
Am Autobahnkreuz Regensburg müssen Autofahrer am Wochenende eine größere Sperrung beachten. Die A93 bei Regensburg wird am Samstag, 17. Oktober 2026, ab etwa 19:30 Uhr in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Die Freigabe ist für Sonntag, 18. Oktober, gegen 16 Uhr vorgesehen. Grund ist der Einbau einer Behelfsbrücke, die für den bevorstehenden Neubau des Autobahnkreuzes benötigt wird. Während der Sperrung werden mehrere Verkehrsverbindungen über die A3 umgeleitet. Der durchgehende Verkehr auf der A3 bleibt dagegen möglich.
Die Vollsperrung betrifft die A93 unmittelbar am Autobahnkreuz Regensburg, an dem die Autobahn zwischen Hof und München auf die A3 zwischen Nürnberg und Passau trifft. Nach Angaben der Autobahn GmbH, Niederlassung Südbayern, beginnt die Sperrung am Samstagabend gegen 19:30 Uhr. Bis zur geplanten Freigabe am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr kann der Verkehr die betroffene Stelle auf der A93 in keiner der beiden Fahrtrichtungen durchgehend passieren.
Notwendig ist die Sperrung, weil eine Behelfsbrücke über der Fahrbahn der A93 eingehoben werden soll. Die Arbeiten sind Bestandteil eines umfangreichen Bauprojekts, mit dem mehrere ältere Brückenbauwerke am Autobahnkreuz und an der benachbarten Anschlussstelle Regensburg-Kumpfmühl ersetzt werden. Für das Einheben der Behelfsbrücke wird der betroffene Autobahnabschnitt vollständig für den Verkehr gesperrt.
Die genannten Uhrzeiten sind Planungsangaben. Die Autobahn GmbH weist darauf hin, dass sich Termine insbesondere aufgrund der Witterung oder anderer äußerer Einflüsse verändern können. Eine Freigabe ist nach dem veröffentlichten Zeitplan für Sonntagnachmittag vorgesehen.
Während der Sperrung werden die Fahrzeuge auf der A93 über ausgeschilderte Strecken um das Autobahnkreuz geführt. Wer auf der A93 in Richtung Hof beziehungsweise Weiden unterwegs ist, wird über die Anschlussstelle Regensburg-Universität geleitet. Für den Verkehr in Richtung München beziehungsweise Holledau ist eine Umleitung über die Anschlussstelle Sinzing vorgesehen. Beide Anschlussstellen liegen an der A3 und ermöglichen es, die gesperrte Verbindung über die bestehenden Autobahnanschlüsse zu umfahren.
Die Umleitungen betreffen auch bestimmte Wechsel zwischen den beiden Autobahnen. Fahrzeuge, die auf der A3 aus Richtung Passau kommen und auf die A93 in Richtung München wechseln möchten, werden über Sinzing geführt. Wer auf der A3 aus Nürnberg anreist und anschließend auf der A93 in Richtung Hof weiterfahren möchte, nutzt die ausgeschilderte Umleitung über Regensburg-Universität. Die offizielle Umleitungskarte der Autobahn Südbayern zeigt die Verkehrsführungen für die betroffenen Fahrbeziehungen.
Nicht sämtliche Verbindungen am Autobahnkreuz sind von der Sperrung betroffen. Der durchgehende Verkehr auf der A3 bleibt in beiden Richtungen möglich. Außerdem können vier Überfahrten am Kreuz weiterhin genutzt werden. Das gilt für die Verbindungen von Hof nach Nürnberg, von Nürnberg nach München, von München nach Passau und von Passau nach Hof. Für diese Fahrbeziehungen ist nach Angaben der Autobahn GmbH keine Sperrung vorgesehen.
Die Autobahn Südbayern empfiehlt, während des betroffenen Zeitraums zusätzliche Fahrzeit einzuplanen. Soweit möglich, sollten Fahrten auf der A93 außerhalb der Sperrzeiten stattfinden. Die Behörde rät zudem, bei stockendem Verkehr auf den Autobahnen zu bleiben, statt die Engstellen eigenständig über das nachgeordnete Straßennetz zu umfahren.
Hinter der Sperrung steht die geplante Erneuerung des Kreuzungsbauwerks am Autobahnkreuz Regensburg. Die bestehende Spannbetonbrücke wurde 1965 in Betrieb genommen und führt die A3 über die A93. Aufgrund ihres baulichen Zustands und altersbedingter Schäden muss sie ersetzt werden. Das Kreuzungsbauwerk besteht aus vier Teilbauwerken, die während der kommenden Jahre nacheinander abgebrochen und neu errichtet werden sollen.
Zum Gesamtprojekt gehören außerdem zwei Unterführungsbauwerke der A93 an der Anschlussstelle Regensburg-Kumpfmühl. Sie stammen aus dem Jahr 1970. Eines der Bauwerke führt die Autobahn über die dortigen Ein- und Ausfahrtrampen, das andere über die Dürerstraße. Auch diese Brücken müssen erneuert werden. Weil sich die notwendigen Verkehrsführungen der einzelnen Baustellen räumlich überschneiden, werden die drei Bauvorhaben zeitlich aufeinander abgestimmt.
Die Vorarbeiten für das Projekt begannen bereits am 7. April 2026. Seit dem 27. Juli wird der Verkehr zwischen der Anschlussstelle Regensburg-Königswiesen und dem Autobahnkreuz in beiden Fahrtrichtungen auf jeweils zwei verengten Fahrstreifen geführt. Diese Verkehrsführung soll nach dem veröffentlichten Bauablauf bis Ende November bestehen bleiben. Sie dient unter anderem dazu, im Mittelstreifen die Voraussetzungen für die spätere Verkehrsführung während der Brückenarbeiten zu schaffen.
Die Behelfsbrücke spielt für den weiteren Bauablauf eine zentrale Rolle. Sie soll es ermöglichen, die Verkehrsverbindungen zwischen A3 und A93 während der eigentlichen Erneuerung grundsätzlich aufrechtzuerhalten. Die Hauptarbeiten mit Abbruch und Neubau der Brücken sind ab 2027 vorgesehen und sollen voraussichtlich bis 2031 dauern. Auch der spätere Rückbau der Behelfsbrücke ist für 2031 geplant.
Die Vollsperrung am Wochenende 17. und 18. Oktober ist damit eine vorbereitende Maßnahme für die langfristige Erneuerung eines wichtigen Autobahnknotens in Ostbayern. Während die A93 für das Einheben der Brücke vorübergehend vollständig gesperrt werden muss, sollen die neuen Verkehrsführungen bei den mehrjährigen Hauptarbeiten längere Unterbrechungen der durchgehenden Verbindungen möglichst vermeiden.
Autofahrer, die am Samstagabend oder Sonntag über Regensburg fahren, müssen sich deshalb auf die angekündigten Umleitungen einstellen. Nach dem derzeitigen Zeitplan soll die A93 am Sonntag gegen 16 Uhr wieder freigegeben werden.
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