
Mexiko hat nach dem Ende seiner Heim-WM einen neuen Nationaltrainer. Rafael Marquez übernimmt wie geplant die Verantwortung für die Auswahl des Co-Gastgebers von 2026. Der 47-Jährige folgt auf Javier Aguirre, der nach dem Ausscheiden gegen England seinen Rücktritt erklärt hatte. Der mexikanische Verband bestätigte die Beförderung des bisherigen Co-Trainers als Teil eines langfristig vorbereiteten Übergangs.
Der Wechsel auf der Trainerbank kommt nicht überraschend. Marquez gehörte bereits zum Stab von Javier Aguirre und war seit Monaten als dessen Nachfolger vorgesehen. Nach dem WM-Aus Mexikos wurde der Schritt nun offiziell vollzogen. Der Verband begründet die Personalie mit einem geordneten Übergang und einer klaren strategischen Perspektive für die kommenden Jahre.
Der mexikanische Fußballverband hatte in den vergangenen Monaten mehrfach betont, dass Marquez systematisch auf die wichtigste Position vorbereitet werden solle. Für Mexiko ist die Personalie auch sportpolitisch bedeutsam. Nach der Heim-WM richtet sich der Blick nun auf den Zyklus bis 2030. Marquez soll die Mannschaft weiterentwickeln und den zuletzt eingeschlagenen Weg fortsetzen. Reuters berichtet, dass die Ernennung Teil des Projekts 2030 des Verbandes ist.
Rafael Marquez zählt zu den bekanntesten Fußballern Mexikos. Als Spieler war er Kapitän der Nationalmannschaft und prägte über Jahre die Defensive. Er nahm an fünf Weltmeisterschaften teil und gehört damit zu einem kleinen Kreis von Spielern mit außergewöhnlicher WM-Erfahrung. Auch auf Vereinsebene hatte Marquez eine große Karriere. Besonders bekannt wurde er beim FC Barcelona, mit dem er nationale und internationale Titel gewann. Zuvor und danach spielte er unter anderem für Atlas Guadalajara und die AS Monaco. Seine Laufbahn als Spieler machte ihn in Mexiko zu einer Symbolfigur.
Als Nationaltrainer übernimmt Marquez zum ersten Mal in dieser Rolle eine A-Nationalmannschaft eines Landes mit hohem sportlichen Anspruch. In den vergangenen Jahren hatte er sich als Nachwuchstrainer und Co-Trainer profiliert. Der Sprung an die Seitenlinie eines WM-Gastgebers markiert nun den nächsten Karriereschritt. Marquez muss aus einem Umbruch eine stabile Perspektive formen.
Der neue Nationaltrainer übernimmt ein Team, das nach dem Heimturnier neu bewertet werden muss. Einige erfahrene Spieler könnten ihren letzten WM-Zyklus hinter sich haben, zugleich rücken jüngere Akteure stärker in den Fokus. Für Marquez beginnt damit mehr als nur ein Trainerjob. Er steht für Kontinuität, nationale Identifikation und den Versuch, Mexiko langfristig konkurrenzfähiger zu machen. Der Verband setzt auf eine bekannte Figur, die sportliches Gewicht und Autorität mitbringt.
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