
Auf der A30 Richtung Amsterdam steht am ersten Novemberwochenende eine neunstündige Vollsperrung bevor. Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Ibbenbüren-West und Rheine-Kanalhafen. Die Sperrung beginnt nach Angaben der Autobahn GmbH Westfalen am Freitag, 6. November 2026, um 21 Uhr und soll am Samstag, 7. November, um 6 Uhr enden. Grund sind Reparaturen an der Fahrbahn. Bereits in der Nacht zuvor wird die Auffahrt Hörstel gesperrt. Die Deutsche Presse-Agentur bestätigte die angekündigten Maßnahmen in ihrer Meldung vom 31. Oktober 2026.
Die Vollsperrung der A30 betrifft die Fahrtrichtung Amsterdam. Fahrzeuge, die aus Richtung Osnabrück kommen, müssen die Autobahn an der Anschlussstelle Ibbenbüren-West verlassen. Der betroffene Autobahnabschnitt soll während der Reparaturarbeiten vollständig für den Verkehr in westlicher Richtung gesperrt werden.
Die Autobahn GmbH hat für die Arbeiten ein Zeitfenster von neun Stunden vorgesehen. Die Sperrung soll am Freitagabend um 21 Uhr beginnen. Als geplantes Ende ist Samstagmorgen um 6 Uhr angegeben. Eine darüber hinausgehende Sperrdauer wurde in der Ankündigung nicht genannt.
Für die Gegenrichtung nach Osnabrück enthält die Mitteilung keine entsprechende Vollsperrung in dieser Nacht. Eine genaue Kilometerangabe für die Länge des vollständig gesperrten Abschnitts wurde ebenfalls nicht veröffentlicht. Als räumliche Begrenzung nennt die Autobahn GmbH die beiden Anschlussstellen Ibbenbüren-West und Rheine-Kanalhafen.
Schon einen Tag vor der Vollsperrung kommt es zu Einschränkungen an der Anschlussstelle Hörstel.
Am Donnerstag, 5. November 2026, wird die Auffahrt in Richtung Amsterdam ab 20 Uhr gesperrt. Die Sperrung soll bis Freitag, 6. November, um 5 Uhr dauern. Wer an dieser Anschlussstelle auf die Autobahn fahren möchte, soll nach Angaben der Autobahn GmbH die Umleitung U46 in Richtung Rheine-Kanalhafen nutzen.
Gleichzeitig wird der Verkehr auf der A30 im betroffenen Baustellenbereich eingeschränkt. Dort steht während dieser ersten Nacht lediglich ein Fahrstreifen zur Verfügung. Außerdem wird die zulässige Geschwindigkeit reduziert.
Damit unterscheiden sich die beiden angekündigten Maßnahmen deutlich. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag bleibt die Autobahn mit Einschränkungen befahrbar. In der folgenden Nacht soll die gesamte Richtungsfahrbahn zwischen Ibbenbüren-West und Rheine-Kanalhafen gesperrt werden.
Während der Vollsperrung ist auch die zwischen den beiden Anschlussstellen liegende Anschlussstelle Hörstel in Fahrtrichtung Amsterdam vollständig betroffen. Eine reguläre Nutzung dieser Anschlussstelle ist dann nicht vorgesehen.
Für die Vollsperrung in der Nacht auf Samstag hat die Autobahn GmbH eine Bedarfsumleitung angekündigt.
Der Verkehr aus Richtung Osnabrück soll an der Anschlussstelle Ibbenbüren-West von der Autobahn abgeleitet werden. Anschließend ist eine Verkehrsführung über die Umleitungsstrecken U44a und U46 in Richtung Rheine-Kanalhafen vorgesehen.
Für Fahrzeuge, die im Bereich Hörstel auf die A30 in Richtung Amsterdam auffahren wollen, nennt die Autobahn GmbH ebenfalls die U46.
Eine vollständige Aufstellung aller Straßen, über die diese Umleitungen verlaufen, enthält die veröffentlichte Verkehrsmitteilung nicht. Die U44a und die U46 sind die ausdrücklich genannten Umleitungskennzeichnungen.
Zu konkreten Verzögerungen in Minuten oder einer erwarteten Staulänge gibt es keine offiziellen Zahlen. Die Deutsche Presse-Agentur meldete allerdings am 31. Oktober unter Berufung auf den Autobahnbetreiber, dass Verkehrsteilnehmer mit längeren Fahrtzeiten rechnen sollen.
Bei der geplanten Umleitungsführung gibt es eine Unstimmigkeit zwischen zwei offiziellen Baustellenankündigungen.
In einer am 16. Oktober 2026 veröffentlichten Mitteilung der Autobahn GmbH mit Angaben der Projektgesellschaft DEGES heißt es, dass die Auf- und Abfahrten der Anschlussstelle Rheine-Kanalhafen in Richtung Amsterdam ab Samstag, 31. Oktober 2026, bis voraussichtlich Juli 2027 gesperrt werden. Als Umleitung für diese längerfristige Maßnahme wird die Anschlussstelle Hörstel genannt.
Die spätere Ankündigung der Autobahn GmbH zu den Fahrbahnreparaturen sieht dagegen ausdrücklich vor, den Verkehr in der Nacht vom 6. auf den 7. November über U44a und U46 nach Rheine-Kanalhafen zu führen. Gleichzeitig soll die Anschlussstelle Hörstel in dieser Nacht vollständig gesperrt sein.
Ob die Auffahrt Rheine-Kanalhafen während der nächtlichen Reparaturarbeiten trotz der längerfristigen Sperrankündigung zur Verfügung stehen wird oder eine geänderte Verkehrsführung vorgesehen ist, blieb zunächst unklar.
Auch die Verkehrsübersicht des WDR vom 31. Oktober 2026 führte Rheine-Kanalhafen als bis Juli 2027 gesperrte Anschlussstelle auf.
Unabhängig von der angekündigten Vollsperrung bestehen auf der A30 weitere längerfristige Einschränkungen.
Nach einer Mitteilung der Autobahn GmbH vom 16. Oktober 2026 bleibt die Abfahrt der Anschlussstelle Ibbenbüren in Fahrtrichtung Amsterdam bis Freitag, 20. November, gesperrt. Für diese Maßnahme ist eine Umleitung über die Anschlussstelle Laggenbeck vorgesehen.
Die Auffahrt Ibbenbüren in derselben Fahrtrichtung wurde in der Mitteilung dagegen bereits wieder als nutzbar bezeichnet.
Hintergrund der längerfristigen Baustellen ist unter anderem die umfassende Sanierung der A30 zwischen Rheine-Nord und Lotte. Die DEGES nennt für dieses übergeordnete Bauprojekt eine Gesamtlänge von 34,6 Kilometern. Die Sanierung erfolgt in acht Teilabschnitten.
Die A30 gehört in diesem Bereich zu einer überregionalen Verkehrsverbindung zwischen Deutschland und den Niederlanden. Nach Angaben der DEGES ist sie Bestandteil des transeuropäischen Verkehrsnetzes. Die für das Sanierungsprojekt genannten 34,6 Kilometer sind allerdings nicht mit der Länge der nächtlichen Vollsperrung am 6. und 7. November gleichzusetzen.
Für Verkehrsteilnehmer auf der A30 sind damit zwei getrennte Zeiträume relevant.
In der Nacht vom 5. auf den 6. November wird die Auffahrt Hörstel in Richtung Amsterdam zwischen 20 und 5 Uhr gesperrt. Im Baustellenbereich ist die Autobahn während dieser Zeit nur einspurig befahrbar.
In der darauffolgenden Nacht vom 6. auf den 7. November folgt zwischen 21 und 6 Uhr die vollständige Sperrung der Richtungsfahrbahn Amsterdam zwischen Ibbenbüren-West und Rheine-Kanalhafen. Der durchgehende Verkehr muss dann bereits bei Ibbenbüren-West abfahren.
Die Autobahn GmbH nennt für diese zweite Nacht die Umleitungsstrecken U44a und U46. Die planmäßige Freigabe des gesperrten Autobahnabschnitts ist für Samstag, 7. November 2026, um 6 Uhr angekündigt.
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