A57 gleich zweimal gesperrt: Brand bei Neuss und Unfall bei Goch

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Auf der A57 in Nordrhein-Westfalen haben am Montagvormittag, 24. August 2026, zwei Ereignisse den Verkehr erheblich beeinträchtigt. In Fahrtrichtung Köln war die Autobahn im Bereich des Autobahnkreuzes Neuss-West wegen eines brennenden Pkw gesperrt. Gleichzeitig musste die A57 in der Gegenrichtung nach Nimwegen zwischen Goch und Kleve nach einem Verkehrsunfall gesperrt werden. Zu zahlreichen Einzelheiten der beiden Einsätze lagen am späten Vormittag noch keine gesicherten behördlichen Angaben vor.

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Unfall bei Goch sorgt für Sperrung Richtung Nimwegen

Auf dem nördlichen Abschnitt der A57 ereignete sich am Montagvormittag ein Unfall im Bereich Goch. Die Fahrbahn von Krefeld in Richtung Nimwegen wurde zwischen Goch und Kleve gesperrt. Zusätzlich befanden sich Trümmerteile auf der Gegenfahrbahn. Deshalb wurde auch für die Strecke in der Gegenrichtung eine Gefahrenstelle gemeldet.

Wie viele Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt waren, war zunächst nicht offiziell bestätigt. Auch zur Zahl möglicher Verletzter gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Die genaue Uhrzeit der Alarmierung von Feuerwehr und Rettungsdienst war ebenfalls noch nicht veröffentlicht.

Unklar blieb zunächst auch, wie lange die Vollsperrung in Richtung Nimwegen dauern sollte. Eine konkrete Staulänge für den betroffenen Abschnitt war am späten Vormittag nicht gesichert ausgewiesen. Wegen der Trümmerteile mussten Verkehrsteilnehmer auch auf der Gegenfahrbahn mit Behinderungen rechnen.

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Ob die Polizei für die Unfallaufnahme Spezialkräfte oder ein Unfallaufnahmeteam einsetzte, war zunächst nicht bestätigt. Ebenso lagen noch keine gesicherten Angaben zur Unfallursache vor.

Brennender Pkw bei Neuss-West blockiert die A57

Etwa zeitgleich kam es weiter südlich im Raum Neuss zu einem zweiten Zwischenfall. In Fahrtrichtung Köln wurde die A57 im Bereich des Autobahnkreuzes Neuss-West wegen eines brennenden Pkw gesperrt.

Wann Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert wurden, war zunächst nicht offiziell bekannt. Auch darüber, wie viele Menschen sich in dem Fahrzeug befanden und ob jemand verletzt wurde, lagen zunächst keine bestätigten Angaben vor. Welche Einheiten der Feuerwehr eingesetzt wurden und wie umfangreich die Löscharbeiten ausfielen, blieb ebenfalls offen.

Zur Ursache des Fahrzeugbrandes gab es zunächst keine gesicherten Informationen. Ob ein technischer Defekt, ein Problem im Kraftstoffsystem oder ein elektrischer Fehler eine Rolle spielte, war nicht bestätigt. Solange die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind, lässt sich aus dem Brandbild allein keine Ursache ableiten.

Offen war am Vormittag außerdem, ob die Hitze des Feuers Schäden am Asphalt verursacht hatte. Nach größeren Fahrzeugbränden wird die Fahrbahn regelmäßig kontrolliert, bevor sie vollständig für den Verkehr freigegeben werden kann. Über eine notwendige Reparatur auf der A57 bei Neuss-West lagen zunächst keine bestätigten Angaben vor.

Neuss-West verbindet A57 und A46

Das Autobahnkreuz Neuss-West ist für den Verkehr im Rheinland ein wichtiger Knotenpunkt. Anders als gelegentlich bezeichnet handelt es sich nicht um ein Autobahndreieck, sondern um ein Autobahnkreuz. Dort treffen die A57 und die A46 aufeinander.

Östlich des Kreuzes verlaufen A46 und A57 für einige Kilometer auf derselben Trasse bis zum Autobahndreieck Neuss-Süd. Dadurch bündelt sich bei Neuss Verkehr aus mehreren Richtungen. Die A46 stellt unter anderem Verbindungen in Richtung Düsseldorf und Wuppertal sowie nach Westen Richtung Mönchengladbach und Heinsberg her.

Eine Sperrung im Bereich Neuss-West kann deshalb nicht nur den Verkehr auf der A57 treffen. Je nach genauer Lage einer Einsatzstelle können auch Fahrbeziehungen zur A46 betroffen sein. Welche Umleitungen am Montagvormittag für den Fahrzeugbrand eingerichtet oder empfohlen wurden, war zunächst nicht offiziell bestätigt.

A57 verbindet niederländische Grenze mit Köln

Die A57 gehört zu den wichtigen Nord-Süd-Verbindungen am linken Niederrhein. Auf deutscher Seite beginnt sie am Grenzübergang bei Goch. In den Niederlanden setzt sich die Verbindung über die A77 in Richtung Nijmegen beziehungsweise Nimwegen fort.

Von der Grenze führt die Autobahn unter anderem über den Raum Kleve und Goch, weiter über Kamp-Lintfort, Moers, Krefeld, Meerbusch und Neuss bis nach Köln. Sie ist rund 119 Kilometer lang und Teil der Europastraße 31.

Damit übernimmt die Strecke sowohl für den regionalen Pendlerverkehr als auch für den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden eine wichtige Funktion. Die beiden Sperrungen am Montag trafen mit dem Raum Goch einen Abschnitt nahe der niederländischen Grenze und mit Neuss-West einen zentralen Verkehrsknoten im Rheinland.

Warum Fahrzeuge während der Fahrt in Brand geraten können

Fahrzeugbrände können unterschiedliche Ursachen haben. Bei Autos mit Verbrennungsmotor kommen unter anderem Defekte im Motorraum, beschädigte Kraftstoffleitungen, austretende Betriebsstoffe oder Kurzschlüsse im elektrischen System infrage. Auch überhitzte Bremsen oder andere stark erhitzte Bauteile können unter ungünstigen Umständen einen Brand auslösen.

Ein austretender brennbarer Stoff kann sich entzünden, wenn er auf entsprechend heiße Fahrzeugteile trifft. Bei elektrischen Anlagen können beschädigte Kabel oder Kurzschlüsse starke Wärme entwickeln.

Elektroautos bringen teilweise andere technische Risiken mit. Lithium-Ionen-Akkus speichern große Energiemengen. Wird eine Batteriezelle beispielsweise durch einen schweren Unfall beschädigt, kann es unter bestimmten Voraussetzungen zu einer starken Erwärmung und zu einem sogenannten thermischen Durchgehen kommen. Daraus folgt allerdings nicht, dass Elektroautos grundsätzlich häufiger brennen. Die konkrete Antriebsart des am Montag bei Neuss betroffenen Pkw war zunächst nicht bestätigt.

Was bei einem Fahrzeugbrand auf der Autobahn wichtig ist

Wer während der Fahrt Rauch oder Feuer am eigenen Fahrzeug bemerkt, sollte möglichst kontrolliert reagieren. Das Fahrzeug sollte an einer sicheren Stelle zum Stillstand gebracht und der Motor ausgeschaltet werden. Alle Insassen müssen das Auto verlassen und sich möglichst hinter einer Schutzplanke in Sicherheit bringen.

Anschließend sollte über den Notruf 112 Hilfe angefordert werden. Entscheidend sind eine möglichst genaue Angabe des Standorts, der betroffenen Fahrtrichtung und die Information, ob sich noch Menschen im Fahrzeug befinden.

Eigene Löschversuche kommen nur in Betracht, wenn der Brand noch sehr klein ist, ein geeigneter Feuerlöscher verfügbar ist und keine eigene Gefährdung entsteht. Bei einem bereits deutlich entwickelten Fahrzeugbrand hat die Sicherheit der Insassen Vorrang.

Andere Verkehrsteilnehmer sollten an brennenden Fahrzeugen nicht unnötig langsam vorbeifahren oder anhalten, um Bilder aufzunehmen. Rauch kann die Sicht beeinträchtigen und gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Zudem müssen Einsatzwege für Feuerwehr und Rettungsdienst frei bleiben.

Rettungsgasse schon bei stockendem Verkehr bilden

Bei Unfällen und Fahrzeugbränden auf Autobahnen zählt für Rettungskräfte jede Minute. Deshalb muss die Rettungsgasse bereits entstehen, sobald der Verkehr stockt oder nur noch mit Schrittgeschwindigkeit läuft.

Fahrzeuge auf dem ganz linken Fahrstreifen fahren möglichst weit nach links. Alle Fahrzeuge auf den übrigen Spuren orientieren sich nach rechts. Die Rettungsgasse liegt damit immer zwischen dem linken und dem unmittelbar danebenliegenden Fahrstreifen.

Der Standstreifen muss grundsätzlich frei bleiben. Er darf nicht eigenmächtig genutzt werden, um an einem Stau vorbeizufahren. Ebenso sind Wenden und Rückwärtsfahren auf einer gesperrten Autobahn nicht erlaubt, solange die Polizei keine entsprechenden Anweisungen gibt.

Fahrzeugbrände können Asphalt schwer beschädigen

Nach einem Fahrzeugbrand endet ein Autobahneinsatz nicht automatisch mit dem Löschen der Flammen. Hohe Temperaturen können die Fahrbahndecke stark beanspruchen. Asphalt enthält Bitumen als Bindemittel. Bei sehr hoher Wärmeeinwirkung kann das Material seine Eigenschaften verändern und beschädigt werden.

Hinzu kommen möglicherweise ausgelaufene Kraftstoffe, Öle oder andere Betriebsstoffe. Deshalb muss die Fahrbahn nach größeren Bränden geprüft und gegebenenfalls gereinigt werden. Stark beschädigte Bereiche können abgefräst und neu asphaltiert werden müssen.

Wie aufwendig solche Arbeiten ausfallen können, zeigte erst im Juli 2026 ein Lkw-Brand auf der A1 bei Hamburg. Dort waren Hauptfahrstreifen und Standstreifen so stark beschädigt, dass eine Reparatur des Brandschadens erforderlich wurde. Auch nach einem Lkw-Brand auf der A44 bei Kassel im August waren Arbeiten an der Fahrbahn notwendig.

Ob dies nach dem Pkw-Brand bei Neuss-West ebenfalls erforderlich wird, war am Montagvormittag noch nicht bestätigt.

164.060 Autobahnunfälle im Jahr 2025

Die endgültige Verkehrsunfallstatistik für 2025 zeigt die Dimension des Unfallgeschehens auf deutschen Straßen. Insgesamt registrierte die Polizei rund 2,52 Millionen Verkehrsunfälle. Davon entfielen 164.060 auf Autobahnen.

Deutschlandweit starben 2025 insgesamt 2.832 Menschen bei Verkehrsunfällen. Auf Autobahnen kamen 292 Menschen ums Leben. Das entsprach rund zehn Prozent aller Verkehrstoten. Zugleich entfielen etwa acht Prozent aller im Straßenverkehr Verletzten auf Unfälle auf Autobahnen.

Eine besonders große Rolle bei schweren Autobahnunfällen spielt Geschwindigkeit. 124 der 292 im Jahr 2025 auf Autobahnen getöteten Menschen kamen bei Unfällen ums Leben, bei denen überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit eine Rolle spielte.

Die beiden Sperrungen auf der A57 am Montagvormittag zeigen zugleich, dass nicht nur schwere Kollisionen Autobahnen vollständig blockieren können. Auch ein Fahrzeugbrand kann wegen Löscharbeiten, Bergung, Reinigung und möglicher Schäden an der Fahrbahn eine längere Sperrung erforderlich machen. Für den Unfall bei Goch und den Brand bei Neuss-West blieben Dauer und weitere Folgen zunächst offen.

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