
Coesfeld. In Coesfeld sorgt das Thema Parkgebühren weiter für Diskussionen. Unter dem Stichwort Parkgebühren Coesfeld hat sich eine Bürgerinitiative formiert, die die aktuellen Preise als zu hoch kritisiert und eine deutliche Entlastung für Besucher der Innenstadt fordert. Auch beim Parken Coesfeld sehen viele Beteiligte Handlungsbedarf, da sie negative Auswirkungen auf die Innenstadt Coesfeld befürchten.
Ausgangspunkt der aktuellen Debatte ist eine Entscheidung der Stadt, die Gebühren in den Parkhäusern zunächst auf 1,80 Euro pro Stunde anzuheben. Nach Kritik wurden die Preise anschließend auf 1,40 Euro reduziert. Dennoch bleibt die Unzufriedenheit bei Teilen der lokalen Wirtschaft bestehen. Einzelhändler, Apotheken und Arztpraxen sehen weiterhin Nachteile für ihre Standorte und haben sich deshalb zusammengeschlossen.
Ziel der Initiative ist es, die Kosten auf 90 Cent pro Stunde zu senken. Damit orientieren sich die Beteiligten an anderen Kommunen in der Region, in denen deutlich geringere Gebühren erhoben werden. Aus Sicht der Initiatoren beeinflussen die Preise unmittelbar die Attraktivität der Innenstadt. Gerade im Wettbewerb mit umliegenden Städten sei das Parken ein entscheidender Faktor für die Entscheidung von Kunden, wo sie einkaufen oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
Neben der reinen Preisfrage bringt die Initiative weitere Vorschläge in die Diskussion ein. So wird angeregt, an besonders frequentierten Tagen zusätzliche Anreize zu schaffen. Konkret geht es um kostenloses Parken an bestimmten Zeiten, um mehr Besucher in die Innenstadt zu bringen und den lokalen Handel zu stärken.
Ein wichtiger Bezugspunkt in der Debatte ist der Vergleich mit der Nachbarstadt Borken. Dort liegen die Parkgebühren pro Stunde unter einem Euro. Nach Ansicht der Initiative trägt diese Differenz dazu bei, dass die Innenstadt dort als attraktiver wahrgenommen wird. Neben den Kosten wird auch die Verfügbarkeit von Parkplätzen als entscheidender Faktor genannt.
Die Bürgerinitiative hat ihre Forderungen in einer Petition gebündelt, die nach eigenen Angaben bereits von mehreren hundert Menschen unterstützt wird. Damit soll der Druck auf die Kommunalpolitik erhöht werden, sich erneut mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Die Stadt Coesfeld reagiert bislang zurückhaltend. Nach Angaben aus der Verwaltung gibt es Zweifel daran, dass niedrigere Gebühren oder zeitweise kostenloses Parken automatisch zu mehr Besuchern führen. Erfahrungen aus anderen Städten würden kein eindeutiges Bild liefern. Wann sich die politischen Gremien erneut mit dem Antrag befassen, ist derzeit noch offen.
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