Messerangriff in Nottuln: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Ein 62-jähriger Münsteraner wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Die Polizei ermittelt wegen Totschlags gegen zwei Tatverdächtige. Erfahren Sie mehr über die Hintergründe dieses tragischen Falls. Nach dem Messerangriff in Nottuln sitzt der 38-jährige Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Opfer außer Lebensgefahr. Politik fordert entschlosseneres Vorgehen gegen Femizide.
Foto: Espressolia

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Nottuln. Nach dem Messerangriff in Nottuln am Mittwochabend (10. September 2025) sitzt der 38-jährige Tatverdächtige inzwischen in Untersuchungshaft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster ordnete ein Richter am Amtsgericht Münster am Freitagmittag (12. September) die Maßnahme wegen des Verdachts auf versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung an. Der Messerangriff in Nottuln hat bundesweit Aufmerksamkeit ausgelöst.

Messerangriff in Nottuln: Tatverdächtiger stellte sich selbst

Der Vorfall ereignete sich an der Bushaltestelle „Billerbecker Straße“ an der B525. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 38-Jährige seine getrenntlebende Ex-Partnerin unvermittelt attackiert und mehrfach mit einem Messer auf sie eingestochen haben. Anschließend flüchtete er zu Fuß vom Tatort.

Am Donnerstagnachmittag (11. September) stellte sich der Tatverdächtige schließlich selbst auf einer Polizeiwache in Coesfeld. Die Mordkommission ermittelt.

Opfer außer Lebensgefahr, aber weiterhin im Krankenhaus

Die 38-jährige Frau konnte inzwischen vernommen werden, befindet sich jedoch weiterhin in stationärer Behandlung. Eine Zeugin hatte nach dem Angriff sofort Erste Hilfe geleistet und Polizei sowie Rettungskräfte alarmiert. Durch das schnelle Eingreifen konnte das Leben der Frau gerettet werden, auch wenn sie schwer verletzt wurde.

Politische Reaktionen auf den Messerangriff in Nottuln

Der Messerangriff in Nottuln hat auch politische Forderungen ausgelöst. Kathrin Gebel, frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, bezeichnete die Tat als klaren Fall patriarchaler Gewalt und sprach von einem „Femizid“. Sie forderte ein entschlosseneres staatliches Handeln gegen Partnerschaftsgewalt und die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention.

„Das ist kein ‘Beziehungsdrama’, das ist patriarchale Gewalt“, erklärte Gebel. „Wir brauchen verlässlich finanzierte Schutz- und Beratungsangebote, verpflichtende Risikobewertungen sowie Täterarbeit. Zudem müssen Femizide bundeseinheitlich erfasst und ausgewertet werden, statt in der Statistik zu verschwimmen.“

Untersuchungshaft soll weitere Straftaten verhindern

Die Staatsanwaltschaft Münster geht derzeit von versuchtem Mord aus. Mit der Untersuchungshaft soll sichergestellt werden, dass der Tatverdächtige keine weiteren Straftaten begeht und der Prozess ordnungsgemäß vorbereitet werden kann. Der Fall wird nun vor Gericht weiter aufgearbeitet und dürfte noch lange für Diskussionen über Gewalt an Frauen sorgen.

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