
NRW. In Nordrhein-Westfalen ist die Betreuung von Kindern weiterhin der wichtigste Grund dafür, dass Frauen in Teilzeit arbeiten. Das geht aus aktuellen Zahlen von IT.NRW hervor. Die Auswertung zeigt deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei der Begründung für reduzierte Arbeitszeiten.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes arbeiteten im Jahr 2024 zahlreiche Frauen in Nordrhein-Westfalen in Teilzeit, weil sie familiäre Betreuungsaufgaben übernehmen. Für viele von ihnen ist die Kinderbetreuung der ausschlaggebende Faktor für die Entscheidung gegen eine Vollzeitstelle. Männer nennen diesen Grund deutlich seltener.
Die Statistik macht deutlich, dass familiäre Verpflichtungen vor allem Frauen betreffen. Ein erheblicher Anteil der teilzeitbeschäftigten Frauen in Nordrhein-Westfalen gab an, wegen der Betreuung von Kindern oder anderen Angehörigen nicht in Vollzeit zu arbeiten. Damit bleibt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein zentrales Thema in der Erwerbstätigkeit NRW.
Bei Männern sieht das Bild anders aus. Sie arbeiten häufiger aus anderen Gründen in Teilzeit, etwa wegen Ausbildung, Weiterbildung oder fehlender Vollzeitangebote. Der Anteil der Männer, die ihre Arbeitszeit wegen Kinderbetreuung reduzieren, ist im Vergleich deutlich geringer. Die Zahlen unterstreichen, dass die Verteilung familiärer Aufgaben weiterhin ungleich ist.
Insgesamt zeigt die Auswertung, dass Teilzeitarbeit in Nordrhein-Westfalen weiterhin stark geschlechtsspezifisch geprägt ist. Während für Frauen familiäre Gründe dominieren, spielen bei Männern häufiger arbeitsmarktbezogene Motive eine Rolle. Damit bestätigen die aktuellen Daten langfristige Entwicklungen, die bereits in früheren Erhebungen sichtbar waren.
Die aktuellen Daten aus Nordrhein-Westfalen verdeutlichen, dass Kinderbetreuung nach wie vor ein entscheidender Faktor für die Arbeitszeitgestaltung vieler Frauen ist. Besonders Mütter mit jüngeren Kindern reduzieren ihre Arbeitszeit, um Betreuung und Erwerbstätigkeit miteinander vereinbaren zu können. Laut Mitteilung von IT.NRW betrifft dies einen erheblichen Anteil der weiblichen Teilzeitbeschäftigten.
Die Zahlen sind auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels relevant. Wenn qualifizierte Arbeitskräfte ihre Stunden reduzieren, hat das Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt insgesamt. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass Betreuungsangebote und flexible Arbeitsmodelle eine wichtige Rolle spielen könnten, um die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen.
Für Städte wie Münster, in denen viele Familien leben und beide Elternteile berufstätig sind, bleibt die Frage der Kinderbetreuung ebenfalls ein zentrales Thema. Die landesweiten Daten liefern damit auch Impulse für die kommunale Diskussion. Sie machen deutlich, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiterhin eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Schlüsselaufgabe ist.
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