
Die A42 Vollsperrung Herne sorgt an diesem Wochenende erneut für erhebliche Einschränkungen rund um das Autobahnkreuz Herne. Die Autobahn ist seit Freitag, 2. Oktober 2026, um 22 Uhr zwischen den Anschlussstellen Herne-Crange und Herne-Baukau in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Nach Angaben der Autobahn GmbH des Bundes soll die Sperrung bis Dienstag, 6. Oktober, um 5 Uhr dauern. Damit läuft die Maßnahme am Sonntag, 4. Oktober, weiterhin.
Grund für die mehrtägige Unterbrechung sind Arbeiten an Hochspannungsleitungen über der A42. Gleichzeitig nutzt die Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH die verkehrsfreie Zeit, um die Fahrbahn im Bereich des Kreuzes Herne zu sanieren. Die Arbeiten gehören in den Zusammenhang des umfangreichen Umbaus des Autobahnknotens und des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten.
Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Herne-Crange im Westen und Herne-Baukau im Osten. Die Sperrung gilt sowohl in Fahrtrichtung Dortmund als auch in Fahrtrichtung Kamp-Lintfort beziehungsweise Oberhausen. Auch Verbindungen im Autobahnkreuz Herne sind während der Arbeiten teilweise nicht nutzbar. Aktuelle Verkehrsinformationen weisen dort zusätzlich gesperrte Verbindungsfahrbahnen zwischen A42 und A43 aus.
Der von der Autobahn GmbH offiziell genannte Zeitraum reicht von Freitag, 2. Oktober, 22 Uhr, bis Dienstag, 6. Oktober, 5 Uhr. Damit handelt es sich nicht um eine erst bevorstehende Sperrung. Sie ist bereits eingerichtet und soll nach dem veröffentlichten Zeitplan noch bis zum frühen Dienstagmorgen bestehen bleiben. Eine vorzeitige Freigabe ist in der offiziellen Mitteilung nicht angekündigt.
Über der Autobahn müssen neue beziehungsweise weitere Hochspannungsleitungen gespannt werden. Ein Teil dieser Arbeiten war bereits während der unmittelbar vorherigen Vollsperrung vom 25. bis 29. September ausgeführt worden. Nach Angaben der Autobahn Westfalen benötigen die Arbeiten jedoch mehr Zeit, weshalb eine zweite mehrtägige Vollsperrung erforderlich wurde.
Die Autobahn GmbH nutzt die erneute Sperrphase zugleich für Arbeiten an der Fahrbahn der A42 im Autobahnkreuz Herne. Die Kombination mehrerer Arbeiten während derselben Sperrung soll vermeiden, dass für diese Maßnahmen jeweils eigene Vollsperrungen eingerichtet werden müssen. Einen darüber hinausgehenden Zeitplan für einzelne Arbeitsschritte veröffentlichte die Niederlassung Westfalen in ihrer Mitteilung vom 28. September nicht.
Für den überregionalen Verkehr ist eine großräumige Umleitung eingerichtet. Die Autobahn GmbH nennt dafür die Autobahnen A2, A3 und A45. Verkehrsteilnehmer sollen den gesperrten Abschnitt damit weiträumig umfahren. Für den lokalen Verkehr bestehen ab den Anschlussstellen Herne-Baukau und Herne-Crange Umleitungen durch das Herner Stadtgebiet.
Konkrete Nummern einzelner U-Strecken nennt die veröffentlichte Verkehrsmeldung der Autobahn GmbH nicht. In den Angaben zum Ausbauprojekt ist von örtlichen beziehungsweise innerstädtischen Bedarfsumleitungen die Rede. Eine belastbare Liste bestimmter U-Nummern für diese aktuelle Sperrung liegt damit nicht vor.
Autofahrer müssen insbesondere auf den Zufahrtsstraßen zu den Anschlussstellen sowie im Herner Stadtgebiet mit zusätzlichem Verkehr rechnen. Die WAZ berichtete am 3. Oktober, dass bereits die vorherige Sperrung zwischen Crange und Baukau auch auf Nebenstraßen zu erheblichen Staus geführt hatte. Die Autobahn Westfalen empfiehlt entsprechend, für Fahrten im betroffenen Gebiet mehr Zeit einzuplanen.
Auch der öffentliche Nahverkehr kann indirekt von der Sperrung betroffen sein. Radio Herne wies auf mögliche Verspätungen bei einigen Buslinien hin, weil der zusätzliche Autoverkehr auf innerstädtische Straßen ausweicht. Konkrete Linien, Haltestellenausfälle oder festgelegte Busumleitungen wurden in den für die aktuelle Sperrung veröffentlichten Angaben jedoch nicht genannt.
Änderungen im Bahnverkehr aufgrund dieser A42-Sperrung sind von der Autobahn GmbH, der Stadt Herne oder in den geprüften Verkehrsinformationen nicht angekündigt worden. Damit gibt es keinen belastbaren Hinweis auf Zugausfälle oder Fahrplanänderungen, die unmittelbar durch diese Vollsperrung verursacht werden.
Das Autobahnkreuz Herne verbindet die A42 mit der A43 und wird seit Jahren umfassend umgebaut. Der Knoten ist Teil des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten. Nach Angaben der Autobahn GmbH umfasst das Gesamtprojekt 28 Kilometer Strecke und mehrere wichtige Autobahnkreuze. Der Bereich bei Herne gehört zu den derzeit im Bau befindlichen Abschnitten.
Zu den zentralen Maßnahmen zählt der Tunnel Baukau. Er verbindet seit August 2025 die A43 mit der A42 und wurde aufgrund der engen Platzverhältnisse zwischen Autobahnen, Bahnstrecken, Stadtstraßen und Stromleitungen errichtet. Der eigentliche Tunnel ist rund 550 Meter lang. Die Autobahn GmbH bezeichnet den Neubau des Kreuzes Herne als einen Schwerpunkt ihres A43-Ausbauprojekts.
Erst Ende September war die A42 an derselben Stelle bereits mehrere Tage vollständig gesperrt worden. Damals wurden unter anderem Arbeiten im Zusammenhang mit den neuen Brücken im Kreuz Herne abgeschlossen und erste Hochspannungsleitungen gespannt. Die aktuelle zweite Sperrphase schließt unmittelbar daran an. Nach derzeitigem offiziellen Zeitplan soll die A42 am Dienstag, 6. Oktober, um 5 Uhr wieder freigegeben werden.
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