
Goodbye Deutschland heute verlängert bei VOX den Jubiläumsabend bis in die Nacht. Am Montag, 10. August 2026, läuft zunächst um 20.15 Uhr „Das Beste aus 20 Jahren“. Direkt danach folgt um 22.20 Uhr „Neues Glück in Südafrika?“. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe stehen Familie Wiepert sowie Rolf und Heike Knittel. Wichtig für die Einordnung ist allerdings das Alter der gezeigten Geschichten: Die Südafrika-Ausgabe ist keine neue Folge über den aktuellen Stand der Familien im Jahr 2026, sondern wurde bereits 2023 im Fernsehen gezeigt.
Die Folge setzt zwei sehr unterschiedliche Auswanderergeschichten nebeneinander. Bei Familie Wiepert geht es um Pläne für Südafrika, die durch einen schweren persönlichen Schicksalsschlag grundlegend verändert wurden. Bei Familie Knittel steht dagegen eine bereits langjährige Auswanderung im Mittelpunkt. Die damalige Folgenbeschreibung bezeichnete die Knittels als Familie, die zu diesem Zeitpunkt bereits seit 16 Jahren in Südafrika lebte und deren ursprüngliche geschäftliche Vorstellungen sich deutlich verändert hatten. Weitere Szenen oder Entwicklungen, die über diese bekannten Eckpunkte hinausgehen, sollten vor der Ausstrahlung nicht vorweggenommen werden.
Die Geschichte ist nicht neu produziert worden. „Neues Glück in Südafrika?“ wurde am 7. August 2023 erstmals ausgestrahlt. Auch zeitgenössische VOX Beiträge begleiteten damals Lasse Wiepert und seine Töchter in Südafrika. Die heutige Ausstrahlung ist damit eine Wiederholung und kein neues Update aus dem Leben der Beteiligten. Das ist vor allem deshalb relevant, weil sich persönliche, berufliche und familiäre Verhältnisse innerhalb von drei Jahren erheblich verändern können.
Zur Familie Wiepert gehörten in der damals erzählten Geschichte Lasse und Manu Wiepert sowie ihre Töchter Toni und Zoe. Geplant war eine gemeinsame Reise nach Südafrika. Manu Wiepert war schwer an Krebs erkrankt und starb, bevor die Familie ihre Pläne so verwirklichen konnte, wie sie ursprünglich vorgesehen waren. Die spätere Reise und die Frage, welche Zukunft Südafrika für die verbliebene Familie haben könnte, bilden den persönlichen Hintergrund der gezeigten Geschichte.
Mehrere frühere VOX Beiträge zeigen, dass Lasse Wiepert anschließend mit seinen beiden Töchtern in Südafrika unterwegs war und sich mit einem möglichen neuen Zuhause beschäftigte. Darüber hinaus sollte die alte Folge jedoch nicht mit einem aktuellen Statusbericht verwechselt werden. Wo und wie die Familie Wiepert im August 2026 lebt, welche früheren Pläne umgesetzt wurden und welche Rolle Südafrika heute in ihrem Alltag spielt, ist durch die Ankündigung der heutigen Sendung nicht aktuell belegt. Entsprechende Rückschlüsse aus den Bildern von 2023 wären daher nicht gerechtfertigt.
Deutlich länger reicht die Südafrika-Geschichte von Rolf und Heike Knittel zurück. Nach Angaben ihres eigenen Unternehmens wanderten die beiden 2005 von Norderney gemeinsam mit ihren Töchtern Sally und Sidney nach Somerset West in Südafrika aus. Auch diese Auswanderung wurde von „Goodbye Deutschland“ begleitet. Die heutige Folgenbeschreibung spricht von 16 Jahren in Südafrika, was sich auf den damaligen Stand der Dreharbeiten bezieht und nicht auf das Jahr 2026.
Beruflich entwickelte sich die Familie im Pferdebereich weiter. Das Familienunternehmen World of Horses SA ist im Raum Kapstadt tätig und vertreibt unter anderem Reitsportprodukte aus Deutschland und Europa. Seit 2007 arbeitet das Unternehmen zudem mit Pferdeanhängern der deutschen Marke Böckmann. Ein deutscher Stallbauanbieter beschreibt World of Horses SA außerdem als südafrikanischen Partner für Reitanlagen, Pferdeboxen und weitere Ausstattung. Damit ist zumindest die geschäftliche Tätigkeit der Familie auch außerhalb alter Fernsehausstrahlungen dokumentiert. Konkrete aktuelle Angaben zu Umsatz, Einkommen oder wirtschaftlichem Erfolg im Jahr 2026 liegen dagegen nicht vor.
Südafrika ist für deutsche Auswanderer ein Ziel mit vergleichsweise engen wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland. Mehr als 600 deutsche Unternehmen sind im Land aktiv. Nach Angaben des Auswärtigen Amts beschäftigten deutsche Firmen dort zuletzt rund 100.000 Menschen direkt und schufen eine ähnlich große Zahl indirekter Arbeitsplätze. Deutsche Direktinvestitionen in Südafrika beliefen sich 2023 auf 7,99 Milliarden Euro. Dazu kommen enge Verbindungen in Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Das bedeutet allerdings nicht, dass eine Auswanderung automatisch einen einfachen Zugang zum südafrikanischen Arbeitsmarkt eröffnet. Südafrika hatte im ersten Quartal 2026 eine offizielle Arbeitslosenquote von 32,7 Prozent. Die Wirtschaft wuchs im selben Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent. Für Menschen mit spezialisiertem beruflichem Profil, einem bestehenden Arbeitgeber, eigenem Unternehmen oder Einkommen aus dem Ausland können sich andere Voraussetzungen ergeben als für Auswanderer, die erst nach ihrer Ankunft einen Arbeitsplatz suchen wollen.
Für deutsche Staatsangehörige ist zunächst zwischen einem Besuch und einer tatsächlichen Auswanderung zu unterscheiden. Inhaber eines deutschen Reisepasses benötigen für bestimmte kurzfristige Aufenthalte von höchstens 90 Tagen grundsätzlich kein vorher beantragtes Einreisevisum. Diese Befreiung macht aus einem touristischen oder vergleichbaren Kurzaufenthalt jedoch keine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung und auch keine allgemeine Arbeitserlaubnis.
Wer länger in Südafrika leben oder dort arbeiten will, benötigt den zum jeweiligen Aufenthaltszweck passenden Status. Das Land verfügt unter anderem über Visa für Erwerbstätige und Personen mit besonders gefragten Qualifikationen. Seit Ende 2024 werden General Work Visa und Critical Skills Visa über ein Punktesystem beurteilt. Daneben wurde ein Remote Work Visitor Visa geschaffen, das sich an Personen richtet, die für einen Arbeitgeber außerhalb Südafrikas arbeiten und ihr Einkommen aus dem Ausland beziehen. Auch für Studium, unternehmerische Tätigkeit und bestimmte familiäre Konstellationen bestehen eigene Aufenthaltskategorien.
Die südafrikanische Einwanderungspolitik befindet sich zudem weiter im Umbau. Die Regierung arbeitet 2026 an einer umfassenderen Reform des Systems und will qualifizierte Zuwanderung stärker über nachvollziehbare Kriterien steuern. Für Auswanderer bedeutet das, dass die 90 Tage Regel nicht als Grundlage für einen dauerhaften Umzug verstanden werden darf. Entscheidend sind Aufenthaltszweck, berufliche Situation und die dafür vorgesehene Visakategorie.
Für gut vorbereitete Auswanderer kann Südafrika wirtschaftliche Möglichkeiten bieten. Die große Zahl deutscher Unternehmen erleichtert beispielsweise in bestimmten Branchen den Aufbau geschäftlicher Kontakte. Hinzu kommen internationale Wirtschaftsstandorte wie Johannesburg und Kapstadt sowie die Möglichkeit, als Unternehmer oder mit einem bestehenden ausländischen Arbeitsverhältnis ins Land zu gehen. Das Remote Work Visa hat für diese letzte Gruppe einen zusätzlichen legalen Aufenthaltsweg geschaffen.
Die Erfahrungen der Knittels zeigen zugleich ein Grundmuster, das „Goodbye Deutschland“ seit Jahren begleitet: Ein Geschäftsmodell muss nach einem Umzug nicht genauso funktionieren wie ursprünglich erwartet. Ein neuer Markt bringt andere Kunden, Vorschriften, Kostenstrukturen und Konkurrenzbedingungen mit sich. Bei den Knittels entwickelte sich aus den früheren Plänen langfristig ein Unternehmen im Pferdebereich mit deutschen und europäischen Marken. Welche wirtschaftliche Situation die Familie im Jahr 2026 konkret hat, lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.
Neben wirtschaftlichen Fragen spielt die Sicherheitslage eine wichtige Rolle. Das Auswärtige Amt weist auch 2026 auf eine sehr hohe Kriminalitätsrate in Südafrika hin. Genannt werden unter anderem schwere Raubüberfälle, Diebstähle, Einbrüche und Gewaltdelikte. Das Risiko ist regional unterschiedlich, dennoch beeinflusst die Sicherheitslage bei vielen Einwohnern die Wahl des Wohnorts, die Mobilität und den Alltag.
Auswandern nach Südafrika ist deshalb mehr als die Entscheidung für Landschaft, Klima oder einen neuen beruflichen Anfang. Wohnlage, Verkehr, Absicherung, Aufenthaltsstatus und eine realistische finanzielle Planung gehören ebenso zur Vorbereitung. Gleichzeitig wäre es verkürzt, das Land allein über Risiken zu definieren. Südafrika zählt Mitte 2026 rund 63,5 Millionen Einwohner, verfügt über eine große, überwiegend dienstleistungsorientierte Volkswirtschaft und unterhält intensive wirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland.
Wer die Sendung nicht linear bei VOX sehen möchte, findet „Neues Glück in Südafrika?“ aktuell auch als eigene Episode bei RTL+. Die Plattform führt sie für den 10. August 2026 als Folge 26. Ein konkretes Datum, an dem die Episode wieder aus dem Angebot genommen werden soll, ist auf der öffentlich sichtbaren Episodenseite derzeit nicht angegeben. Eine feste Aussage wie sieben Tage oder 30 Tage Verfügbarkeit wäre deshalb nicht belegt.
Im linearen VOX Programm beginnt die Folge am Montag um 22.20 Uhr und läuft laut aktuellem RTL+ Programm bis 00.20 Uhr. Einen eindeutig bestätigten weiteren linearen Wiederholungstermin für genau diese Südafrika-Ausgabe weist RTL+ derzeit nicht aus. Für Montag, 17. August 2026, ist auf der Folgenübersicht bereits „Existenzkampf unter der Sonne Floridas“ gelistet. Die sichere Alternative zur heutigen Fernsehausstrahlung ist damit zunächst der Abruf bei RTL+.
Der Sendeplatz fügt sich in einen besonderen Sommer für „Goodbye Deutschland“ ein. Die Doku Soap startete am 15. August 2006 bei VOX und wird damit in diesen Tagen 20 Jahre alt. Für das Jubiläum hat der Sender mehrere Rückblicksausgaben ins Programm genommen. Am heutigen Montag steht um 20.15 Uhr „Das Beste aus 20 Jahren“ auf dem Plan. Erst um 22.20 Uhr wechselt der Abend zur älteren Südafrika-Ausgabe.
Damit kombiniert VOX zwei unterschiedliche Perspektiven auf die lange Geschichte des Formats. Zur besten Sendezeit steht der große Jubiläumsrückblick auf bekannte Auswanderer und prägende Geschichten im Mittelpunkt. Danach folgt mit Familie Wiepert und Familie Knittel eine konkrete Archivfolge, die exemplarisch zeigt, wie unterschiedlich Auswanderungsbiografien verlaufen können. Für Zuschauer ist dabei vor allem die zeitliche Trennung entscheidend: Die Südafrika-Geschichte dokumentiert einen früheren Lebensabschnitt und ist nicht als aktueller Bericht darüber zu verstehen, wie es allen Beteiligten im August 2026 geht.






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