
Undercover Boss bei MediaMarktSaturn läuft am Montag, 10. August 2026, um 20.15 Uhr bei RTL. Wer eine neue Ausgabe erwartet, sollte allerdings wissen: Der Sender zeigt die Folge mit Media Markt und Saturn erneut. Ihre deutsche TV-Premiere hatte sie bereits am 21. Juli 2025. Im Mittelpunkt steht diesmal nicht nur eine einzelne Führungskraft. Mario Pieper und Berit Behl wechseln für das RTL-Format ihre gewohnten Rollen und arbeiten verdeckt in Filialen des Elektronikhändlers. Die Sendung ist im RTL-Programm bis 22.15 Uhr eingeplant. Bei RTL+ wird sie mit einer reinen Laufzeit von rund einer Stunde und 26 Minuten geführt.
Für die MediaMarktSaturn-Ausgabe setzt „Undercover Boss“ auf einen doppelten Perspektivwechsel. Mario Pieper ist Geschäftsführer im Bereich Services & Solutions bei MediaMarktSaturn Deutschland. Berit Behl arbeitet als Regionalmanagerin im Unternehmen. Damit begegnen sich in der Folge zwei unterschiedliche Führungsbereiche: Einerseits geht es um Dienstleistungen und zusätzliche Angebote rund um Elektronikprodukte, andererseits um das operative Geschäft in den Märkten.
Die offizielle Folgenbeschreibung nennt Filialen in Hamburg, München und Erding als Einsatzorte. Dort arbeiten Pieper und Behl verdeckt und sollen unmittelbar erleben, wie Abläufe funktionieren, die im normalen Führungsalltag vor allem über Kennzahlen, Berichte und Gespräche sichtbar werden. Als Ziel der Folge nennt RTL insbesondere die Stärkung des stationären Handels und die Suche nach Wegen, sich im Wettbewerb mit dem Onlinehandel zu behaupten. Darüber hinausgehende einzelne Begegnungen oder konkrete Reaktionen von Beschäftigten werden hier bewusst nicht vorweggenommen.
Das Grundkonzept der Sendung ist seit dem deutschen Start am 28. März 2011 nahezu unverändert. Führungskräfte größerer Unternehmen verlassen für einige Tage ihre gewöhnliche Position und arbeiten unerkannt in Bereichen mit, in denen sie im Berufsalltag normalerweise nicht selbst eingesetzt werden. Je nach Unternehmen können das Verkauf, Logistik, Service, Produktion, Reinigung oder andere operative Tätigkeiten sein.
RTL beschreibt den Einsatz so, dass die Manager als Aushilfen, Auszubildende oder Quereinsteiger auftreten. Ein Produktionsteam verändert ihr Aussehen so deutlich, dass Beschäftigte sie möglichst nicht erkennen. Dafür kommen beispielsweise Make-up, Perücken, veränderte Frisuren, Brillen oder andere äußerliche Veränderungen zum Einsatz. Eine allgemein veröffentlichte detaillierte Regelordnung, die für jede Folge exakt dieselben Verkleidungsschritte oder eine bestimmte Zahl an Einsätzen vorschreibt, gibt RTL auf seiner Sendungsseite nicht an.
Die Kameras werden im Format mit einer zusätzlichen Geschichte erklärt. Nach Angaben von RTL wird den beteiligten Beschäftigten vermittelt, dass der vermeintliche neue Kollege oder die neue Kollegin an einer anderen Reality-Produktion teilnimmt. Die tatsächliche Funktion als Führungskraft soll dadurch bis zur Auflösung verborgen bleiben.
Ein wesentliches Element von „Undercover Boss“ ist die spätere Auflösung. Die Führungskraft trifft nach den verdeckten Einsätzen Beschäftigte wieder und gibt ihre tatsächliche Identität preis. Nach der allgemeinen RTL-Beschreibung werden Beteiligte nach Abschluss der Dreharbeiten in die Unternehmenszentrale eingeladen. Dort werden Erfahrungen aus den Einsätzen besprochen.
In der Geschichte des Formats gehören persönliche Anerkennung und konkrete Unterstützungen ebenfalls regelmäßig zu dieser Schlussphase. RTL nennt als mögliche Beispiele Gutscheine, Reisen oder berufliche Entwicklungsmöglichkeiten wie Beförderungen. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass jede teilnehmende Person automatisch eine bestimmte Belohnung erhält. Welche Entscheidungen Mario Pieper und Berit Behl in der MediaMarktSaturn-Ausgabe treffen, gehört zur Dramaturgie der Sendung und sollte nicht durch erfundene oder verallgemeinerte Angaben ergänzt werden.
Gerade diese Auflösung ist ein zentraler Bestandteil des Formats. Die Beschäftigten erfahren, mit wem sie tatsächlich gearbeitet haben. Gleichzeitig müssen sich die Führungskräfte mit den Eindrücken auseinandersetzen, die sie während ihrer Einsätze gewonnen haben.
Media Markt und Saturn sind die wichtigsten Handelsmarken der MediaMarktSaturn-Gruppe. Hinter dem operativen Geschäft steht die MediaMarktSaturn Retail Group. Deren Muttergesellschaft ist die börsennotierte CECONOMY AG. Der Konzern ist in elf europäischen Ländern vertreten und betreibt nach eigenen aktuellen Angaben rund 1.070 Märkte. Europaweit beschäftigt die Gruppe ungefähr 50.000 Menschen.
Damit treffen in der RTL-Folge bekannte deutsche Handelsmarken auf eine Unternehmensstruktur, die längst weit über den klassischen Elektromarkt hinausreicht. MediaMarktSaturn versucht, stationäre Geschäfte, Onlineshops, Marktplatzangebote, Dienstleistungen und digitale Kundenangebote zu einer gemeinsamen Plattform zu verbinden.
Diese Entwicklung erklärt auch, warum das Thema der „Undercover Boss“-Folge weiterhin aktuell wirkt, obwohl die Sendung erstmals 2025 ausgestrahlt wurde. Die Frage, welche Aufgabe eine große Filiale noch erfüllt, wenn Preise und Produkte innerhalb weniger Sekunden online verglichen werden können, beschäftigt den Elektronikhandel weiterhin.
Wirtschaftlich befindet sich der Mutterkonzern von MediaMarktSaturn nach den jüngsten veröffentlichten Zahlen in einer Wachstumsphase. CECONOMY meldete Ende Juli 2026 für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 einen Umsatz von 18,4 Milliarden Euro. Das waren fünf Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern, das bereinigte EBIT, stieg nach Unternehmensangaben um 22 Prozent von 280 auf 342 Millionen Euro. Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um acht Prozent. CECONOMY bestätigte zugleich seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr und peilt ein bereinigtes EBIT von rund 500 Millionen Euro an.
Bemerkenswert ist dabei, dass nicht nur der Onlinebereich wächst. Das Onlinegeschäft legte im dritten Quartal um 18,3 Prozent zu. Zugleich meldete das Unternehmen für das stationäre Geschäft einen Zuwachs von 4,8 Prozent. Der Onlineanteil am Gesamtumsatz lag nach neun Monaten bei 28,2 Prozent. Die Zahlen unterstreichen die Strategie, Filialen und digitale Angebote nicht als getrennte Welten zu behandeln.
Der Wettbewerb mit reinen Onlineanbietern bleibt eines der bestimmenden Themen im Elektronikhandel. Kunden können Preise direkt auf dem Smartphone vergleichen, Produkte online bestellen und teilweise noch am selben Tag erhalten. Große stationäre Händler versuchen deshalb, ihre Filialen stärker mit digitalen Angeboten zu verknüpfen.
Für MediaMarktSaturn gewinnen außerdem Dienstleistungen an Bedeutung. Dazu gehören Angebote rund um Installation, Reparatur, Rücknahme oder den Weiterverkauf gebrauchter und aufbereiteter Geräte. Der Konzern baut daneben seinen eigenen Online-Marktplatz aus, auf dem auch externe Händler Produkte anbieten können.
Ein weiterer wachsender Bereich ist Retail Media. Dabei verkauft der Händler Werbemöglichkeiten an Hersteller und andere Marken, die Kunden unmittelbar im Umfeld des Kaufprozesses erreichen wollen. Nach den jüngsten CECONOMY-Zahlen entwickelte sich dieses Geschäft besonders dynamisch.
Hinzu kommt künstliche Intelligenz. MediaMarktSaturn setzt unter anderem auf KI-gestützte Produktsuche und digitale Unterstützung. Auch branchenweit verändert KI den Einkaufsprozess. Die GFU Consumer & Home Electronics verweist für 2026 darauf, dass digitale Assistenten zunehmend bei Produktsuche, Empfehlungen und Preisvergleichen eingesetzt werden. Für Händler wird damit neben dem traditionellen Verkaufsgespräch auch die digitale Auffindbarkeit von Angeboten wichtiger.
Für klassische Elektronikhändler bedeutet diese Entwicklung, dass große Ladenflächen allein kaum noch ein Wettbewerbsvorteil sind. Beratung, sofortige Verfügbarkeit, Abholung bereits online gekaufter Ware, Reparaturdienste und persönliche Unterstützung sollen Gründe liefern, weiterhin eine Filiale aufzusuchen.
MediaMarktSaturn beschreibt seine eigene Entwicklung deshalb als Wandel vom traditionellen Händler zur Omnichannel-Serviceplattform. Mehr als 40 Prozent des Rohertrags werden nach Angaben des Konzerns inzwischen außerhalb des klassischen Kerngeschäfts mit dem reinen Produktverkauf erwirtschaftet.
Mittelfristig setzt CECONOMY auf weiteres Wachstum. Für das Geschäftsjahr 2028/29 nennt das Unternehmen als Ziel rund 24 Milliarden Euro Umsatz und ein bereinigtes EBIT von etwa 800 Millionen Euro. Services, Online-Marktplatz, Eigenmarken, Retail Media und zusätzliche Angebote für Hersteller sollen dazu beitragen.
Parallel läuft der geplante Einstieg des chinesischen Handels- und Technologiekonzerns JD.com bei CECONOMY weiter. Deutschland hat die erforderliche Investitionskontrollfreigabe inzwischen erteilt. Anfang Juli erklärte CECONOMY, die noch ausstehenden regulatorischen Genehmigungen im zweiten Halbjahr 2026 zu erwarten.
Im linearen RTL-Programm beginnt „Undercover Boss“ heute um 20.15 Uhr und endet um 22.15 Uhr. Die MediaMarktSaturn-Ausgabe ist keine Erstausstrahlung. Ihre TV-Premiere fand am 21. Juli 2025 statt, zuvor war sie bereits über RTL+ verfügbar.
Eine weitere lineare Ausstrahlung dieser konkreten Folge nach dem heutigen Montag ist im derzeit veröffentlichten kurzfristigen RTL-Programm nicht ausgewiesen. Zuschauer können die Folge allerdings weiterhin über RTL+ abrufen. Dort wird sie aktuell unter dem Titel „Media Markt / Saturn“ angeboten.
Wie lange genau sie dort verfügbar bleibt, ist derzeit nicht öffentlich ausgewiesen. Auf der aktuellen RTL+-Folgenseite wird kein konkretes Datum genannt, an dem das Video aus dem Angebot entfernt werden soll. Eine feste Verfügbarkeit bis zu einem bestimmten Tag lässt sich daher nicht belastbar angeben.
„Undercover Boss“ besitzt ein Formatprinzip, das sich auf sehr unterschiedliche Unternehmen übertragen lässt. Seit 2011 kann RTL dieselbe Grundidee immer wieder mit anderen Branchen füllen. Hotels, Gastronomie, Handel, Dienstleistungen und Logistik unterscheiden sich stark, das Grundproblem bleibt aber ähnlich: Was erlebt eine Führungskraft, wenn sie die eigene Organisation nicht aus dem Büro, sondern aus der Perspektive eines neuen Mitarbeiters betrachtet?
Hinzu kommt der Wiedererkennungswert großer Marken. Zuschauer kennen viele der teilnehmenden Unternehmen aus ihrem eigenen Alltag. Bei Media Markt und Saturn dürfte ein großer Teil des Publikums selbst schon einmal eingekauft, Ware abgeholt, eine Beratung genutzt oder ein Produkt reklamiert haben. Dadurch werden interne Abläufe unmittelbar verständlich.
Das Format verbindet zudem drei klare dramaturgische Elemente. Zunächst steht die äußerliche Verwandlung, danach folgt der Rollenwechsel im Arbeitsalltag, am Ende kommt die Auflösung. Die Zuschauer kennen die tatsächliche Identität, während die Beschäftigten sie zunächst nicht kennen. Aus diesem Wissensvorsprung entsteht ein großer Teil der Spannung.
Bei der MediaMarktSaturn-Folge kommt noch ein aktuelles wirtschaftliches Thema hinzu. Stationärer Handel und Onlinegeschäft stehen nicht mehr einfach gegeneinander. Händler versuchen, beide Bereiche miteinander zu verbinden. Genau diese Entwicklung macht den verdeckten Blick auf Filialarbeit auch bei der heutigen Wiederholung noch relevant.






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