
Der erste Castortransport von Jülich nach Ahaus ist in der Nacht zu Mittwoch ohne besondere Zwischenfälle verlaufen. Nach Angaben der Polizei erreichte der Konvoi gegen 2 Uhr das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus.
Im Vorfeld waren bei der Polizei Münster fünf Versammlungen angezeigt worden. An der Demonstration in Jülich nahmen demnach 27 Menschen teil. Bei zwei angemeldeten Demonstrationen in Ahaus beteiligten sich nach Polizeiangaben insgesamt rund 380 Personen. Eine weitere Versammlung in Duisburg zählte 15 Teilnehmende.
Die Polizei teilte mit, die Versammlungen seien störungsfrei verlaufen. Entlang der Strecke habe es zwar zeitweise Verkehrsbehinderungen gegeben, diese seien durch den nächtlichen Transport aber möglichst gering gehalten worden.
Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf erklärte, der erste Transport habe sein Ziel sicher erreicht. Zugleich verwies sie darauf, dass die bevorstehenden Transporte für die Einsatzkräfte ein längerer Kraftakt seien.
Ahaus.. Im Zusammenhang mit dem Castortransport von Jülich nach Ahaus läuft seit Dienstagabend ein polizeilicher Großeinsatz. Die Polizei Münster hat den Einsatz bestätigt und Informationsstellen für Medien sowie ein Bürgertelefon eingerichtet. Gleichzeitig haben in Jülich und Ahaus Proteste gegen den Atommülltransport begonnen. Wann der Transport genau startet oder ob bereits ein Konvoi unterwegs ist, geben die Behörden bislang nicht öffentlich bekannt.
Die Polizei bestätigt aktuell den Großeinsatz im Zusammenhang mit dem Transport, nennt aber weiterhin keine Details zu Route, Startzeit oder konkretem Bewegungsstand. Das entspricht der bisherigen Linie der Sicherheitsbehörden, operative Angaben aus Sicherheitsgründen nur sehr begrenzt öffentlich zu machen. Für Medien gibt es Anlaufstellen in Jülich und Ahaus, außerdem wurde ein Bürgertelefon geschaltet.
Am Forschungszentrum Jülich läuft am Abend eine Mahnwache gegen den Transport. Vor Ort sind nach aktuellen Berichten zahlreiche Polizeikräfte im Einsatz, Zufahrten werden gesichert, und rund um das Gelände sind Absperrungen sowie weitere Sicherheitsmaßnahmen sichtbar. Nach dpa-Informationen, die über aktuelle Berichte verbreitet wurden, rechnen Initiativen dort mit einem zeitnahen ersten Transport, eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber bislang nicht.
In Ahaus haben die Proteste ebenfalls begonnen. Dort waren für den Abend eine Demonstration vom Bahnhof in Richtung Rathaus sowie eine Mahnwache am Zwischenlager angekündigt. Die Polizei hat sich auch dort sichtbar positioniert. Damit stehen inzwischen sowohl Start- als auch Zielort des möglichen Transports unter besonderer Beobachtung.
Transportiert werden sollen 152 Castor-Behälter mit rund 300.000 Brennelemente-Kugeln aus Jülich in das Zwischenlager Ahaus. Wegen der Zahl der Behälter geht es nicht um eine einzelne Fahrt, sondern um zahlreiche Transporte in Etappen. Der aktuelle Abend ist deshalb vor allem der Beginn eines Einsatzes, der politisch, organisatorisch und sicherheitstechnisch weit über eine einzelne Nacht hinausreicht.
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