
Rheine. Der Fall einer mutmaßlichen Russland-Spionin in Rheine ist Teil größerer Ermittlungen in Nordrhein-Westfalen. Innerhalb weniger Tage wurden in Rheine und Hagen zwei Personen festgenommen, die nach Angaben der Bundesanwaltschaft für einen russischen Geheimdienst tätig gewesen sein sollen. Beide sitzen in Untersuchungshaft. Nach offiziellen Angaben besteht zwischen den beiden Verfahren bislang kein Zusammenhang.
Im Münsterland wurde bereits in der vergangenen Woche eine 45 Jahre alte Frau aus Rumänien festgenommen. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll sie spätestens im März 2026 Ausspähungen gegen eine Zielperson in Deutschland übernommen haben. Demnach habe sie die Privatanschrift des Betroffenen aufgesucht und dort mit ihrem Handy Aufnahmen gemacht. Die Ermittler gehen davon aus, dass diese Handlungen der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gedient haben könnten.
Im Zusammenhang mit demselben Verfahren wurde außerdem in Spanien ein 43 Jahre alter Ukrainer festgenommen. Er soll die Zielperson bereits zuvor ausgespäht haben. Nach Medienberichten handelt es sich dabei um einen deutschen Unternehmer, der militärisch nutzbare Drohnen und Drohnenbauteile an die Ukraine liefert. Der in Spanien festgenommene Mann soll später nach Deutschland ausgeliefert werden.
Nur wenige Tage nach dem Zugriff in Rheine wurde auch in Hagen ein 53 Jahre alter Ukrainer festgenommen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes Informationen über einen Mann in Deutschland gesammelt zu haben. Dabei soll es um eine Person gegangen sein, die sich seit Beginn des russischen Angriffskrieges an Kampfhandlungen für ukrainische Streitkräfte beteiligt habe.
Nach Angaben der Bundesanwaltschaft diente auch diese Ausspähung mutmaßlich der Vorbereitung weiterer nachrichtendienstlicher Maßnahmen gegen die Zielperson. Zugleich betont die Behörde, dass zwischen den Festnahmen in Rheine, Spanien und Hagen derzeit kein Zusammenhang festgestellt worden sei. Der Fall reiht sich in eine insgesamt angespannte Sicherheitslage ein. Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt seit Beginn des Ukraine-Krieges vor einer gewachsenen Gefahr durch russische Spionage, Sabotage und Desinformation in Deutschland.
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