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Der Westfälische Frieden in Münster und Osnabrück: Ein Wendepunkt in der europäischen Geschichte

Die "Umgestaltung der Altstadt Münster" ist ein zukunftsweisendes Projekt, das nicht nur das Stadtbild prägen, sondern auch die Lebensqualität seiner Bürger maßgeblich verbessern wird. Der neue Jugendrat in Münster wurde gewählt und besteht aus 30 Jugendlichen. Sie werden die Interessen der jungen Generation in die Kommunalpolitik einbringen.
Foto: hpgruesen

Was war der Westfälische Frieden?

Der Westfälische Frieden, der 1648 in den Städten Münster und Osnabrück unterzeichnet wurde, markierte das Ende des Dreißigjährigen Krieges, einer der verheerendsten Konflikte in der europäischen Geschichte. Dieser Friedensvertrag war nicht nur ein bedeutender Schritt zur Beendigung der religiösen Konflikte, die Europa zu dieser Zeit erschütterten, sondern legte auch den Grundstein für das moderne System der internationalen Beziehungen.

Der Weg zum Westfälischen Frieden

Der Dreißigjährige Krieg, der mit dem sogenannten Prager Fenstersturz begann, führte zu unermesslichem Leid und Verwüstung in weiten Teilen Europas. Soldatenheere aus Schweden, Dänemark, Preußen und vielen anderen Nationen zogen jahrzehntelang mordend und plündernd durch das Land. Das Leid und die Not der Bevölkerung waren enorm. Jeder dritte Deutsche starb in diesen Jahren, und erst im 18. Jahrhundert erreichte Deutschland wieder den Bevölkerungsstand von 1618. In manchen Regionen, wie Teilen von Norddeutschland, Niedersachsen, Mitteldeutschland sowie im heutigen Hessen und Bayern, war die bäuerliche Bevölkerung durch den Krieg praktisch ausgestorben.

Die Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück

Im Jahr 1643 kamen endlich Gesandte aus den kriegsführenden Ländern in Münster und Osnabrück zusammen, um einen Frieden auszuhandeln. Die Bedingungen waren jedoch denkbar ungünstig: Gesandte vieler Nationalitäten saßen zusammen, es musste eine gemeinsame Sprache gefunden werden, und der Krieg lief in der Zwischenzeit weiter. Das bedeutete, dass das, was an einem Tag verhandelt wurde, schon am nächsten veraltet sein konnte, weil sich die Kriegslage wieder geändert hatte.

Unterzeichnung des Westfälischen Friedens

Nach fünf langen Jahren war endlich ein Frieden zwischen den vielen verschiedenen Kriegsparteien ausgehandelt. Zwischen dem 15. Mai und dem 24. Oktober 1648 wurden mehrere Friedensverträge in Münster und Osnabrück unterzeichnet. Spanien verlor seine Machtposition, während Frankreich und Schweden als Gewinner des Krieges hervorgingen. Für Frankreich war der Westfälische Friede die Basis für seinen späteren Aufstieg. Die Niederlande und die Schweiz erhielten ihre Unabhängigkeit. Dem großen Krieg folgte ein großer Friede, denn zum ersten Mal hatten die Regierungen die Kunst des Friedensschließens gelernt und die europäischen Streitfragen gelöst. Es entstand eine neue Epoche der Diplomatie.

Die Auswirkungen des Westfälischen Friedens

Der Westfälische Frieden hatte weitreichende Auswirkungen auf Europa und die Welt. Er beendete nicht nur den Dreißigjährigen Krieg, sondern führte auch zu einer Neuordnung der politischen Landkarte Europas. Darüber hinaus etablierte er das Konzept der souveränen Staaten und legte damit den Grundstein für das moderne internationale System.

Der Westfälische Frieden heute

Heute erinnern zahlreiche Denkmäler und Veranstaltungen in Münster und Osnabrück an den Westfälischen Frieden. Diese historischen Ereignisse haben die beiden Städte geprägt und sind ein wichtiger Teil ihrer Identität. Außerdem jährt sich in diesem Jahr der Westfälische Frieden zum 375. Mal. Deshalb finden in Münster und Osnabrück mehrere Veranstaltungen zu dem Thema statt. Eine Übersicht findest du hier. 

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