
Münster. Die Dauerkartenvergabe für die Saison 2025/26 beim SC Preußen Münster sorgt für Gesprächsstoff – und das nicht ohne Grund. Aufgrund des laufenden Stadionumbaus gelten in diesem Jahr besondere Bedingungen. Nur Fans, die bereits eine Dauerkarte für die Vorsaison hatten, dürfen verlängern. Neue Kunden gehen leer aus. Die wichtigsten Regelungen, Termine und Tipps im Überblick.
Der SC Preußen Münster bleibt bei einem festen Kontingent von rund 8.000 Dauerkarten. Diese Zahl umfasst auch Business- und Ehrenkarten. Erhältlich sind die Karten ausschließlich für Fans, die bereits in der Saison 2024/25 eine Dauerkarte besaßen. Neukunden haben aktuell keine Chance – zumindest nicht bis zur geplanten Teilöffnung der neuen Ostkurve in der Rückrunde.
Wer seine Dauerkarte verlängern möchte, muss Vereinsmitglied sein – und das spätestens bis zum 2. Juni 2025. Anders als häufig angenommen, zählt nicht der 30. Mai als Frist, sondern offiziell der 2. Juni. Ohne aktive Mitgliedschaft verfällt das Vorkaufsrecht.
Mit dem Abriss der alten Ostkurve sinkt die Stadionkapazität vorübergehend auf unter 10.500 Plätze. Dennoch versichert der Verein, dass sie nie unter 9.000 fallen wird. Die neue Osttribüne soll im vierten Quartal 2026 fertiggestellt werden. Erste Teilbereiche sollen allerdings bereits zur Rückrunde 2025/26 öffnen – inklusive der neuen, überdachten Stehkurve mit rund 8.700 Plätzen.
Die größte Veränderung betrifft die Fans auf der Gegengerade und der Westtribüne. Stehplatzinhaber müssen vorübergehend in die Blöcke K und L umziehen. Block K wird primär der aktiven Fanszene zugewiesen, Jugendliche ab 14 erhalten dort bevorzugt Plätze. In Block L sowie im restlichen offenen Bereich hatten Familien Vorrang. Erst danach zählte die Treue – insbesondere durchgängige Regionalliga-Dauerkarten.
Sitzplatzinhaber hingegen ziehen auf die neue Westtribüne. Hier können bis zu vier Personen gemeinsam platziert werden – sofern rechtzeitig koordiniert. Der neue Blockplan sieht die Blöcke G bis J von Süd nach Nord vor, angrenzend folgt Block K mit den Ultras. Die Gegengerade kommt auf eine Gesamtkapazität von knapp 3.000 Plätzen.
Ab der Rückrunde sollen die Stehplatzfans automatisch auf ihre angestammten Plätze in der neuen Ostkurve zurückkehren dürfen. Wer den Übergangsblock K oder L nicht annehmen möchte, kann seine Dauerkarte ruhen lassen. In diesem Fall gibt es zur Wiedereröffnung ein exklusives Vorkaufsrecht. Auch das zeigt: Der Verein bemüht sich um faire und flexible Lösungen für langjährige Fans.
Die Dauerkarte wird ab sofort ausschließlich digital ausgegeben. Wer dennoch eine klassische Plastikkarte bevorzugt, kann sie ab Mitte Juli gegen eine Servicegebühr von 10 Euro erhalten. Im Vergleich zum Chaos bei der Einführung des digitalen Prozesses im Vorjahr verlief die Umstellung 2025 deutlich reibungsloser. Die Fanbeauftragten unterstützten insbesondere ältere Fans bei der Umstellung – auch beim geplanten Vor-Ort-Service am Stadion Anfang Juli.
Die Stehplatzpreise bleiben stabil. Bei den Sitzplätzen hingegen ist eine moderate Erhöhung vorgesehen. Neu eingeführt wird zudem ein Zuschlag für das erweiterte Kombi-Ticket. Dieses gilt künftig im gesamten Münsterland – ein Plus für alle, die von außerhalb anreisen.
Der Baufortschritt ist klar strukturiert. Bis Ende 2025 soll die Westtribüne vollständig nutzbar sein – jedoch zunächst mit reduzierter Infrastruktur. Die Osttribüne folgt in Teilbereichen zur Rückrunde 2025/26 und vollständig bis Ende 2026. Nordtribüne und die Ecken werden Ende 2027 fertiggestellt. Der finale Ausbau mit einer Kapazität von über 19.000 Plätzen ist für das erste Halbjahr 2028 geplant.
Zahlreiche Fans wurden bereits per E-Mail informiert. Doch nicht alle Nachrichten kamen an – unter anderem wegen Spam-Filtern oder fehlerhafter Daten. Wer noch keine Rückmeldung erhalten hat, sollte sich aktiv per E-Mail oder im City-Fanshop melden. Insgesamt wurden etwa 5.500 Dauerkarteninhaber bereits versorgt, rund 500 verzichteten freiwillig. Etwa 1.000 Fälle sind derzeit noch offen, sollen aber ebenfalls ein Angebot bekommen.
Wegen der begrenzten Kapazitäten ist davon auszugehen, dass sämtliche Heimspiele ausverkauft sein werden. Der freie Verkauf wird auf wenige hundert Karten pro Partie beschränkt. Ohne Mitgliedschaft ist auch hier kein Zugang möglich. Für Fans empfiehlt es sich, frühzeitig Auswärtstickets einzuplanen.