der ADAC Luftrettung im Jahr 2025. Das geht aus der aktuellen Jahresbilanz hervor. Im Vergleich zu 2024 (6.752 Einsätze) ist das ein Rückgang um rund 3,6 Prozent. Für das Münsterland besonders relevant: die Stationen in Rheine und Greven.
Am Standort Rheine ist der Rettungshubschrauber Christoph Europa 2 stationiert. Er wurde 2025 zu 1.035 Einsätzen alarmiert (2024: 1.120). Damit zählt Rheine zu den besonders stark frequentierten Stationen in NRW.
Mehr als die Hälfte der Einsätze entfiel auf Unfallverletzungen (53 Prozent) – darunter Verkehrsunfälle, Freizeit- oder Sportunfälle. Herz-Kreislauf-Notfälle machten 21 Prozent aus, neurologische Notfälle wie Schlaganfälle 12 Prozent. Weitere Einsätze betrafen Atemwegserkrankungen oder andere internistische Notfälle.
Der Hubschrauber deckt mit einem typischen Radius von 50 bis 70 Kilometern große Teile des nördlichen Münsterlands ab – von Steinfurt über das Emsland bis in die benachbarten Niederlande.
Ebenfalls zentral für die Region ist der in Greven stationierte Intensivtransporthubschrauber Christoph Westfalen. Er startete 2025 zu 895 Einsätzen (2024: 1.012).
Auch hier dominieren Unfallverletzungen (56 Prozent). Auffällig ist jedoch der vergleichsweise hohe Anteil an neurologischen Notfällen (16 Prozent). Hinzu kommen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (14 Prozent) sowie Atemwegs- und andere internistische Notfälle.
„Christoph Westfalen“ wird nicht nur zu akuten Notfällen alarmiert, sondern übernimmt auch Intensivverlegungen zwischen Kliniken – etwa wenn schwerstkranke Patientinnen oder Patienten in spezialisierte Zentren transportiert werden müssen. Das Einsatzgebiet reicht über NRW hinaus bis in angrenzende Bundesländer sowie in die Niederlande oder nach Belgien.
Zusammen kommen die beiden für das Münsterland relevanten Stationen Rheine und Greven auf 1.930 Einsätze. Das entspricht knapp 30 Prozent aller Einsätze der in NRW stationierten ADAC-Hubschrauber.
NRW-weit lagen 2025 Unfallverletzungen (42 Prozent) als Einsatzgrund vorne, gefolgt von Herz-Kreislauf-Notfällen (22 Prozent) und neurologischen Notfällen (15 Prozent).
Wichtig für die Einordnung: Die 6.512 Einsätze beziehen sich auf die in NRW stationierten Hubschrauber, nicht ausschließlich auf Einsätze innerhalb des Bundeslandes. Da insbesondere Rheine und Greven auch grenzüberschreitend fliegen, können Starts außerhalb NRWs in diese Statistik einfließen.
Die Bilanz zeigt dennoch deutlich, wie hoch die Belastung für die Luftretter ist – und welche zentrale Rolle die beiden Stationen für die medizinische Notfallversorgung im Münsterland spielen. Wenn am Himmel über Münster, Steinfurt oder dem Kreis Warendorf ein Rotorengeräusch zu hören ist, steckt dahinter meist ein Einsatz, bei dem jede Minute zählt.
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