In Kattenvenne löst ein Paket mit unbekanntem Pulver einen C-Alarm aus

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Foto: Caroline Muffert

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Ein C-Alarm in Kattenvenne hat am Samstag, 17. Januar 2026, einen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. In der Ortslage Kattenvenne (Gemeinde Lienen, Kreis Steinfurt) rückten nach dem Alarmstichwort Kräfte an, nachdem an einem Paket eine unbekannte pulverartige Anhaftung festgestellt worden war. Die Lage wurde noch am selben Tag entschärft, Verletzte gab es nach Angaben der Kreispolizeibehörde Steinfurt nicht. Eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Die Polizei führt gleichwohl Ermittlungen zur Herkunft der Substanz.

Alarm am Samstagnachmittag: Rund 40 Kräfte rücken nach Kattenvenne aus

Ausgelöst wurde der Einsatz am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr. Nach dem Alarmstichwort wurden die Löschzüge aus Kattenvenne und Lienen alarmiert, außerdem waren Rettungsdienst und Polizei eingebunden. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte im Einsatz. Der Hintergrund: Ein Paket war durch einen Zustelldienst an die Empfängerin übergeben worden. Auf dem Paket befand sich eine unbekannte Substanz in Pulverform. Die Empfängerin entfernte die Anhaftung zunächst, informierte dann aber ihren Mann und wählte schließlich den Notruf, nachdem sie nach eigener Einschätzung ein Kribbeln an den Fingern bemerkte.

Der Rettungsdienst untersuchte die Frau vor Ort. Gleichzeitig wurde die Situation so behandelt, wie es bei einem möglichen Gefahrstoff-Ereignis vorgesehen ist: Die Einsatzkräfte arbeiteten mit Schutzmaßnahmen, um eigene Risiken auszuschließen und eine mögliche Ausbreitung zu verhindern. Die Feuerwehr suchte nach Rückständen der Substanz, konnte jedoch kein Pulver mehr auffinden. Nach etwa einer halben Stunde wurde der Feuerwehreinsatz beendet und die weitere Bearbeitung an die Polizei übergeben.

Polizei Steinfurt übernimmt: Entwarnung – Ermittlungen zum Pulver laufen weiter

Die Kreispolizeibehörde Steinfurt übernahm die Ermittlungen und überprüfte sowohl den Zustelldienst als auch den Inhalt des Pakets. Nach Angaben der Polizei gab es keine Verletzten. Ebenso habe es zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung gegeben. Damit war der akute Teil des Einsatzes schnell abgeschlossen: Die Feuerwehr rückte wieder ein, während die Polizei die offenen Fragen abarbeitete.

Ungeklärt ist weiterhin, um welche Substanz es sich handelte und wie sie auf das Paket gelangte. Genau darauf zielen die laufenden Ermittlungen ab. Für die Einordnung ist dabei entscheidend, dass es sich zwar um einen Alarm unter dem Stichwort „C“ handelte, die Behörden aber frühzeitig Entwarnung gaben. Das Einsatzstichwort steht in erster Linie für die Vorsicht, die bei unbekannten Stoffen grundsätzlich gilt, bis eine Gefährdung ausgeschlossen werden kann. In diesem Fall liegt nach dem Stand vom Sonntag, 18. Januar 2026, keine bestätigte Gefahr für Anwohner vor. Sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind, kann erst abschließend beurteilt werden, was das Pulver war und ob ein strafrechtlich relevanter Hintergrund vorliegt.

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