
Bei Maischberger heute stehen am Mittwochabend vor allem Europas Verhältnis zu den USA, die Sicherheit des Kontinents und die Lage der deutschen Wirtschaft im Mittelpunkt. Sandra Maischberger begrüßt am 12. August 2026 insgesamt sechs Gäste. Die Sendung beginnt um 23:20 Uhr im Ersten und läuft bis 00:35 Uhr. Neben dem CDU Außenpolitiker Armin Laschet und dem früheren US General Ben Hodges ist TUI Vorstandschef Sebastian Ebel eingeladen. Ulrich Wickert, Kerstin Palzer und Paul Ronzheimer kommentieren das politische Geschehen.
Als erster Schwerpunkt ist das „transatlantische Verhältnis und die europäische Sicherheit“ angekündigt. Darüber diskutieren Armin Laschet und Ben Hodges. Laschet gehört der CDU an und steht seit Mai 2025 dem Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages vor. Zuvor war er unter anderem Ministerpräsident von Nordrhein Westfalen, Mitglied des Europäischen Parlaments und 2021 Kanzlerkandidat von CDU und CSU. Ben Hodges ist Generalleutnant im Ruhestand. Von 2014 bis 2017 führte er die US Landstreitkräfte in Europa und beschäftigt sich weiterhin intensiv mit NATO und europäischer Sicherheit.
Hinter dem Thema steht eine grundlegende Debatte darüber, wie viel Verantwortung Europa künftig selbst für seine Verteidigung übernehmen muss. Beim NATO Gipfel 2025 hatten sich die Bündnispartner verpflichtet, ihre verteidigungsbezogenen Ausgaben bis 2035 auf insgesamt fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung zu erhöhen. Davon sollen mindestens 3,5 Prozent auf klassische Verteidigungsausgaben entfallen. Die europäischen NATO Staaten und Kanada steigerten ihre entsprechenden Ausgaben bereits deutlich. Beim NATO Gipfel in Ankara im Juli 2026 bekräftigten die Mitglieder zudem ihre Unterstützung für die Ukraine.
Laschet vertritt seit Längerem die Position, dass Europa militärisch eigenständiger werden müsse, die transatlantische Partnerschaft aber weiterhin brauche. Anfang 2026 erklärte er, Europa wäre bei einem abrupten Ausscheiden der Vereinigten Staaten aus der NATO derzeit nicht in der Lage, sich vollständig selbst zu verteidigen. Zugleich drängt der CDU Politiker auf eine stärkere europäische Handlungsfähigkeit. Damit bewegt er sich zwischen dem Festhalten am Bündnis mit Washington und der Forderung nach größeren europäischen Fähigkeiten.
Hodges tritt ebenfalls für eine starke NATO ein, betont allerdings besonders die strategische Bedeutung amerikanischer Präsenz in Europa. Der ehemalige Befehlshaber hat wiederholt argumentiert, dass US Truppen auf dem Kontinent nicht nur europäischen, sondern auch amerikanischen Sicherheitsinteressen dienen. Er gehört zudem zu den Befürwortern einer starken militärischen Unterstützung der Ukraine und einer stärkeren europäischen Verteidigungsfähigkeit. Welche konkreten Streitpunkte Laschet und Hodges am Mittwoch setzen werden, war vor der Sendung nicht angekündigt.
Ein zweiter großer Themenblock widmet sich der „deutschen Wirtschaft und den Problemen der Tourismus Branche“. Dazu ist Sebastian Ebel eingeladen. Er führt die TUI Group seit Oktober 2022 als Vorstandsvorsitzender. Sein Vertrag wurde inzwischen bis 2028 verlängert. Der Tourismuskonzern gehört mit Veranstaltergeschäft, Fluggesellschaften, Hotels, Kreuzfahrten und Reisevertrieb zu den großen internationalen Unternehmen der Branche.
Die wirtschaftliche Ausgangslage ist gemischt. Deutschlands Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal 2026 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Die Exporte legten zu, während sich der Konsum verhalten entwickelte und die Investitionen zurückgingen. Gleichzeitig lag die Inflationsrate im Juli nach einer ersten Schätzung bei 2,8 Prozent. Damit befindet sich die deutsche Wirtschaft zwar wieder auf Wachstumskurs, die Dynamik bleibt jedoch begrenzt.
Unmittelbar vor der Maischberger Sendung wurden neue Zahlen zum Deutschlandtourismus veröffentlicht. Im Juni 2026 registrierten Hotels, Pensionen, Campingplätze und andere Beherbergungsbetriebe 48,9 Millionen Übernachtungen. Das waren 2,9 Prozent weniger als im Juni 2025. Der Rückgang folgt allerdings auf ein Rekordjahr. 2025 hatte Deutschland mit insgesamt 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Höchstwert erreicht.
Bei TUI selbst zeigte sich das Geschäft zuletzt robuster. Der Konzern meldete für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 erneut steigende operative Ergebnisse, verwies zugleich aber auf wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten. Ebel setzt unter anderem auf Hotels, Kreuzfahrten, digitale Buchungsplattformen und eine stärkere Verknüpfung der verschiedenen Konzernbereiche. Damit dürfte das Gespräch auch die Frage berühren, wie widerstandsfähig die Reisebranche angesichts höherer Kosten und geopolitischer Krisen ist. Welche Einzelaspekte Maischberger mit Ebel konkret diskutiert, war vorab nicht veröffentlicht.
Die journalistische Kommentatorenrunde besteht aus Ulrich Wickert, Kerstin Palzer und Paul Ronzheimer. Wickert gehört zu den bekanntesten früheren Nachrichtengesichtern der ARD. Von 1991 bis 2006 war er Hauptmoderator der Tagesthemen und arbeitete zuvor unter anderem als ARD Auslandskorrespondent. Kerstin Palzer berichtet als Korrespondentin des MDR aus dem ARD Hauptstadtstudio in Berlin über die Bundespolitik.
Paul Ronzheimer ist stellvertretender Chefredakteur der Bild und arbeitet seit Jahren auch als Reporter in internationalen Kriegs und Krisengebieten. Die drei sind nicht als direkte Kontrahenten der Gesprächspartner angekündigt, sondern für die kommentierende Runde vorgesehen. Das Format kombiniert damit erneut längere Einzelgespräche und Streitgespräche mit einer journalistischen Einordnung aktueller politischer Entwicklungen.
Die Ausgabe am Mittwoch, 12. August 2026, beginnt um 23:20 Uhr im Ersten. Nach dem aktuellen Programm endet die Sendung um 00:35 Uhr, sodass eine Länge von 75 Minuten vorgesehen ist. Danach folgt eine Tagesschau Ausgabe. Die Sendereihe selbst ist außerdem in der ARD Mediathek vertreten. Dort werden die Ausgaben nach der Fernsehausstrahlung zum Abruf angeboten.
Auf der offiziellen Seite zur heutigen Ausgabe ist bereits eine Vorschau hinterlegt. Die ARD führt die Inhalte der Sendereihe zudem gesammelt in ihrer Mediathek. Wer die Fernsehausstrahlung um 23:20 Uhr verpasst, kann Maischberger damit zeitversetzt ansehen. Zusätzlich werden Folgen regelmäßig im linearen Fernsehen wiederholt.
Sandra Maischberger startete ihre Talkshow im Ersten am 2. September 2003 unter dem Titel „Menschen bei Maischberger“. Dieses Format lief mehr als zwölf Jahre. Anfang 2016 wurde die Sendung konzeptionell verändert und in „Maischberger“ umbenannt. Weitere Veränderungen folgten später unter anderem mit dem zwischenzeitlichen Titel „maischberger. die woche“. Seit 2022 wird das Format regulär zweimal pro Woche ausgestrahlt.
Der reguläre Rhythmus liegt derzeit bei Dienstag und Mittwoch, wobei sich die genaue Anfangszeit abhängig vom übrigen Programm verschieben kann. Damit unterscheidet sich Maischberger von der sonntäglichen ARD Talkshow Caren Miosga und ergänzt weitere politische Gesprächsformate des öffentlich rechtlichen Rundfunks. Das Konzept setzt regelmäßig auf direkte Gespräche zwischen wenigen Gästen und eine zusätzliche Kommentatorenrunde.
Im ersten Halbjahr 2026 kam Maischberger nach einer Auswertung von Quotenmeter bei 33 untersuchten Ausgaben durchschnittlich auf rund 1,28 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Der durchschnittliche Marktanteil beim Gesamtpublikum betrug 12,2 Prozent. Bei den 14 bis 49 Jährigen wurden im Mittel etwa 180.000 Menschen und ein Marktanteil von 8,7 Prozent erreicht.
Die Werte schwankten allerdings deutlich zwischen den einzelnen Abenden. Besonders stark war die Sendung im März, während einzelne Ausgaben im April und Mai niedrigere Werte erreichten. Insgesamt blieb das Format im ersten Halbjahr damit vergleichsweise stabil. Nach mehr als zwei Jahrzehnten gehört Maischberger weiterhin zu den etablierten politischen Talkformaten des Ersten und besetzt vor allem den späten Dienstag und Mittwochabend.






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