
Die A1-Sperrung zwischen Kamen und Schwerte sorgt am langen Wochenende für erhebliche Einschränkungen auf einer der wichtigsten Autobahnverbindungen in Nordrhein-Westfalen. Seit Freitagabend, 2. Oktober 2026, 20 Uhr, ist die A1 zwischen den Anschlussstellen Kamen-Zentrum und Schwerte in Fahrtrichtung Köln vollständig gesperrt. Die Vollsperrung soll bis Montagmorgen, 5. Oktober, um 5 Uhr dauern. Autofahrer sollen den Bereich großräumig über andere Autobahnen umfahren.
Betroffen ist ausschließlich die Fahrtrichtung Köln. Zwischen Kamen-Zentrum und Schwerte steht dort während der Bauarbeiten keine Fahrspur zur Verfügung. Damit dauert die angekündigte Sperrung von Freitag um 20 Uhr bis Montag um 5 Uhr insgesamt 57 Stunden. Die Autobahn GmbH nutzt das Wochenende, um die Baustellenverkehrsführung im Bereich des Autobahnkreuzes Dortmund/Unna anzupassen. Gleichzeitig werden vorhandene Verkehrszeichenträger entfernt.
Die Arbeiten betreffen sowohl das Autobahnkreuz Dortmund/Unna, an dem sich A1 und A44 treffen, als auch den Bereich der Liedbachtalbrücke unmittelbar südlich des Kreuzes. Durch die Bündelung mehrerer Arbeiten in einer einzigen Wochenendsperrung sollen zusätzliche wiederkehrende Sperrungen auf der A1 vermieden werden.
Auch die aktuelle Verkehrslage weist die Sperrung aus. Für die A1 in südlicher Fahrtrichtung sind zwischen Kamen-Zentrum und dem Kreuz Dortmund/Unna sowie innerhalb des Kreuzes mehrere Fahrbahnen und Verbindungen wegen der Arbeiten gesperrt.
Für den Fernverkehr ist eine großräumige Umfahrung vorgesehen. Die Autobahn GmbH empfiehlt, den gesperrten Abschnitt über die A2 und die A45 zu umgehen. Die ausgeschilderten Umleitungen führen dabei über den Raum Dortmund. Genannt werden das Kreuz Dortmund-Nordwest mit A2 und A42 sowie das Westhofener Kreuz mit A42 und A45. Die entsprechenden Umleitungsstrecken sind mit den Kennzeichnungen U34 und U100 ausgeschildert.
Damit sollen Fahrzeuge möglichst frühzeitig aus dem unmittelbar betroffenen Bereich herausgehalten werden. Besonders für Reisende auf längeren Strecken ist die weiträumige Route vorgesehen, statt die gesperrte A1 über untergeordnete Straßen rund um Unna und Dortmund zu umfahren.
Die A1-Sperrung zwischen Kamen und Schwerte trifft dabei einen Abschnitt mit überregionaler Bedeutung. Die A1 verbindet unter anderem den norddeutschen Raum mit dem Ruhrgebiet und dem Rheinland. Das Autobahnkreuz Dortmund/Unna stellt zugleich die Verbindung zur A44 in Richtung östliches Ruhrgebiet und Nordhessen her.
Neben der eigentlichen Vollsperrung ist eine weitere wichtige Fahrbeziehung betroffen. Im Autobahnkreuz Dortmund/Unna ist seit Freitag, 2. Oktober, auch die Verbindung von der A44 aus Fahrtrichtung Dortmund auf die A1 in Fahrtrichtung Köln gesperrt. Für diese Verbindung nennt die Autobahn GmbH in ihrer Ankündigung kein Ende zusammen mit der Wochenendsperrung.
Damit ist der Umbau nicht bereits mit der Freigabe der durchgehenden A1 am Montagmorgen abgeschlossen. Mit Beginn der nächsten Bauphase ändern sich weitere Verkehrsbeziehungen im Bereich Unna.
Ab Montag, 5. Oktober, stehen an der Anschlussstelle Unna zwei Verbindungen nicht mehr zur Verfügung. Gesperrt wird die Auffahrt von der B1 aus Fahrtrichtung Dortmund auf die A1 Richtung Köln. Ebenfalls geschlossen wird die Verbindung von der A1 in Fahrtrichtung Köln auf die B1 in Richtung Holzwickede. Die übrigen Verbindungen im Autobahnkreuz Dortmund/Unna und an der Anschlussstelle Unna sollen nach Ende der Wochenendsperrung wieder befahrbar sein.
Autofahrer, die den Raum auch nach Montag regelmäßig nutzen, müssen deshalb zwischen der vorübergehenden Vollsperrung der A1 und den anschließend weiterhin gesperrten einzelnen Fahrbeziehungen unterscheiden.
Hinter den Einschränkungen steht ein größerer Umbau des Verkehrsknotens. Das Autobahnkreuz Dortmund/Unna wird im Zusammenhang mit dem Ausbau der B1 zur A40 und dem sechsstreifigen Ausbau der A44 neu geordnet. Ziel ist eine leistungsfähigere Verkehrsführung zwischen A1, A44 und der künftigen A40.
Für das Kreuz sind unter anderem zwei sogenannte Überflieger vorgesehen. Einer soll künftig Verkehr von der A44 aus Richtung Kassel direkt auf die A1 Richtung Köln führen. Der zweite ist für Fahrzeuge vorgesehen, die aus Dortmund kommen und auf die A1 Richtung Bremen wechseln. Durch diese neuen Rampen sollen problematische Verflechtungsbereiche reduziert werden. Zusätzlich werden Einfädelungs- und Ausfädelungsstreifen auf einer Länge von rund drei Kilometern angepasst.
In unmittelbarer Nähe laufen außerdem umfangreiche Brückenarbeiten. Dazu gehört der Ersatzneubau der Liedbachtalbrücke auf der A1 südlich des Autobahnkreuzes. Die ursprüngliche Brücke stammt aus dem Jahr 1961 und wird wegen Defiziten bei Tragfähigkeit und Ermüdungsfestigkeit ersetzt.
Für dieses Wochenende bleibt damit vor allem die großräumige Umfahrung entscheidend. Die durchgehende A1 Richtung Köln soll zwischen Kamen-Zentrum und Schwerte am Montag, 5. Oktober 2026, um 5 Uhr wieder freigegeben werden. Einzelne Verbindungen im Bereich Dortmund/Unna und Unna bleiben aufgrund der nächsten Bauphase jedoch weiterhin eingeschränkt.






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