
NRW, In Nordrhein-Westfalen haben Ermittler am Dienstag umfangreiche Durchsuchungen im Zusammenhang mit einer groß angelegten Betrugsserie durchgeführt. Wie die Kreispolizei Steinfurt mitteilt, richteten sich die Maßnahmen gegen mutmaßliche Täter, die sich als Bankmitarbeiter ausgegeben haben sollen. In mehreren Städten wurden Objekte durchsucht, drei Männer wurden festgenommen und befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen werden gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Münster geführt und laufen weiter.
Die Durchsuchungen fanden zeitgleich an insgesamt elf Objekten in Recklinghausen, Gelsenkirchen und Essen statt. Ziel der Maßnahmen war es, Beweise zu sichern und die mutmaßlichen Strukturen hinter der Betrugsserie aufzuklären. Unterstützt wurde die Polizei Steinfurt dabei von weiteren nordrhein-westfälischen Polizeibehörden sowie spezialisierten Kräften. Zum Einsatz kamen unter anderem IT-Forensiker und speziell ausgebildete Datenspürhunde, um digitale und versteckte Beweismittel aufzuspüren.
Im Zuge der Einsätze stellten die Ermittler eine große Menge an potenziell relevanten Gegenständen sicher. Dazu zählen elektronische Geräte wie Computer, Tablets und Mobiltelefone, die nun ausgewertet werden. Darüber hinaus wurden Bargeld sowie mehrere Fahrzeuge beschlagnahmt, die im Zusammenhang mit den Taten stehen könnten. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen bedeutenden Ermittlungserfolg, der auf monatelange, intensive Vorarbeit zurückgeht. Die nun anstehende Auswertung der sichergestellten Daten gilt als zentraler nächster Schritt, um weitere Tatbeteiligte zu identifizieren und die Geldflüsse nachzuvollziehen.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen gingen die Beschuldigten nach einem wiederkehrenden Muster vor. Geschädigte erhielten demnach Nachrichten auf ihre Mobiltelefone, die den Eindruck erweckten, von ihrer Bank zu stammen. In diesen Nachrichten wurde etwa behauptet, eine TAN sei abgelaufen oder es bestehe ein dringender Handlungsbedarf. Über enthaltene Links gelangten die Betroffenen auf täuschend echt gestaltete Internetseiten vermeintlicher Bankinstitute.
Parallel dazu sollen die Täter telefonisch Kontakt aufgenommen und die Opfer unter Druck gesetzt haben. In den Gesprächen wurden sensible Zugangsdaten abgefragt und Überweisungen veranlasst, die letztlich auf Konten der Beschuldigten oder ihrer Hintermänner geflossen sein sollen. In weiteren Fällen sollen die Bankdaten der Geschädigten auf gefälschte Zahlungskarten übertragen worden sein. Mit diesen Karten seien anschließend Bargeldabhebungen und Einkäufe vorgenommen worden. Der entstandene Schaden lässt sich derzeit noch nicht abschließend beziffern, liegt nach Einschätzung der Ermittler jedoch deutlich im Millionenbereich.
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