Sachsen-Anhalt: Zwei Autobahnen nach stundenlangen Sperrungen wieder offen

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Zwei Lkw-Unfälle auf A36 und A38 haben am Dienstag, 20. Oktober 2026, den Verkehr in Sachsen-Anhalt über Stunden beeinträchtigt. Bei Quedlinburg geriet ein Lastwagengespann von der Fahrbahn und blieb an einer Böschung liegen. Auf der A38 bei Roßla stieß ein Lkw mit einem Schilderwagen der Autobahnmeisterei zusammen. Bei beiden Unfällen wurde jeweils eine Person leicht verletzt. Die betroffenen Richtungsfahrbahnen wurden erst in der Nacht zum Mittwoch wieder freigegeben.

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A36: Lastwagengespann kommt bei Quedlinburg von der Fahrbahn ab

Der Unfall auf der A36 ereignete sich nach Angaben des Zentralen Verkehrs- und Autobahndienstes der Polizeiinspektion Magdeburg am Dienstag gegen 11.13 Uhr. Ein Lkw mit Anhänger fuhr im Landkreis Harz auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Bernburg. In Höhe von Quedlinburg geriet das Gespann aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Autobahn. Kurz vor einer Überführung über den Mühlgraben durchbrach es die Schutzplanke und rutschte in den angrenzenden Böschungsbereich.

Die Zugmaschine kippte auf die Beifahrerseite und blieb am Hang nahe der Überführung liegen. Der Anhänger stellte sich quer auf den Standstreifen. Nach Darstellung der Polizei verhinderte gerade diese Position, dass die Zugmaschine weiter in Richtung des unter der Brücke verlaufenden Wasserarms abrutschte. Damit stellte nicht allein das umgekippte Fahrzeug die Einsatzkräfte vor eine schwierige Aufgabe, sondern auch seine Lage unmittelbar an der Böschung. Für die Rettung musste das Gespann zunächst gegen weitere Bewegungen gesichert werden.

Die Feuerwehr setzte dafür einen Kran ein. Die 45 Jahre alte Fahrerin konnte gerettet werden. Sie erlitt nach Polizeiangaben leichte Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Lastwagen hatte Kartoffelchips geladen. Ob die Ladung bei dem Unfall beschädigt wurde oder geborgen werden musste, war zunächst nicht gesichert. Die Ursache dafür, dass das Fahrzeug von der Fahrbahn abkam, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

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A38: Lkw kollidiert bei Roßla mit Schilderwagen

Wenige Stunden später kam es auch auf der A38 im Süden Sachsen-Anhalts zu einem Unfall mit einem Lastwagen. Betroffen war der Abschnitt bei Roßla im Landkreis Mansfeld-Südharz in Richtung Leipzig, zwischen Roßla und dem Raum Sangerhausen. Dort fuhr am Dienstagnachmittag ein Lkw gegen einen Schilderwagen der Autobahnmeisterei. Solche Fahrzeuge dienen der Absicherung von Arbeiten auf der Autobahn und machen auf Veränderungen der Verkehrsführung aufmerksam.

Bei dem Zusammenstoß wurde der Lkw-Fahrer leicht verletzt. Die Fahrtrichtung Leipzig musste gesperrt werden. Bereits am Dienstagnachmittag war die betroffene Richtungsfahrbahn in den Verkehrsinformationen als gesperrt ausgewiesen. Der Verkehr wurde während der Sperrung abgeleitet. Die bislang bekannten Angaben zum Zusammenstoß lassen keine gesicherte Aussage darüber zu, weshalb der Lastwagen den Schilderwagen erfasste.

Auch zum genauen Zeitpunkt des Aufpralls, zum Umfang des entstandenen Sachschadens und zu weiteren Umständen lagen zunächst keine detaillierten amtlichen Angaben vor. Insbesondere war nicht geklärt, ob eine bestimmte Verkehrssituation vor dem Zusammenstoß eine Rolle spielte. Fest stand, dass die Unfallfolgen den Verkehr in Richtung Leipzig über mehrere Stunden unterbrachen. Die Sperrung bezog sich auf die betroffene Richtungsfahrbahn und bedeutete nicht, dass die gesamte Autobahn in beiden Richtungen unpassierbar war.

Beide Autobahnen erst in der Nacht wieder freigegeben

Noch am späten Dienstagabend waren die Sperrungen auf beiden Autobahnen nicht vollständig aufgehoben. Auf der A36 betraf die Sperrung die Fahrtrichtung Bernburg zwischen Quedlinburg-Mitte und Quedlinburg-Ost. Dort waren neben der Polizei auch Feuerwehr, Rettungsdienst und das zuständige Umweltamt im Einsatz. Das Umweltamt sollte prüfen, ob der Unfall Auswirkungen auf die Umgebung haben könnte. Eine tatsächlich eingetretene Umweltbelastung war damit nicht bestätigt.

In der Nacht zum Mittwoch, 21. Oktober, konnten die betroffenen Strecken wieder geöffnet werden. Nach Angaben der Polizei wurden sowohl die A36 bei Quedlinburg als auch die A38 zwischen Roßla und Sangerhausen wieder für den Verkehr freigegeben. Eine auf die Minute genaue Uhrzeit für die Aufhebung beider Sperrungen war zunächst nicht bekannt. Damit waren die unmittelbaren Verkehrsbehinderungen durch die beiden Unfälle beendet. Ob an den beschädigten Einrichtungen noch weitere Arbeiten erforderlich werden, blieb zunächst offen.

Die Vorfälle betrafen zwei unterschiedliche Verkehrsachsen: Die A36 verbindet den Raum Braunschweig über den Nordharz mit Bernburg, die A38 führt als West-Ost-Verbindung durch den Südharz und das südliche Sachsen-Anhalt in Richtung Halle und Leipzig. Für den überregionalen Verkehr und den Gütertransport sind beide Strecken wichtige Verbindungen. Die Ereignisse vom Dienstag verdeutlichen, welche Auswirkungen Unfälle mit schweren Nutzfahrzeugen auf diese Verkehrswege haben können, insbesondere wenn aufwendige Bergungsarbeiten notwendig werden. Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den beiden Unfällen gab es zunächst nicht. Nach den vorliegenden Angaben wurden sowohl die Fahrerin auf der A36 als auch der Fahrer auf der A38 leicht verletzt.

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