
Münsterland. Schnee auf den Straßen, glatte Wege und viele Fragen am frühen Morgen: Sturmtief Elli beschäftigt das Münsterland, führt aber nicht zu einem allgemeinen Schneefrei. Anders als in nördlich angrenzenden Regionen sollen die Schulen regulär öffnen. Damit liegt die Verantwortung am Freitag vor allem bei den Eltern, die den Schulweg individuell einschätzen müssen.
Nach aktueller Einschätzung der Bezirksregierung Münster liegt für das Münsterland keine amtliche Unwetterwarnung vor. Ein allgemeines „Schneefrei“ wurde daher nicht angeordnet. Damit gilt: Schulen bleiben geöffnet und der Präsenzunterricht findet regulär statt.
Anders stellt sich die Lage in Teilen Niedersachsens dar. In den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Emsland wurde der Unterricht aufgrund der Wetterlage vollständig ausgesetzt.
Unabhängig von einer zentralen Entscheidung gilt in Nordrhein-Westfalen eine klare Regelung für Extremwetterlagen. Eltern können selbst entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder sicher und zumutbar ist. Wird ein Kind aus diesem Grund zuhause gelassen, zählt dies in der Regel als entschuldigte Fehlzeit. Voraussetzung ist, dass die Schule entsprechend informiert wird.
Laut Einschätzung des Deutscher Wetterdienst liegt der Schwerpunkt des Winterwetters in NRW vor allem in der Eifel und in den Hochlagen des Sauerlands. Deutlich intensiver fallen Schnee und Glätte nördlich davon in Niedersachsen aus.
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Für Münster werden am Freitagmorgen Temperaturen um den Gefrierpunkt mit Schneeregen erwartet. Im Tagesverlauf soll die Temperatur leicht ansteigen, Niederschläge gehen dann eher in Regen über. Dennoch kann es insbesondere in den Morgenstunden sowie in der Nacht zu Glätte kommen.
Bereits am Donnerstag kam es im Münsterland zu zahlreichen wetterbedingten Verkehrsunfällen. Nach ersten Meldungen blieb es überwiegend bei Blechschäden. In Horstmar rutschte ein Linienbus auf glatter Fahrbahn in einen Straßengraben. Schwerere Verletzungen wurden bislang nicht bekannt.
Im nördlichen Münsterland kann es auch am Freitag örtlich weiterhin glatt bleiben, insbesondere auf Nebenstraßen.
Angespannter zeigt sich die Situation im Winterdienst einiger Kommunen. Aus dem Kreis Coesfeld wurde gemeldet, dass die Streusalzvorräte bei anhaltenden Einsätzen „auf Sicht“ knapp werden könnten. Ursache sind die zahlreichen Streueinsätze in kurzer Zeit.
Andere Kommunen sowie Straßen.NRW und die Autobahn GmbH geben hingegen an, aktuell noch ausreichend Streusalz eingelagert zu haben. Der Winterdienst erfolgt weiterhin nach Prioritäten, wobei Hauptverkehrsachsen bevorzugt geräumt und gestreut werden.
Für die Nacht zum Samstag sind erneut Niederschläge angekündigt. Je nach Region kann es zunächst zu Schnee oder Schneeregen kommen, später auch zu Regen mit möglicher Glatteisbildung. Die amtlichen Warnlagen werden laufend aktualisiert und können kurzfristig angepasst werden.
Eltern, Pendlern und Verkehrsteilnehmern wird empfohlen, die Lage aufmerksam zu verfolgen und besonders in den Morgenstunden vorsichtig zu sein.