B64n in Warendorf: Initiative setzt auf neue Verkehrszahlen

Am Sonntag, den 28. September, müssen sich Autofahrerinnen und Autofahrer in Münster auf eine Einschränkung einstellen: Vollsperrung der Schifffahrter-Damm-Brücke.
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Warendorf. Die Diskussion um die B64n Warendorf wird derzeit weniger auf der Straße als im Verwaltungsapparat geführt. Während die Bezirksregierung im Planfeststellungsverfahren Warendorf rund 1400 Einwendungen sowie etwa 20 Stellungnahmen prüft, richtet die Bürgerinitiative Warendorf ihren Blick auf mögliche neue Verkehrsdaten. Für die Gegner des Straßenbauprojekts ist die aktuelle Phase vor allem von Geduld geprägt.

Seit Ende Januar liegen die Eingaben bei der zuständigen Behörde. Jede einzelne wird geprüft, bevor das Verfahren in die nächste Etappe geht. Für die Initiative bedeutet das zunächst Abwarten. Gleichzeitig arbeitet sie intern an ihrer strategischen Ausrichtung für die kommenden Schritte.

1400 Einwendungen als Signal

Die rund 1400 Einwendungen, die zum Jahreswechsel eingereicht wurden, wertet die Initiative als deutliches Zeichen gesellschaftlicher Beteiligung. Neben privaten Einwendungen gingen etwa 20 offizielle Stellungnahmen ein. Damit ist das Planfeststellungsverfahren Warendorf in einer Phase angekommen, in der juristische und fachliche Bewertungen im Vordergrund stehen.

Nach Abschluss der Prüfung wird der zuständige Straßenbaulastträger eine schriftliche Erwiderung auf die vorgebrachten Argumente formulieren. Anschließend sind Erörterungstermine vorgesehen. Wann dies geschieht, ist derzeit offen. Ein fester Zeitplan für die weiteren Schritte im Verfahren liegt bislang nicht vor.

Die geplante Trasse der B64n soll aus Richtung Freckenhorst kommend am Warendorfer Kreishaus vorbeiführen. Genau hier entzündet sich seit Jahren die Debatte über Nutzen, Belastung und langfristige Auswirkungen auf den Verkehr Warendorf.

Neue Verkehrszählung als möglicher Wendepunkt

Ein zentrales Thema innerhalb der Bürgerinitiative bleibt die Datengrundlage des Projekts. Die bisherigen Verkehrszahlen stammen aus früheren Erhebungen. Aus Sicht der Initiative könnten aktualisierte Messungen Einfluss auf die Bewertung der Notwendigkeit des Straßenbaus haben. Entlang der geplanten Strecke sehen mehrere Initiativen in einer neuen Verkehrszählung einen möglichen Ansatz, um das Vorhaben erneut zu überprüfen.

Öffentliche Informationsveranstaltungen sind derzeit nicht geplant. Erst wenn das Planfeststellungsverfahren Warendorf in die nächste Phase eintritt, will die Initiative wieder verstärkt an die Öffentlichkeit treten.

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Vorstand bestätigt und teilweise neu aufgestellt

Bei der jüngsten Mitgliederversammlung standen zudem Vorstandswahlen an. Der Vorsitzende sowie sein Stellvertreter wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Veränderungen gab es auf der Position des Kassierers sowie bei den Beisitzern. Damit stellt sich die Bürgerinitiative Warendorf personell neu auf, während das Verfahren zur B64n weiterhin läuft.

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