
Münster. Am Sonntag empfängt der SC Preußen Münster mit Hertha BSC den nächsten großen Namen im ausverkauften LVM-Preußenstadion an der Hammer Straße. Anstoß der Partie am 25. Spieltag ist um 13.30 Uhr. Für den SCP ist das Heimspiel gegen den Hauptstadtklub eine wichtige Gelegenheit, nach dem jüngsten Erfolg bei Eintracht Braunschweig weitere Punkte im engen Tabellenkeller zu sammeln. Mit derzeit 26 Punkten steht der SCP weiterhin mitten im Abstiegskampf, während Hertha mit 37 Zählern im oberen Mittelfeld der Liga rangiert.
Der 2:1-Auswärtssieg in Braunschweig hat bei den Preußen spürbar für neue Zuversicht gesorgt. Alexander Ende betonte im Vorfeld der Partie, dass sich die Situation im Kader inzwischen deutlich verändert habe. Noch vor wenigen Wochen war die Personallage angespannt, inzwischen steht dem Trainer nahezu der komplette Kader wieder zur Verfügung. Insgesamt 23 Feldspieler waren zuletzt im Training dabei. Tobias Raschl und Zidan Sertdemir gelten wieder als einsatzbereit, Lars Lokotsch arbeitet sich schrittweise zurück ins Mannschaftstraining. Einzig Luca Bolay ist weiterhin keine Option für das Heimspiel.
Die größere personelle Auswahl sorgt auch für mehr Qualität auf der Bank. Schon beim Sieg in Braunschweig brachten Einwechslungen neue Energie ins Spiel. Ende sieht darin einen wichtigen Faktor, da sein Team nun offensiv wie defensiv nachlegen kann. Genau diese Situation beschreibt der Trainer als „ganz neue Situation“, weil der Konkurrenzkampf im Kader wieder deutlich intensiver geworden ist.
Trotz der insgesamt verbesserten Personallage wird es eine Veränderung in der Abwehr geben. Innenverteidiger Paul Jaeckel fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Braunschweig-Spiel gesperrt. Wer seinen Platz einnimmt, ließ der Trainer vor dem Spiel offen. Als mögliche Alternativen gelten Niko Koulis oder Torge Paetow. Klar ist jedoch, dass die Defensive gegen die Berliner Offensive besonders aufmerksam agieren muss. Gerade gegen ein Team mit viel individueller Qualität wird eine stabile Abwehrleistung entscheidend sein.
Während in der Defensive eine Position neu besetzt werden muss, rückt im Angriff ein anderer Spieler stärker in den Fokus. Der Winterneuzugang, der auf Leihbasis von Celtic nach Münster gekommen ist, überzeugte zuletzt mit einer starken Leistung in Braunschweig. Für den Japaner waren es erst wenige Einsätze im Preußen-Trikot, dennoch hat er bereits gezeigt, dass er eine zusätzliche Option im Angriff sein kann. Gerade in einer Phase der Saison, in der Münster offensiv variabler werden muss, könnte Yamada eine wichtige Rolle übernehmen.
Für Trainer Alexander Ende wird gegen Hertha vor allem die Spielanlage entscheidend sein. Ballbesitz sei für seine Mannschaft kein Selbstzweck. Entscheidend sei vielmehr die richtige Balance zwischen mutigem Spielaufbau und klaren, einfachen Lösungen. Beim Sieg in Braunschweig habe sein Team genau diesen Mix gefunden. Auch im Heimspiel gegen Hertha erwartet Ende eine Partie, in der es darauf ankommt, den schmalen Grat zwischen mutigem Spiel und unnötigem Risiko richtig einzuschätzen.
Auch die Gäste aus Berlin gehen mit einem Erfolgserlebnis in die Begegnung. Hertha BSC gewann am vergangenen Spieltag mit 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg. Trainer Stefan Leitl sprach danach von einer spürbar besseren Stimmung im Team. Gleichzeitig erwartet er in Münster eine schwierige Aufgabe. Besonders das aggressive Anlaufen der Preußen im eigenen Stadion und die taktische Grundordnung mit der Raute im Mittelfeld würden das Spiel für Hertha anspruchsvoll machen.
Ein zentraler Unterschiedsspieler bei den Berlinern bleibt Fabian Reese. Der Offensivspieler kommt in der laufenden Zweitliga-Saison bereits auf sechs Tore und zehn Vorlagen und zählt damit zu den produktivsten Angreifern der Liga. Dennoch sieht auch Münsters Trainer den Gegner nicht nur auf diesen einen Spieler reduziert, sondern als insgesamt gefährliche Offensivmannschaft.
Das Spiel am Sonntag ist bereits das dritte Pflichtspiel zwischen beiden Vereinen in dieser Saison. Das Hinspiel in der 2. Bundesliga gewann Hertha BSC mit 2:1. Noch enger verlief das Duell im DFB-Pokal im August 2025, als sich die Berliner nach torlosen 120 Minuten erst im Elfmeterschießen durchsetzen konnten. Vor heimischer Kulisse bietet sich für Preußen Münster nun die Gelegenheit, diese Bilanz zu korrigieren und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln.
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