A4 bei Wiehl ab Montag für drei Wochen in Richtung Olpe gesperrt

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Symbolfoto

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Auf der Autobahn 4 im Oberbergischen Kreis beginnen am Montag, 9. November 2026, umfangreiche Verkehrssperrungen. Wegen des Baus einer neuen Schrankenanlage zum Schutz der Wiehltalbrücke wird die Fahrtrichtung Olpe zwischen Engelskirchen und Bielstein für drei Wochen vollständig gesperrt. Ab dem 23. November kommt eine weitere Vollsperrung in Richtung Köln hinzu. Die Autobahn GmbH hat die Zeiträume und Umleitungen bestätigt. Auch im regionalen Busverkehr werden erhebliche Einschränkungen erwartet.

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A4-Sperrung beginnt am Montag um 5 Uhr

Die Vollsperrung der A4 in Fahrtrichtung Olpe beginnt am Montag, 9. November, um 5 Uhr. Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Engelskirchen und Bielstein. Nach Angaben der Autobahn GmbH soll die Sperrung bis Montag, 30. November, um 5 Uhr bestehen bleiben.

Während dieser Zeit kann der Verkehr aus Richtung Köln den betroffenen Autobahnabschnitt nicht benutzen. Fahrzeuge müssen die A4 bereits an der Anschlussstelle Engelskirchen verlassen und der ausgeschilderten Umleitung folgen.

In der ersten Woche ist die Einschränkung noch umfangreicher. Die Anschlussstelle Bielstein bleibt in Fahrtrichtung Olpe bis Montag, 16. November, um 5 Uhr geschlossen. Deshalb kann der Verkehr zwischen dem 9. und 16. November nicht durchgehend von Engelskirchen bis Gummersbach auf der A4 fahren.

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Ab dem 16. November soll die Auffahrt an der Anschlussstelle Bielstein in Richtung Olpe wieder möglich sein. Die Sperrung zwischen Engelskirchen und Bielstein bleibt allerdings bis zum 30. November bestehen.

Umleitung führt über mehrere Landesstraßen

Für den gesperrten Abschnitt hat die Autobahn GmbH eine Umleitung eingerichtet, die durch rote Punkte gekennzeichnet wird.

Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Engelskirchen von der Autobahn geführt. Anschließend verläuft die ausgeschilderte Strecke über die L302 mit der Zeithstraße und Forster Straße, die L336 über die Weiershagener Straße, die L321 über die Bielsteiner Straße und die L305 zur Anschlussstelle Gummersbach.

Bis zum 16. November müssen Verkehrsteilnehmer wegen der zusätzlichen Sperrung in Bielstein diese weiterführende Umleitung nutzen. Danach ist die Auffahrt in Richtung Olpe bereits in Bielstein wieder vorgesehen.

Auch auf örtlichen Straßen sind zusätzliche Regelungen geplant. Nach Angaben der Stadt Wiehl wird ein Abschnitt der Bielsteiner Straße zwischen der Einmündung der Umgehungsstraße und der Stichstraße zu einem Lebensmittelmarkt gesperrt. Damit soll der Umleitungsverkehr auf der Umgehungsstraße abgewickelt werden.

In der Ortschaft Forst ist außerdem eine Sperrung der Ortsstraße am westlichen Ortseingang vorgesehen. Die Zufahrt erfolgt dort über die Forster Straße. Ein Parkplatz im Ortskern soll durch Halteverbote als Wendemöglichkeit für Busse freigehalten werden.

Ab 23. November wird auch die Richtung Köln gesperrt

Eine weitere Bauphase beginnt am Montag, 23. November 2026, um 5 Uhr. Dann wird die A4 zusätzlich in Fahrtrichtung Köln zwischen den Anschlussstellen Reichshof/Bergneustadt und Bielstein vollständig gesperrt.

Diese Sperrung soll ebenfalls am Montag, 30. November, um 5 Uhr enden. Damit bestehen in der letzten Novemberwoche gleichzeitig Einschränkungen auf beiden Richtungsfahrbahnen, allerdings auf unterschiedlich abgegrenzten Autobahnabschnitten.

Der Verkehr in Richtung Köln wird an der Anschlussstelle Reichshof/Bergneustadt abgeleitet. Die offiziell angekündigte Umleitung verläuft über die B256, die L336 mit der Oberwiehler Straße, die L350 über die Marienberghausener und Großfischbacher Straße, die L338 über die Drabenderhöher Straße sowie die B56 über die Zeithstraße zur Anschlussstelle Bielstein.

Auch für diese Strecke kündigte die Autobahn GmbH in ihrer aktuellen Mitteilung vom 6. November eine Kennzeichnung durch rote Punkte an.

Neue Schrankenanlage soll die Wiehltalbrücke schützen

Auslöser der Bauarbeiten ist der Zustand der rund 700 Meter langen Wiehltalbrücke. Das in den 1970er-Jahren errichtete Bauwerk weist nach Untersuchungen der Autobahn GmbH Defizite bei der Tragfähigkeit auf.

Die festgestellten Probleme hängen nach Angaben der Autobahn GmbH unter anderem mit dem gestiegenen Verkehrsaufkommen und der Belastung durch schwere Fahrzeuge zusammen. Seit Dezember 2024 gelten deshalb besondere Verkehrsbeschränkungen. Auf der Brücke steht je Fahrtrichtung nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Zudem dürfen genehmigungspflichtige Schwertransporte mit einem Gesamtgewicht von mehr als 44 Tonnen das Bauwerk nicht passieren. Für den übrigen Schwerverkehr gelten weitere Vorgaben, darunter ein Mindestabstand von 50 Metern zwischen Lastwagen.

Die bisherigen Maßnahmen reichen nach Feststellungen der Autobahn GmbH jedoch nicht aus. Auswertungen der Verkehrsüberwachung hätten ergeben, dass weiterhin Fahrzeuge mit mehr als 44 Tonnen Gesamtgewicht oder unzulässigen Achslasten die Brücke passieren. Auch die vorgeschriebenen Abstände zwischen Lastwagen würden häufig unterschritten.

Eine im September erweiterte Anlage zur Gewichtserfassung während der Fahrt soll deshalb durch ein Schranken- und Ausleitungssystem ergänzt werden.

Künftig sollen zu schwere Lastwagen bereits vor der Brücke erkannt und von der Autobahn geleitet werden. Die Anlage soll die bestehenden Gewichtsbeschränkungen wirksamer durchsetzen und eine zusätzliche Belastung des Bauwerks verhindern.

Parallel plant die Autobahn GmbH eine Verstärkung und Instandsetzung der Wiehltalbrücke. Ziel ist es, das Bauwerk bis zu einem späteren Ersatzneubau weiter für den Verkehr nutzen zu können.

Auch Busverkehr im Oberbergischen Kreis betroffen

Die Sperrungen werden sich voraussichtlich nicht auf den Autobahnverkehr beschränken. Die Oberbergische Verkehrsgesellschaft OVAG rechnet mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf den Umleitungsstrecken und dadurch mit Verspätungen im Busverkehr.

Vom 9. bis zum 16. November könnten insbesondere die Linien 302, 304, 306, 310, 312, 317, 319, 325 und 348 von Verspätungen und einzelnen Fahrtausfällen betroffen sein. Die Auswirkungen können sich durch verspätete Anschlussfahrten auch auf weitere Linien übertragen.

Für die Linie 319 ist zudem eine konkrete Streckenänderung vorgesehen. Wegen einer Einbahnstraßenregelung im Bereich Kaltenbach wird sie in Richtung Ründeroth über Weiershagen und Wiehlmünden umgeleitet. Mehrere Haltestellen, darunter Kaltenbach, Bellingroth und Ohl, werden in dieser Fahrtrichtung vorübergehend nicht bedient.

Besonders umfangreiche Auswirkungen erwartet die OVAG während der zusätzlichen Sperrung in Richtung Köln ab dem 23. November. Dann könnten Verspätungen und Ausfälle nahezu das gesamte Liniennetz betreffen.

Auch beim On-Demand-Angebot monti in Wiehl und Nümbrecht sind längere Fahrzeiten und Einschränkungen möglich. Die OVAG empfiehlt Fahrgästen, zusätzliche Reisezeit einzuplanen und sich über die aktuellen Verbindungen in ihrer App zu informieren. Die Mobilitätsgarantie ist nach Angaben des Unternehmens vom 9. bis zum 29. November auf sämtlichen OVAG-Linien ausgeschlossen.

Freigabe der Autobahn für Ende November geplant

Nach der derzeitigen Planung sollen beide Streckensperrungen am Montag, 30. November 2026, um 5 Uhr aufgehoben werden.

Die Autobahn GmbH weist allerdings darauf hin, dass die Arbeiten stark von den Wetterbedingungen abhängen. Kurzfristige Änderungen des Bauablaufs und der angekündigten Termine seien deshalb möglich.

Mit der Schrankenanlage soll eine zusätzliche Schutzmaßnahme für die Wiehltalbrücke geschaffen werden. Die bereits bestehenden Beschränkungen für den Schwerverkehr bleiben für die weitere Nutzung des Bauwerks maßgeblich.

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