Neue A39-Sperrung in Wolfsburg: Diese Auffahrt ist betroffen

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Autofahrer in Wolfsburg müssen sich ab Montag, 5. Oktober 2026, auf eine weitere Einschränkung an der A39 einstellen. An der Anschlussstelle Wolfsburg-West wird eine Auffahrt für mehrere Tage jeweils tagsüber gesperrt. Hintergrund ist der laufende Neubau der sogenannten Wo2-Brücke über den Mittellandkanal und eine Bahnstrecke. Für den nächsten Bauabschnitt muss im Bereich der Anschlussstelle eine Behelfsauffahrt hergestellt werden.

Die A39 Sperrung in Wolfsburg betrifft dabei nicht die komplette Anschlussstelle. Gesperrt wird die Auffahrt von der Wolfsburger Landstraße auf die A39 in Fahrtrichtung Salzwedel. Nach den veröffentlichten Angaben ist damit die Auffahrt aus Richtung Wolfsburger Landstraße in Richtung Wolfsburg-Zentrum gemeint. Die zweite Auffahrmöglichkeit von der Heinrich-Nordhoff-Straße in Richtung Fallersleben bleibt geöffnet.

Sperrung vom 5. bis 12. Oktober jeweils tagsüber

Die Einschränkung beginnt am Montag, 5. Oktober, und soll bis einschließlich Montag, 12. Oktober 2026, gelten. Die Auffahrt wird in diesem Zeitraum täglich zwischen 6.30 und 18 Uhr gesperrt. Außerhalb dieser Zeiten soll sie nach den bislang veröffentlichten Angaben nutzbar sein. Grundlage ist eine Mitteilung der Autobahn GmbH vom 30. September, auf die unter anderem regionalHeute.de und t-online verweisen.

Verkehrsteilnehmer, die während der Sperrzeiten auf die A39 auffahren wollen, sollen der ausgeschilderten Bedarfsumleitung U59 folgen. Sie führt zur Anschlussstelle Wolfsburg-Sandkamp. Dort ist die Auffahrt auf die A39 möglich. Die Autobahn GmbH bittet Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die notwendigen Arbeiten.

Behelfsauffahrt für zweiten Abschnitt des Brückenneubaus

Die vorübergehende Sperrung hängt mit dem Neubau der Wo2-Brücke zusammen. Das Bauwerk führt die A39 bei Wolfsburg über den Mittellandkanal und eine Bahnstrecke. Für den zweiten Bauabschnitt wird an der Anschlussstelle Wolfsburg-West eine Behelfsauffahrt benötigt. Ihre Herstellung macht die zeitweise Sperrung der bestehenden Auffahrt erforderlich.

Der Brückenneubau ist ein längerfristiges Projekt. Die alte Brücke stammt aus dem Jahr 1975. Bei einer Instandsetzung zwischen 2019 und 2020 stellte sich nach Angaben der Autobahn GmbH heraus, dass sich die Bausubstanz der Überbauten schlechter darstellte als zuvor angenommen. Deshalb werden beide Teilbauwerke ersetzt. Zunächst wird der westliche Überbau erneuert. Seine Fertigstellung ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Anschließend soll das östliche Teilbauwerk ersetzt werden. Die Fertigstellung der gesamten Brücke ist derzeit für das zweite Quartal 2028 geplant.

Zusätzlich am 5. Oktober nur eine Fahrspur Richtung Braunschweig

Am ersten Tag der Auffahrtsperrung kommt eine weitere Einschränkung hinzu. Die Autobahn GmbH hat für Montag, 5. Oktober, zwischen 10 und voraussichtlich 14 Uhr eine einspurige Verkehrsführung auf der A39 in Fahrtrichtung Braunschweig angekündigt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Wolfsburg-West und Wolfsburg-Mörse-Süd. Grund ist die Umlegung der Verkehrssicherung für den zweiten Bauabschnitt der Wo2-Brücke.

Eine vergleichbare Einschränkung ist für Montag, 12. Oktober, vorgesehen. Dann soll die A39 in Richtung Braunschweig zwischen 6.30 und voraussichtlich 18 Uhr ebenfalls auf eine Fahrspur reduziert werden. Für diese beiden zusätzlichen Maßnahmen hat die Autobahn GmbH ausdrücklich erklärt, dass die Fahrbeziehungen der angrenzenden Anschlussstellen geöffnet bleiben. Diese Fahrstreifenreduzierung ist deshalb von der separaten, bereits angekündigten Sperrung der Auffahrt in Wolfsburg-West zu unterscheiden.

Aufgrund der Baustellensituation kann es vor allem zu stärker belasteten Tageszeiten zu Verzögerungen kommen. Die Autobahn GmbH weist auf ihrer Projektseite generell darauf hin, dass die veränderte Verkehrsführung am Brückenneubau je nach Verkehrsaufkommen zu zähfließendem Verkehr oder Stau führen kann. Nach der letzten dort genannten Straßenverkehrszählung aus dem Jahr 2021 nutzen rund 27.500 Fahrzeuge täglich diesen Autobahnabschnitt, darunter etwa 2.500 Lastwagen mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht.

Keine A39-bedingten Änderungen bei WVG-Bussen veröffentlicht

Für den Busverkehr der Wolfsburger Verkehrs-GmbH sind im Zusammenhang mit der Sperrung der A39-Auffahrt keine gesonderten Linienänderungen veröffentlicht. Die WVG weist zwar ab dem 5. Oktober auf andere Einschränkungen hin, diese haben einen eigenen baulichen Anlass. So kann die Haltestelle CongressPark vom 5. Oktober bis 30. November wegen Bauarbeiten nicht bedient werden. Betroffen sind dort die Linien 201, 203, 204, 216, 218, 221, 223 und 231. Fahrgäste sollen auf die Haltestellen Pestalozzischule oder Kunstmuseum ausweichen. Ein Zusammenhang mit der A39-Baustelle ist in der WVG-Mitteilung nicht angegeben.

Auch Auswirkungen der Auffahrtsperrung auf den Bahnverkehr sind nicht angekündigt. Zwar überspannt die erneuerte Wo2-Brücke eine Bahnstrecke, die nun geplanten Arbeiten betreffen jedoch die Verkehrsführung an der Autobahnanschlussstelle.

Unabhängig davon gelten in Wolfsburg derzeit umfangreiche Änderungen im Bahnverkehr wegen der Korridorsanierung zwischen Lehrte und Berlin. Seit dem 2. Oktober fahren unter anderem RE30 und RE50 montags bis freitags stündlich bis beziehungsweise ab Wolfsburg. Vom 3. bis 5. Oktober fallen die RE30-Züge zwischen Wolfsburg und Gifhorn aus und werden durch Busse ersetzt. Im Fernverkehr wird Wolfsburg während dieser Bauphase ebenfalls von zahlreichen Zügen nicht angefahren. Diese Einschränkungen gehen auf die Arbeiten an der Bahnstrecke Lehrte–Berlin zurück und nicht auf die Sperrung der A39-Auffahrt.

Brückenbaustelle bleibt noch bis 2028 bestehen

Der Verkehr auf der A39 wird bereits seit Januar 2025 über das östliche Teilbauwerk der Wo2-Brücke geführt. In Richtung Norden stehen dort grundsätzlich zwei Spuren zur Verfügung, in Richtung Braunschweig eine Spur. Die Ausfahrt und Auffahrt der Anschlussstelle Wolfsburg-West in Richtung Braunschweig sind im Zuge dieser langfristigen Baustellenführung bereits gesperrt.

Mit der neuen Behelfsauffahrt werden die Voraussetzungen für den nächsten Bauabschnitt geschaffen. Für Autofahrer bedeutet das vom 5. bis 12. Oktober vor allem tagsüber einen zusätzlichen Umweg über die U59 und Wolfsburg-Sandkamp. Am 5. und 12. Oktober muss zugleich auf dem Abschnitt in Richtung Braunschweig mit einer zusätzlichen Verengung auf eine Fahrspur gerechnet werden.

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