
Münster. Das LVM-Preußenstadion ist ausverkauft, wenn Preußen Münster am heutigen Freitagabend um 19 Uhr auf Rot-Weiss Essen trifft. 13.945 Zuschauer werden zu dem traditionsreichen Westduell erwartet, das auch sportlich einiges verspricht. Essen reist als Tabellendritter mit sechs ungeschlagenen Ligaspielen in Folge an. Die Preußen wollen dagegen ihre Heimserie fortsetzen und mit einem Sieg nach Punkten zu den Gästen aufschließen. Allerdings muss Trainer Thomas Wörle ausgerechnet vor diesem Duell zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle verkraften.
Rot-Weiss Essen hat sich nach der 2:5-Auftaktniederlage in Saarbrücken deutlich gesteigert und steht mit 14 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Preußen Münster folgt mit elf Zählern auf Rang acht und könnte mit einem Heimsieg gleichziehen. Die jüngsten Ergebnisse sprechen allerdings für die Gäste: Essen holte aus den vergangenen fünf Ligaspielen elf Punkte, Münster lediglich sieben.
Bei den Preußen wechselten sich zuletzt gute Auftritte und Rückschläge ab. Nach Siegen gegen Stuttgart II und Havelse folgten ein 3:3 gegen Saarbrücken und die 0:2-Niederlage bei Waldhof Mannheim. Vor allem die Defensive bleibt eine Baustelle. Bereits 13 Gegentore hat Münster in sieben Partien kassiert. Immerhin ist die Mannschaft im eigenen Stadion noch ungeschlagen, auch wenn bislang erst ein Heimsieg gelang.
Die ohnehin schwierige Aufgabe wird durch die angespannte Personallage nicht leichter. Marvin Schulz, Simon Scherder, Niko Koulis und Oscar Vilhelmsson fehlen weiterhin. Hinzu kommen Luca Bolay und Tim Dietrich, die sich im Training verletzt haben, sowie Ryan Johansson nach einer Verletzung im internen Testspiel. Auch für Malik Batmaz kommt die Begegnung noch zu früh.
Trainer Thomas Wörle muss damit insbesondere in der Defensive improvisieren. Trotzdem überwiegt die Vorfreude auf das Duell mit dem alten Rivalen. „Wir freuen uns extrem auf das Spiel, sind heiß und brennen für das Duell mit RWE“, erklärte der Preußen-Coach auf der Pressekonferenz. Den Gegner schätzt er als eingespielt und spielstark ein. Vor allem mit Blick auf die zuletzt anfällige Defensive dürfte Münster gegen die Essener Offensive besonders gefordert sein.
Ein besonderes Augenmerk gilt Semir Telalovic. Der vom 1. FC Nürnberg ausgeliehene Angreifer hat bereits fünf Saisontore erzielt und ist damit Essens gefährlichster Stürmer. Auch während der Spielpause blieb RWE im Rhythmus. Gegen Zweitligist Arminia Bielefeld gab es ein 2:2, anschließend gewann die Mannschaft von Uwe Koschinat im Niederrheinpokal mit 13:0 gegen den FC Kosova Düsseldorf.
Ein Wiedersehen gibt es zudem mit Luca Bazzoli. Der frühere Preußen-Verteidiger wechselte im Sommer 2025 nach Essen und kehrt nun an seine alte Wirkungsstätte zurück.
Auch abseits des sportlichen Geschehens gibt es eine Neuerung. Während der Spielpause wurde der Rasen im LVM-Preußenstadion auf einer Fläche von 8.128 Quadratmetern erneuert. Gegen Essen wird erstmals auf dem frisch verlegten Rollrasen gespielt. Die endgültige Umwandlung zum Hybridrasen ist für November vorgesehen.
Das Stadion ist mit 13.945 Zuschauern vollständig ausverkauft, darunter 1.865 Gästefans. Die Tore öffnen um 17 Uhr, Anstoß ist um 19 Uhr. Wegen des laufenden Stadionumbaus gelten teilweise veränderte Zugangswege. Die neue Fiffi-Gerritzen-Kurve wird von der Hammer Straße aus betreten. Für die Anreise empfiehlt der Verein die Buslinien 1, 5 und 9. Eintrittskarten gelten zugleich als Fahrschein im Verkehrsverbund Münsterland.
Wer nicht im Stadion dabei sein kann, kann die Partie live bei MagentaSport oder kostenpflichtig über OneFootball verfolgen. Kostenlose Audioübertragungen bieten der WDR und die Fanradios an.
Für Münster beginnt mit dem Westduell eine intensive Woche. Bereits am Mittwoch, 14. Oktober, steht das nächste Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf an.
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