
Münster. Bei Preußen Münster kommt es zu einer strukturellen Veränderung in der medizinischen Betreuung der Profimannschaft. Der Verein hat seine medizinische Abteilung neu ausgerichtet und reagiert damit auf die gestiegenen Anforderungen in der 2. Bundesliga.
Künftig ist Dr. Kristian Schneider bei Punktspielen die erste medizinische Instanz. Der 36-Jährige übernimmt damit eine zentrale Rolle am Spieltag. Die Entscheidung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung, mit der der Klub die medizinische Betreuung enger an den Trainings- und Spielbetrieb anbinden will.
Im Zuge der Umstellung ist Dr. Cornelius Müller-Rensmann nicht mehr der erste Ansprechpartner für die Mannschaft. Zwar behält er grundsätzlich Zugang zum Team, Kabine und Spielfeld bleiben ihm an Spieltagen jedoch verwehrt. Diese Regelung gilt ausschließlich für den Spieltag und soll laut Verein klare Abläufe gewährleisten und mögliche Unklarheiten vermeiden.
Die medizinische Verantwortung bei Pflichtspielen liegt damit eindeutig bei Schneider. Müller-Rensmann bleibt dem Klub weiterhin verbunden, allerdings in einer deutlich reduzierten und nicht operativen Rolle.
Der Verein begründet die Neustrukturierung mit den wachsenden Anforderungen im Profifußball. Die medizinische Betreuung müsse stärker präsent, enger verzahnt und verlässlicher in den Trainingsalltag integriert sein. Schneider soll deshalb mindestens einmal pro Woche persönlich beim Training vor Ort sein.
Der neue Teamarzt ist Oberarzt an der Uniklinik Münster in der Orthopädie und Unfallchirurgie. Sein Schwerpunkt liegt in der Sportorthopädie und der Behandlung von Verletzungen des Bewegungsapparates. Zudem verfügt er über Erfahrung aus der Betreuung von Leistungssportlern, unter anderem im organisierten Spitzensport außerhalb des Fußballs.