A45-Brücke in Dortmund-Marten: Erste Straßensperrung beginnt Monate vor dem Neubau

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Symbolfoto

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In Dortmund-Marten müssen Autofahrer seit Montag, 2. November 2026, eine wichtige Straßenverbindung umfahren. Die Martener Straße ist im Bereich der A45-Brücke für den allgemeinen Autoverkehr gesperrt. Hintergrund sind vorbereitende Arbeiten für den Ersatzneubau der Autobahnbrücke, der im kommenden Jahr beginnen soll. Während Busse, Stadtbahnen, Rettungsfahrzeuge sowie Fußgänger und Radfahrer die Unterführung zunächst weiter nutzen können, stehen für 2027 deutlich umfangreichere Einschränkungen bevor. Dann soll auch die A45 selbst für rund acht Monate vollständig gesperrt werden.

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Martener Straße seit dem 2. November für Autos gesperrt

Die Sperrung der Martener Straße betrifft den Abschnitt unmittelbar unter der Autobahn 45. Betroffen ist damit die Verbindung zwischen dem Bereich Heyden-Rynsch-Straße und den Straßen östlich der Brücke. Die Stadt Dortmund hatte am 30. Oktober angekündigt, dass die neue Verkehrsführung ab dem 2. November gilt.

In dieser ersten Bauphase bleibt die Unterführung für den öffentlichen Nahverkehr sowie Fußgänger und Radfahrer passierbar. Auch Rettungsdienste dürfen weiterhin durchfahren. Für den gewöhnlichen Pkw-Verkehr und den übrigen Individualverkehr ist die Durchfahrt dagegen nicht mehr möglich.

Die erste Sperrphase ist nach Angaben der Dortmunder Stadtwerke DSW21 vom 2. November 2026 bis einschließlich 4. April 2027 vorgesehen. Eine konkrete Uhrzeit für Beginn und Aufhebung der Einschränkung wurde nicht veröffentlicht.

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Umleitungen führen über Martener Hellweg und Brennaborstraße

Für den gesperrten Straßenabschnitt hat die Stadt Dortmund unterschiedliche Umleitungsstrecken für Pkw und Lastwagen festgelegt. Die Routen wurden in der städtischen Mitteilung vom 30. Oktober 2026 veröffentlicht.

Autofahrer, die von der Heyden-Rynsch-Straße kommen, werden über die Planetenfeldstraße, den Martener Hellweg, den Alten Hellweg und Kesselborn geleitet. Von dort bestehen Verbindungen zur Germaniastraße und zur Martener Straße östlich der Brücke. In der Gegenrichtung verläuft die ausgeschilderte Strecke von der Martener Straße beziehungsweise der Schulte-Heuthaus-Straße über Kesselborn, Alter Hellweg, Martener Hellweg und Planetenfeldstraße zur Heyden-Rynsch-Straße.

Für Lastwagen ist eine andere Strecke vorgesehen. Sie führt von der Heyden-Rynsch-Straße über Planetenfeldstraße, Brennaborstraße, Borussiastraße und Kesselborn zur Martener Straße. In der Gegenrichtung werden dieselben Straßen in umgekehrter Reihenfolge genutzt.

Mit der Trennung der Umleitungen sollen die unterschiedlichen Anforderungen des Pkw-Verkehrs und des Schwerverkehrs berücksichtigt werden. Die Stadt hat entsprechende Umleitungskarten veröffentlicht.

Buslinien 462, 466 und NE12 fahren andere Strecken

Die ersten Änderungen im öffentlichen Nahverkehr gelten ebenfalls seit dem 2. November. Nach Angaben von DSW21 vom 15. Oktober sind die Buslinien 462 und 466 sowie der NachtExpress NE12 betroffen.

Auf der Linie 462 entfällt in Richtung Barop die Haltestelle Bünnerhelfstraße. In Richtung Huckarde wird die Haltestelle DO-Marten Süd S an einen Ersatzstandort auf Höhe der Martener Straße 263 verlegt. In Richtung Barop bleibt der reguläre Haltepunkt DO-Marten Süd S bestehen.

Die Linie 466 wird zwischen Planetenfeldstraße und DO-Marten Süd S umgeleitet. In Richtung Dorstfeld führt die Ersatzroute über Steinhammerstraße, Schulte-Heuthaus-Straße, In der Meile und Martener Hellweg. Die Haltestellen Bünnerhelfstraße, Marten Bezirksfriedhof und Schulte-Heuthaus-Straße entfallen bei dieser Linie.

Beim NachtExpress NE12 entfällt in Richtung Reinoldikirche der Halt DO-Marten Süd S. In Richtung Lütgendortmund wird eine Ersatzhaltestelle an der Martener Straße 263 bedient. Die Stadtbahnlinie U44 fährt während dieser ersten Bauphase weiterhin.

Vorarbeiten für die neue Autobahnbrücke laufen bereits seit September

Der eigentliche Ersatzneubau beginnt erst 2027. Arbeiten zur Vorbereitung der Baustelle laufen allerdings schon seit September 2026. Nach einer Mitteilung der Autobahn GmbH vom 18. September wurden im Bereich zwischen der A45, den Bahngleisen und der Straße In der Meile Baustraßen angelegt und Baustelleneinrichtungen vorbereitet.

Ab dem 21. September begannen außerdem Rodungsarbeiten. Für Arbeiten im östlichen Gleisbereich musste ein Fußweg zwischen Martener Hellweg und Heyden-Rynsch-Straße beziehungsweise Planetenfeldstraße ab dem 30. September für voraussichtlich vier Wochen gesperrt werden. Auch der Pendlerparkplatz nördlich der Autobahnbrücke ist seit dem 5. Oktober nicht mehr nutzbar. Diese Einschränkung soll bis zur Fertigstellung des Brückenneubaus bestehen bleiben.

Eine zentrale Aufgabe der aktuellen Vorbereitungen ist die Verlegung vorhandener Versorgungsleitungen. Im Bereich der Martener Straße liegen Strom- und Wasserleitungen, die für den späteren Abbruch und Neubau aus dem Baufeld verlegt werden müssen. An diesen Arbeiten ist der Dortmunder Netzbetreiber DONETZ beteiligt.

Ab 5. April 2027 wird auch die Stadtbahn U44 unterbrochen

Die nächste größere Veränderung ist für den 5. April 2027 angekündigt. Dann soll die Martener Straße im Brückenbereich vollständig gesperrt werden. Anders als in der ersten Bauphase können anschließend auch Stadtbahnen, Busse sowie Fußgänger und Radfahrer den betroffenen Bereich nicht mehr wie bisher passieren.

Nach den Planungen von DSW21 wird die U44 zwischen Marten und Dorstfeld durch Busse ersetzt. Vorgesehen ist, die Linie 462 auf diesem Abschnitt im Zehn-Minuten-Takt einzusetzen. Weitere Anpassungen betreffen unter anderem die Buslinien 445, 466 und NE12. Die Linie 445 soll zwischen Universität und Germania S verlängert werden.

Vom 5. bis einschließlich 27. April 2027 sind wegen zusätzlicher Gleisarbeiten außerdem Ersatzverkehre für die Linien U43 und U44 zwischen Dorstfeld und Marten geplant. Nach Angaben von DSW21 soll die Hauptbauphase mit den Einschränkungen im Stadtbahnverkehr voraussichtlich bis Oktober 2027 dauern. Änderungen am Fahrplankonzept bleiben möglich.

A45 zwischen Dortmund-West und Dortmund-Hafen ab 28. April 2027 gesperrt

Die umfangreichste Verkehrseinschränkung betrifft die Autobahn selbst. Nach dem von der Autobahn GmbH veröffentlichten Bauzeitenplan soll die A45 ab dem 28. April 2027 zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-West und der Anschlussstelle Dortmund-Hafen vollständig gesperrt werden. Die Sperrung gilt für beide Fahrtrichtungen und ist für voraussichtlich acht Monate vorgesehen.

Damit betrifft sie die Verbindung zwischen der A40 am Kreuz Dortmund-West und der als Autobahnkreuz ausgebauten Anschlussstelle Dortmund-Hafen an der Mallinckrodtstraße. Eine konkrete Anfangsuhrzeit und ein abschließender Freigabetermin sind nicht genannt. Auch zu gesonderten Sperrzeiten einzelner Anschlussstellen liegen bislang keine entsprechend konkreten Angaben vor.

Schon vor dem Neubau gelten im Bereich der Brücke verengte Fahrspuren. Diese Verkehrsführung wurde nach einer statischen Überprüfung eingerichtet, um die Belastung der Brücke zu reduzieren und das Überholen durch Lastwagen auf dem Bauwerk zu verhindern.

Während der Vollsperrung soll der Autobahnverkehr großräumig über die A1, A2, A40, A43 und A448 geleitet werden. Die Autobahn GmbH hatte am 7. Mai 2026 angekündigt, dass die Schrankenanlage an der A43 im Bereich Herne vorzeitig abgebaut werden soll, damit diese Strecke während der A45-Sperrung auch wieder vom Schwerverkehr genutzt werden kann.

Sieben Bahngleise machen den Brückenneubau besonders aufwendig

Die A45-Brücke Martener Straße wurde 1971 errichtet und ist 126,7 Meter lang. Sie überspannt sieben Gleise, die unter anderem vom Fernverkehr, Regionalverkehr und Güterverkehr genutzt werden. Hinzu kommen die Martener Straße und die Stadtbahntrasse.

Eine statische Nachrechnung im Jahr 2024 ergab nach Angaben der Autobahn GmbH, dass eine Verstärkung des bestehenden Bauwerks nicht sinnvoll oder wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Eine Behelfsbrücke neben der bestehenden Konstruktion wurde ebenfalls geprüft. Wegen der beengten Platzverhältnisse und vorhandener Versorgungsleitungen wurde diese Lösung verworfen.

Für den Abbruch und die Herstellung der neuen Brückenteile wird deshalb eine längere Vollsperrung benötigt. Besonders wichtig ist die Abstimmung mit der Deutschen Bahn. Vom 9. Juli bis zum 15. Oktober 2027 ist eine Sperrpause auf der Bahnstrecke zwischen Duisburg und Dortmund vorgesehen.

Während dieser rund 14 Wochen sollen die beiden alten Brückenteile abgebrochen und die neuen Bauwerke über den Gleisen errichtet werden. Anschließend sind weitere Arbeiten am Brückenüberbau vorgesehen. Für den Schienenverkehr müssen während der Sperrung gesonderte Ersatzkonzepte umgesetzt werden.

Zweiter Informationsabend für Bürger am 2. November

Am Montag, 2. November 2026, bieten die Autobahn GmbH und die Stadt Dortmund einen weiteren Informationsabend an. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Bürgerhaus Pulsschlag am Vogelpothsweg 15 in Dortmund-Dorstfeld.

Nach Angaben der Stadt vom 26. Oktober sollen dort Vertreter der Autobahn GmbH, der Stadtverwaltung, von DSW21, DEW21 und der Deutschen Bahn über das Bauprojekt und die Verkehrsfolgen informieren. Anschließend sind persönliche Gespräche mit den Beteiligten vorgesehen.

Damit können sich Anwohner, Pendler und betroffene Unternehmen bereits vor Beginn der großen Sperrungen im Frühjahr 2027 über die geplanten Veränderungen informieren.

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