Emre Can erneut operiert: BVB-Kapitän muss weiter auf sein Comeback warten

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Borussia Dortmund muss weiter auf Kapitän Emre Can verzichten. Der 32-Jährige hat sich während seiner Rehabilitation nach einem Kreuzbandriss einer zusätzlichen Operation unterzogen. Dabei wurden Beschwerden im Adduktorenbereich behandelt, die den Defensivspieler bereits vor seiner schweren Knieverletzung beeinträchtigt hatten. Sportdirektor Ole Book bestätigte den Eingriff gegenüber Sky. Wann Can wieder für den BVB spielen kann, ist weiterhin offen. Nach Informationen der Bild könnte sich seine Rückkehr bis ins kommende Jahr verzögern. Eine verbindliche Prognose des Vereins gibt es bislang nicht.

Anzeige

Emre Can erneut operiert: Eingriff an den Adduktoren

Die zusätzliche Operation von Emre Can wurde zunächst durch einen Bericht des Kicker bekannt. Demnach ließ der Dortmunder seine seit längerer Zeit bestehenden Beschwerden im Adduktorenbereich operativ behandeln. Der Eingriff soll erfolgreich verlaufen sein. Borussia Dortmund bestätigte anschließend durch Sportdirektor Ole Book, dass neben der Rehabilitation des verletzten Knies eine weitere medizinische Behandlung notwendig geworden war.

Die Verantwortlichen nutzten dafür die ohnehin längere Ausfallzeit des Kapitäns. Book erklärte gegenüber Sky, dass es wichtig gewesen sei, auch diese zweite Verletzung zu behandeln. Der zusätzliche Eingriff sollte somit während der laufenden Rehabilitation erfolgen, ohne dass Can dafür erst nach seiner Rückkehr auf den Fußballplatz eine weitere Pause einlegen müsste.

Die Beschwerden an den Adduktoren hatten den Defensivspieler schon vor seinem Kreuzbandriss begleitet. Damit handelte es sich nicht um eine weitere Operation am verletzten Kreuzband, sondern um die Behandlung eines anderen körperlichen Problems. Ob der Eingriff den ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt seines Comebacks tatsächlich verändert hat, ist nicht bestätigt.

Anzeige

Kreuzbandriss gegen Bayern München Ende Februar

Die monatelange Zwangspause begann am 28. Februar 2026. Im Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Bayern München verletzte sich Can am linken Knie. Der Dortmunder versuchte zunächst, die Begegnung fortzusetzen, musste aber noch vor der Halbzeit ausgewechselt werden. Die Partie verlor der BVB mit 2:3.

Am folgenden Tag bestätigte Borussia Dortmund einen Kreuzbandriss. Betroffen war das hintere Kreuzband im linken Knie. Der Verein kündigte bereits damals eine mehrmonatige Ausfallzeit an. Anfang März wurde die Verletzung operativ behandelt.

Für Can bedeutete die Diagnose das vorzeitige Ende seiner Saison 2025/26. Der erfahrene Abwehrspieler hatte schon zuvor wegen körperlicher Beschwerden wiederholt gefehlt und konnte deshalb über längere Zeit keine regelmäßige Spielpraxis sammeln.

Die erneute Operation erfolgte nun mehr als sieben Monate nach dem Spiel gegen Bayern. Sie betrifft allerdings nicht die damals verletzte Bandstruktur, sondern den Adduktorenbereich.

Rückkehr von Emre Can frühestens 2027 möglich

Wie lange Borussia Dortmund tatsächlich noch auf seinen Kapitän verzichten muss, ist nicht abschließend geklärt. Eine schnelle Rückkehr ins Mannschaftstraining schloss Sportdirektor Ole Book vorerst aus.

„Emre ist nicht im Trainingsbetrieb“, stellte Book gegenüber Sky klar. Anschließend ergänzte er: „Es wird auch bei ihm nicht so schnell gehen.“

Die Aussagen verdeutlichen, dass sich Can weiterhin in der Rehabilitation befindet und noch nicht regulär mit seinen Mannschaftskollegen trainieren kann. Für einen Einsatz im Profifußball müsste er zunächst das Mannschaftstraining wieder vollständig aufnehmen und die notwendige Wettkampfbelastung erreichen.

Nach Informationen der Bild wird Can voraussichtlich im gesamten Kalenderjahr 2026 kein Pflichtspiel mehr bestreiten. Ein vollständiger Wiedereinstieg ins Training könnte demnach frühestens nach der Winterpause erfolgen. Diese Einschätzung ist bislang allerdings keine offizielle Terminankündigung von Borussia Dortmund.

Der Kicker hatte zuvor berichtet, dass die Rehabilitation grundsätzlich planmäßig verlaufe. Can könne sein Knie wieder belasten und arbeite weiter an seiner Rückkehr. Ein konkreter Termin für sein erstes Spiel nach der Verletzung steht dennoch nicht fest.

Nur neun Bundesliga-Einsätze in der vergangenen Saison

Wie stark Verletzungen die Einsatzmöglichkeiten des Kapitäns zuletzt eingeschränkt haben, zeigen die Zahlen der Spielzeit 2025/26. Can absolvierte lediglich neun Bundesligaspiele. Davon stand er siebenmal in der Startelf und kam insgesamt auf 621 Einsatzminuten.

Trotz der geringen Spielzeit gelangen ihm drei Tore. Eine Torvorlage verbuchte er in der Bundesliga nicht. In der Champions League kam der frühere deutsche Nationalspieler außerdem sechsmal zum Einsatz.

Die Zahlen verdeutlichen, dass der BVB bereits während der vergangenen Saison große Teile seiner Spiele ohne Can bestreiten musste. Seine Ausfälle begannen nicht erst mit dem Kreuzbandriss Ende Februar. Schon vorher verhinderten körperliche Beschwerden eine längere Phase mit regelmäßigen Einsätzen.

Sportlich kann Can sowohl in der zentralen Abwehr als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Besonders unter Trainer Niko Kovac übernahm er zuletzt Aufgaben in der Innenverteidigung. Seine Erfahrung und seine Fähigkeiten im Spielaufbau machen ihn zu einer zusätzlichen Option für verschiedene taktische Ausrichtungen.

Dass er zuletzt nur selten zur Verfügung stand, hat die Dortmunder allerdings bereits dazu gezwungen, andere Lösungen in der Defensive zu finden.

Borussia Dortmund verlängerte Vertrag bis 2027

Unmittelbar nach der schweren Knieverletzung stellte sich auch die Frage nach der sportlichen Zukunft des Kapitäns. Sein ursprünglicher Vertrag wäre zum 30. Juni 2026 ausgelaufen.

Borussia Dortmund schuf jedoch noch während seiner Rehabilitation Klarheit. Am 21. März 2026 gab der Verein bekannt, dass Can seinen Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2027 verlängert hatte.

Geschäftsführer Sport Lars Ricken begründete die Entscheidung damals mit der Bedeutung des Routiniers für die Mannschaft. „Emre ist unser Kapitän und ein absoluter Vorzeigeprofi“, erklärte Ricken in der offiziellen Vereinsmitteilung.

Die Vertragsverlängerung erfolgte zu einem Zeitpunkt, als bereits absehbar war, dass Can über mehrere Monate ausfallen würde. Der Verein entschied sich damit bewusst dafür, weiterhin auf den erfahrenen Spieler zu setzen.

Durch die erneute Operation und die anhaltende Rehabilitation verkürzt sich allerdings die verbleibende Zeit, in der Can während seines aktuellen Vertrags noch auf dem Platz stehen könnte. Sollte seine Rückkehr tatsächlich erst 2027 erfolgen, hätte er nur wenige Monate bis zum Ablauf des Vertrags.

Ob sich daran eine weitere Zusammenarbeit anschließt, ist bislang offen. Die Ruhr Nachrichten berichteten laut Goal.com, dass Can nach seinem Comeback die Gelegenheit erhalten solle, sich für eine weitere Vertragsverlängerung zu empfehlen. Eine entsprechende Entscheidung von Borussia Dortmund ist bisher nicht bestätigt.

BVB muss Kaderplanung ohne seinen Kapitän fortsetzen

Für Trainer Niko Kovac bedeutet die anhaltende Verletzung, dass er seine Abwehr weiterhin ohne Can organisieren muss. Dortmund verfügt mit Nico Schlotterbeck und Waldemar Anton über etablierte Innenverteidiger. Hinzu kommen weitere Defensivspieler, darunter Ramy Bensebaini sowie die jüngeren Joane Gadou, Filippo Mané und Luca Reggiani.

Beim Bundesliga-Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart am 19. September standen beispielsweise Gadou, Anton und Schlotterbeck gemeinsam in der Dortmunder Dreierkette. Die Begegnung gewann der BVB mit 1:0.

Die Aufstellung zeigt, dass Kovac bereits auf andere personelle Lösungen zurückgreift. Gerade für die jüngeren Abwehrspieler ergeben sich dadurch Einsatzmöglichkeiten, die bei einem vollständig verfügbaren Kader möglicherweise geringer ausfallen würden.

Ein zusätzlicher Transfer allein wegen der erneuten Operation von Can wurde bislang nicht angekündigt. Auch über eine Veränderung der Kapitänshierarchie gibt es keine bestätigte neue Entscheidung.

Die Dortmunder müssen ihre Defensive damit zunächst auf Grundlage des vorhandenen Personals planen. Wann Can wieder eine Alternative für die Startelf sein wird, bleibt offen.

Kapitän seit 2023 und international erfahren

Can gehört seit Januar 2020 zum Kader von Borussia Dortmund. Der Verein verpflichtete ihn damals zunächst auf Leihbasis von Juventus Turin und nahm ihn anschließend fest unter Vertrag. Zuvor hatte der gebürtige Frankfurter unter anderem für Bayern München, Bayer Leverkusen und den FC Liverpool gespielt.

Im Sommer 2023 übernahm Can die Kapitänsbinde von Marco Reus. Seither trägt er eine besondere Verantwortung innerhalb der Mannschaft. Auch nach dem Trainerwechsel zu Niko Kovac blieb er Spielführer.

Kovac hatte die bestehende Kapitänsregelung im Sommer 2025 ausdrücklich bestätigt und keinen Anlass für eine Veränderung gesehen. Die Rolle des erfahrenen Defensivspielers blieb damit auch unter dem neuen Trainer bestehen.

Bis zum Ende der vergangenen Saison verzeichnete das offizielle Dortmunder Spielerprofil 220 Pflichtspiele für Can. Dabei erzielte er 23 Tore und bereitete zwölf weitere Treffer vor. Mit dem BVB gewann er 2021 den DFB-Pokal. Für die deutsche Nationalmannschaft bestritt er 48 Länderspiele und gehörte unter anderem zum Kader bei der Europameisterschaft 2024.

Seine Bedeutung für Borussia Dortmund beschränkt sich daher nicht allein auf die sportliche Besetzung einer Position. Als langjähriger Kapitän und erfahrener Nationalspieler gehört Can auch zu den Führungspersönlichkeiten im Kader.

Auf dem Rasen muss die Mannschaft allerdings weiterhin ohne ihn auskommen. Die zweite Operation ist abgeschlossen, die Rehabilitation dauert an. Wann Emre Can erstmals wieder das Dortmunder Trikot in einem Pflichtspiel tragen kann, haben die Verantwortlichen noch nicht festgelegt.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu