Köln plant für den El-Mala-Fall: Dieser Spieler gilt als Ersatz

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Der Said-El-Mala-Transfer zum BVB könnte beim 1. FC Köln eine weitere Personalentscheidung auslösen. Als möglicher Nachfolger des 19 Jahre alten Offensivspielers gilt Marcel Reguła von Zagłębie Lubin. Nach Angaben der „Sport Bild“ hat Kölns Sportchef Thomas Kessler Gespräche mit dem polnischen Erstligisten aufgenommen. Eine Einigung oder ein Angebot des FC ist bislang nicht offiziell bestätigt. Parallel hat Borussia Dortmund sein Werben um El Mala offenbar noch einmal intensiviert.

Marcel Reguła gilt als Kandidat für die El-Mala-Nachfolge

Nach Informationen der „Sport Bild“ hat sich der 1. FC Köln bei der Suche nach einem möglichen Ersatz auf Marcel Reguła konzentriert. Der 19-Jährige spielt für Zagłębie Lubin in der polnischen Ekstraklasa und wird überwiegend im offensiven Mittelfeld sowie auf den offensiven Außenpositionen eingesetzt. Der polnische U21-Nationalspieler steht bei seinem Klub noch bis zum Ende der Saison 2027/28 unter Vertrag. Diese Vertragslaufzeit hatte Zagłębie bei seiner Verlängerung offiziell mitgeteilt.

Die „Sport Bild“ beziffert die mögliche Ablöse auf acht Millionen Euro. Dem Bericht zufolge steht Kessler bereits in direktem Kontakt mit Zagłębie Lubin, ein Abschluss soll jedoch von einem Verkauf El Malas abhängen. Eine offizielle Bestätigung für Verhandlungen, eine Einigung über die Ablöse oder bereits ausgehandelte Vertragsdaten mit Reguła gibt es weder vom 1. FC Köln noch von Zagłębie. Transfermarkt taxiert Regułas Marktwert derzeit auf sieben Millionen Euro. In der vergangenen Saison wurde er in Polen zudem als bester Nachwuchsspieler der Ekstraklasa ausgezeichnet.

BVB soll neues Paket über 55 Millionen Euro vorgelegt haben

Im Poker um El Mala hat Borussia Dortmund nach Angaben von Sky inzwischen ein neues Angebot beim 1. FC Köln eingereicht. Der Sender berichtete am Dienstagabend, 11. August, von einem Gesamtpaket über bis zu 55 Millionen Euro. Wie sich Fixbetrag und Bonuszahlungen bei dieser jüngsten Offerte genau zusammensetzen, wurde in dem Bericht zunächst nicht vollständig ausgewiesen. Eine Annahme durch Köln war bis Mittwochvormittag nicht bestätigt.

Die vorherigen Zahlen unterschieden sich teilweise je nach Quelle. Sky hatte zunächst von einem Dortmunder Angebot über 26 Millionen Euro garantiert sowie bis zu 16 Millionen Euro an Boni berichtet. „Bild“ nannte für eine frühe Offerte dagegen 34 Millionen Euro plus sechs Millionen Euro Boni. Später berichtete Sky von einem abgelehnten Angebot über 37 Millionen Euro fest und weitere acht Millionen Euro an möglichen Zuschlägen. Damit hätte das Paket maximal 45 Millionen Euro erreicht.

Kölns Forderung stieg im Verlauf der Verhandlungen

Auch auf Kölner Seite haben sich die kolportierten Summen im Laufe des Sommers verändert. Sky berichtete am 8. August, die sportliche Leitung und die zuständigen FC-Gremien hätten sich darauf verständigt, mindestens 50 Millionen Euro als garantierte Sockelablöse zu verlangen, zuzüglich möglicher Bonuszahlungen. „Bild“ schrieb zuletzt ebenfalls von einem geforderten Paket von mehr als 50 Millionen Euro.

Offiziell hat der FC keine konkrete Verkaufssumme für El Mala genannt. Sportchef Thomas Kessler erklärte am vergangenen Wochenende bei MagentaTV vielmehr, Köln habe wegen des langfristigen Vertrags keinen Grund für einen Verkauf. Er gehe davon aus, dass El Mala in der kommenden Bundesliga-Saison für den FC spielen werde. Damit unterscheidet sich die öffentliche Position des Klubs weiterhin deutlich von den Berichten über die laufenden Verhandlungen.

BVB-Verantwortliche bestätigen keinen konkreten El-Mala-Poker

Auch Borussia Dortmund hält sich mit öffentlichen Aussagen zum Spieler zurück. BVB-Geschäftsführer Lars Ricken erklärte bei Sky nach dem Testspiel gegen Arsenal, El Mala sei weiterhin Spieler des 1. FC Köln. Aus Respekt vor anderen Vereinen wolle Dortmund nicht öffentlich über dort unter Vertrag stehende Profis sprechen. Ricken betonte zugleich grundsätzlich, der BVB müsse bei Transfers wirtschaftlich vernünftig handeln und um jeden Euro kämpfen.

Trainer Niko Kovac äußerte sich ähnlich zurückhaltend. Dortmund wolle die verbleibende Transferperiode nutzen, aber keine vorschnellen Entscheidungen treffen. Konkrete Summen oder Verhandlungen mit Köln bestätigten weder Ricken noch Kovac. Die Angaben über die verschiedenen BVB-Angebote und die jüngste Offerte über bis zu 55 Millionen Euro beruhen damit weiterhin auf den Informationen der berichtenden Medien.

El Mala ist bis 2030 an den 1. FC Köln gebunden

Der 1. FC Köln besitzt vertraglich eine starke Position. Said El Mala verlängerte gemeinsam mit seinem Bruder Malek im Juli 2025 vorzeitig bis zum Sommer 2030. Der FC bestätigte die Laufzeit damals offiziell. Ein kurzfristiger Verkaufszwang besteht deshalb nicht. El Mala kann den Klub in diesem Sommer nur verlassen, wenn Köln einem Transfer zustimmt.

Sportlich entwickelte sich der Flügelspieler in seiner ersten vollständigen Bundesliga-Saison zum Leistungsträger. FotMob weist für die Saison 2025/26 insgesamt 13 Bundesligatore und vier Vorlagen aus. Andere Statistikanbieter kommen wettbewerbsübergreifend beziehungsweise aufgrund unterschiedlicher Assist-Zählweisen auf fünf Vorlagen. Transfermarkt bewertet El Mala seit dem Marktwert-Update vom 27. Mai 2026 mit 45 Millionen Euro. Der Marktwert ist eine Schätzung und nicht mit einer Ablöseforderung oder einem tatsächlichen Transferpreis gleichzusetzen.

Reguła wäre ebenfalls eine Investition in ein großes Talent

Mit Reguła würde Köln keinen erfahrenen Ersatz holen, sondern erneut auf einen entwicklungsfähigen jungen Offensivspieler setzen. Der 19-Jährige stammt aus der Nachwuchsarbeit von Zagłębie Lubin und etablierte sich bereits als Teenager in der ersten Mannschaft. Für die Saison 2025/26 weisen die gängigen Statistikdatenbanken 31 Ligaspiele, fünf Treffer und drei Vorlagen aus. Zudem gehört er zur polnischen U21-Nationalmannschaft.

Sein langfristiger Vertrag bis 2028 erklärt zugleich, weshalb Zagłębie trotz seines jungen Alters eine substanzielle Ablöse verlangen könnte. Die von der „Sport Bild“ genannten acht Millionen Euro sind bislang jedoch lediglich eine kolportierte Größenordnung. Dass Köln diese Summe bereits akzeptiert oder mit Zagłębie eine vollständige Einigung erzielt hätte, war am Mittwochvormittag nicht bestätigt.

Köln braucht bei einem Verkauf schnell Ersatz

Für den FC hätte ein El-Mala-Abgang erhebliche sportliche Folgen. Mit seinen 13 Bundesligatoren gehörte der Flügelspieler in der vergangenen Saison zu den wichtigsten Offensivkräften der Kölner. Sein Tempo, seine Dribblings und seine Fähigkeit, selbst Abschlüsse zu kreieren, lassen sich innerhalb des bestehenden Kaders nicht ohne Weiteres ersetzen. Deshalb würde der Klub einen Teil einer möglichen Rekordeinnahme voraussichtlich unmittelbar in die Offensive investieren müssen.

Hinzu kommt der Faktor Zeit. Je später ein Verkauf zustande kommt, desto schwieriger wird es für Köln, einen Ersatz zu verpflichten und vor dem Bundesliga-Start in die Mannschaft zu integrieren. Bereits frühere Berichte hatten deshalb beschrieben, dass der FC seine finanziellen Vorstellungen mit fortschreitendem Transferfenster erhöhen könnte. Eine öffentlich festgelegte Deadline für einen El-Mala-Verkauf hat der Verein allerdings nicht genannt.

Noch knapp drei Wochen für beide Transfers

Das deutsche Sommertransferfenster läuft nach dem derzeitigen Zeitplan bis zum 1. September 2026. Vom 12. August aus bleiben den Vereinen damit noch knapp drei Wochen für mögliche Abschlüsse. Gleichzeitig beginnt die Bundesliga bereits am Wochenende vom 28. bis 30. August. Köln startet am 29. August gegen die TSG Hoffenheim in die neue Saison.

Damit könnte sich die Personalie El Mala schon vor dem ersten Ligaspiel entscheiden. Voraussetzung für einen Wechsel bleibt eine Einigung zwischen Dortmund und Köln. Erst danach dürfte auch die mögliche Verpflichtung Regułas konkreter werden. Bislang sind weder El Malas Wechsel zum BVB noch Regułas Transfer zum 1. FC Köln offiziell bestätigt.

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