
Münster/Nottuln. In Nottuln entsteht derzeit ein neues Trainingszentrum für die Polizei, das künftig rund 3.000 Einsatzkräften aus dem Münsterland zur Verfügung stehen soll. Geplant sind unter anderem eine Schießanlage, ein Trainingshaus und spezielle Bereiche für besonders gefährliche Einsatzlagen. Mit dem Richtfest am 14. September hat das Regionale Trainingszentrum Münsterland nun einen wichtigen Bauabschnitt erreicht.
Auf einem rund 33.000 Quadratmeter großen Grundstück nahe der A43 entstehen fünf Trainingsgebäude mit insgesamt etwa 10.000 Quadratmetern Fläche. Die Inbetriebnahme ist nach aktuellem Stand für den Sommer 2027 vorgesehen.
Das Regionale Trainingszentrum Münsterland soll künftig von Polizistinnen und Polizisten aus Münster und Hamm sowie aus den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf genutzt werden. Dort sollen sowohl alltägliche Einsatzsituationen als auch besonders gefährliche und komplexe Lagen unter möglichst realistischen Bedingungen geübt werden können.
NRW-Innenminister Herbert Reul betonte beim Richtfest die Bedeutung solcher Trainingsmöglichkeiten. Einsatzkräfte müssten auch in schwierigen Situationen kurzfristig und zuverlässig handeln können. Das neue Zentrum soll dafür moderne und realitätsnahe Bedingungen schaffen.
Zur Ausstattung des neuen Zentrums gehört eine Raumschießanlage mit mehreren Bahnen unterschiedlicher Länge. Zusätzlich entsteht ein Trainingshaus mit einer befahrbaren Halle und einer Ringstraße.
Vorgesehen ist außerdem eine spezielle Trainingshalle für Amoklagen und andere besondere Einsatzsituationen. Damit sollen Einsatzkräfte unterschiedliche Szenarien trainieren können, ohne dafür auf öffentliche Bereiche oder provisorische Übungsorte angewiesen zu sein.
Der Mietvertrag für das Regionale Trainingszentrum Münsterland wurde bereits im Januar 2024 unterzeichnet. Nach der Erteilung der Baugenehmigung im September 2025 begannen die Bauarbeiten. Im März 2026 folgte die Grundsteinlegung für die Hochbauphase.
Inzwischen sind wesentliche Teile des Rohbaus abgeschlossen. Auch im Tiefbau ist das Projekt deutlich vorangekommen. Auf dem Gelände wurden unter anderem Kanalleitungen, Schächte und Leerrohre verlegt. Zudem entstanden Stellplätze, Gehwege und Unterbauten für die spätere Straßenführung.
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