
Münsterland. Die angeschlagene Fachmarktkette Hammer Raumstylisten steht weiter unter Druck. Nach der zweiten Insolvenz binnen weniger Monate fehlt bislang eine tragfähige Lösung für das Unternehmen. Während bundesweit bereits erste Räumungsverkäufe angelaufen sind, bleibt die Lage in Münster und im Münsterland unklar.
Ende Januar 2026 hatte die Hammer Raumstylisten GmbH Insolvenz angemeldet. Zu diesem Zeitpunkt wurden noch alle 87 Filialen weitergeführt. Hintergrund waren Schwierigkeiten beim Neustart nach der Neugründung im Herbst 2025, insbesondere bei der Warenversorgung. Schon damals war jedoch klar, dass die Zukunft des Filialnetzes maßgeblich von einem erfolgreichen Investorenprozess abhängen würde.
Inzwischen zeigt sich, wie schwierig dieser Prozess ist. Nach aktuellen Informationen wurden mehrere hundert potenzielle Investoren angesprochen. Übrig geblieben ist nur noch eine kleine Zahl ernsthafter Interessenten. Ein Teil davon prüft offenbar, einzelne Standorte oder Flächen zu übernehmen, statt das bisherige Konzept weiterzuführen. Nur wenige Optionen zielen überhaupt darauf ab, die Marke Hammer in verkleinerter Form fortzuführen.
Das hat konkrete Folgen: Für zahlreiche Märkte gibt es keine Perspektive im bisherigen Modell. Deshalb haben an vielen Standorten bereits Räumungsverkäufe begonnen. Eine flächendeckende Fortführung des Filialnetzes gilt derzeit als unwahrscheinlich.
Anders stellt sich die Lage im Umland dar. Mehrere Standorte im Münsterland werden weiterhin als Filialen geführt. Dazu zählen unter anderem Märkte in Rheine, Coesfeld, Ibbenbüren, Ahaus und Gronau. Diese Filialen sind aktuell noch erreichbar und werden nach außen als bestehende Standorte präsentiert.
Doch diese Sicht ist nur eine Momentaufnahme. Ob diese Märkte tatsächlich eine Zukunft haben, ist offen. Der laufende Investorenprozess entscheidet darüber, welche Standorte erhalten bleiben und welche schließen müssen. Eine klare Zuordnung einzelner Filialen zu möglichen Fortführungs- oder Schließungsszenarien ist bislang nicht öffentlich.
Für die Beschäftigten bedeutet das vor allem Unsicherheit. Bundesweit sind weiterhin rund tausend Arbeitsplätze betroffen. Ihre Absicherung über das Insolvenzgeld ist zeitlich begrenzt. Wie viele Stellen am Ende erhalten bleiben, hängt direkt vom Ausgang der Verhandlungen mit möglichen Investoren ab.
Damit spitzt sich die Lage auch im Münsterland zu. Zwar sind mehrere Filialen derzeit noch geöffnet, doch ihre Zukunft ist ungewiss. Die kommenden Wochen dürften entscheidend sein, ob einzelne Standorte übernommen werden oder ob sich die Schließungswelle weiter ausdehnt.
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