
Ein Unfall zwischen einem Linienbus und einem Lastwagen hat am Donnerstagmorgen, 5. November 2026, auf der A99 bei München erhebliche Verkehrsbehinderungen verursacht. Der Busfahrer wurde leicht verletzt und musste von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden. Nach dem Zusammenstoß ließ sich der Bus zunächst nicht mehr anhalten. Der Aubinger Tunnel war in Fahrtrichtung Lindau zeitweise vollständig gesperrt. Auch nach der Wiederöffnung kam es zu Einschränkungen.
Der Unfall auf der A99 ereignete sich gegen 7.55 Uhr zwischen dem Aubinger Tunnel und der Anschlussstelle Germering-Nord. Nach den veröffentlichten Angaben zum Unfallhergang musste ein Lastwagen auf Höhe der Anschlussstelle aufgrund der Verkehrssituation abbremsen. Ein dahinter fahrender Linienbus fuhr auf das Heck des Lkw auf.
Der Bus war zu diesem Zeitpunkt ohne Fahrgäste unterwegs. Lediglich der Fahrer befand sich im Fahrzeug. Warum es zu dem Auffahrunfall kam, war zunächst nicht abschließend geklärt. Auch zu möglichen Schäden am Lastwagen und zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Ungewöhnlich verlief insbesondere die Situation unmittelbar nach dem Zusammenstoß. Der Bus kam nicht sofort zum Stillstand, sondern setzte seine Fahrt auf der Autobahn zunächst fort. Nach Angaben des Fahrers habe sich das Fahrzeug nicht mehr kontrollieren lassen.
Der Linienbus bewegte sich nach dem Zusammenstoß mit geringer Geschwindigkeit weiter in Richtung Autobahndreieck München-Süd-West. Dort kollidierte er schließlich mit der linken Betonschutzwand und blieb stehen. Um ein erneutes Wegrollen zu verhindern, wurde das Fahrzeug zusätzlich mit Unterlegkeilen gesichert.
Bei dem Aufprall wurde der Fahrer hinter dem Lenkrad eingeklemmt. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten ihn aus dem beschädigten Bus befreien. Anschließend wurde er mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Weitere Fahrgäste waren nicht betroffen, da der Bus zum Unfallzeitpunkt ausschließlich mit dem Fahrer besetzt war. Hinweise auf weitere Verletzte ergaben sich aus den zunächst veröffentlichten Angaben nicht.
Die genaue Ursache dafür, dass der Bus nach dem ersten Zusammenstoß nicht angehalten werden konnte, blieb zunächst offen. Ein technischer Defekt wurde als mögliche Erklärung genannt. Ob tatsächlich eine Beschädigung an der Bremsanlage oder einem anderen Fahrzeugbauteil vorlag, war zunächst nicht bestätigt.
Der Unfall hatte erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr im Westen Münchens. Wegen der beschädigten Fahrzeuge und zahlreicher Trümmerteile auf der Fahrbahn musste der Aubinger Tunnel in Fahrtrichtung Lindau vollständig gesperrt werden. Die Verkehrssperrung betraf damit eine wichtige Verbindung des Münchner Autobahnrings.
Die vollständige Sperrung dauerte nach den später veröffentlichten Angaben etwa eineinhalb Stunden. Verkehrsmeldungen dokumentierten die Sperrung am Morgen ab etwa 8.34 Uhr. Gegen 9.55 Uhr wurde der Tunnel in Verkehrsmeldungen wieder als geöffnet geführt. Allerdings bestanden im weiteren Verlauf der A99 weiterhin Einschränkungen.
Die Bergung des Linienbusses nahm zusätzliche Zeit in Anspruch. Erst gegen 11.25 Uhr konnte das Fahrzeug von der Unfallstelle entfernt werden. Anschließend wurde auch die linke Fahrspur im vierspurigen Bereich vor dem Autobahndreieck München-Süd-West wieder für den Verkehr freigegeben.
Damit erstreckten sich die Folgen des Unfalls deutlich über die eigentliche vollständige Tunnelsperrung hinaus. Neben der Bergung mussten Trümmerteile entfernt und die betroffenen Fahrbahnabschnitte gesichert werden.
Die Sperrung traf den Berufsverkehr am Donnerstagmorgen. Auf der A99 bildeten sich erhebliche Rückstaus. Der ADAC meldete zwischen dem Autobahndreieck München-Feldmoching und der Anschlussstelle München-Lochhausen zeitweise einen Stau von sechs Kilometern Länge.
Autofahrer mussten auf diesem Abschnitt am Morgen mit mindestens einer Stunde zusätzlicher Fahrzeit rechnen. Die Behinderungen entstanden nicht ausschließlich an der eigentlichen Unfallstelle, sondern wirkten sich auch auf den zurückliegenden Autobahnabschnitt aus.
Zwischen Germering-Nord und München-Freiham-Mitte war die Fahrbahn zeitweise nur eingeschränkt befahrbar. Verkehrsmeldungen führten dort am Vormittag weiterhin einen Unfall mit Busbeteiligung und eine Verengung auf einen Fahrstreifen auf.
Eine vollständige Normalisierung des Verkehrs unmittelbar nach der Bergung war damit nicht belegt. Die vorliegenden Meldungen zeigten jedoch, dass die Sperrmaßnahmen im Laufe des Vormittags schrittweise zurückgenommen wurden.
Die A99 gehört zu den zentralen Verkehrsverbindungen im Großraum München. Der Autobahnring entlastet den innerstädtischen Verkehr und ermöglicht Verbindungen zwischen mehreren Autobahnen, ohne dass Fahrzeuge durch das Münchner Stadtgebiet fahren müssen.
Der westliche Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck München-Süd-West und dem Autobahnkreuz München-West wurde 2006 für den Verkehr freigegeben. Auf einer Strecke von knapp sieben Kilometern liegen unter anderem die Anschlussstellen München-Freiham-Mitte, Germering-Nord und München-Lochhausen sowie der Aubinger Tunnel.
Nach Angaben der Autobahn GmbH des Bundes zählt die A99 zu den stark belasteten Autobahnen Bayerns. Für den westlichen Abschnitt ist deshalb ein Ausbau von vier auf sechs Fahrstreifen vorgesehen. Die Planungen umfassen auch die Bereiche an den Anschlussstellen Germering-Nord und München-Freiham-Mitte.
Das Ausbauvorhaben steht unabhängig von dem Unfall am Donnerstag. Die bestehenden Verkehrsverbindungen verdeutlichen jedoch, weshalb eine zeitweilige Unterbrechung im Aubinger Tunnel auch auf weiter entfernten Abschnitten des Autobahnrings zu Verzögerungen führen kann.
Nach der Bergung des Linienbusses blieb insbesondere die Frage offen, warum das Fahrzeug nach dem Auffahrunfall zunächst weiterrollte. Der Fahrer hatte angegeben, dass er den Bus nicht mehr kontrollieren konnte. Ob der Zusammenstoß einen technischen Schaden verursachte oder andere Umstände dafür verantwortlich waren, war zunächst nicht gesichert.
Auch die genaue Ursache des ursprünglichen Auffahrunfalls war noch nicht abschließend festgestellt. Aus der Tatsache, dass der Bus auf den Lastwagen auffuhr, lässt sich allein keine abschließende Aussage über die rechtliche Verantwortung ableiten.
Fest stand zunächst, dass der Busfahrer leicht verletzt wurde, die Feuerwehr ihn aus dem Fahrzeug befreien musste und die Bergungsarbeiten erhebliche Verkehrsbehinderungen verursachten. Die vollständige Sperrung des Aubinger Tunnels wurde am Vormittag wieder aufgehoben. Weitere Fahrstreifen konnten im Verlauf des Tages nach den Bergungsarbeiten freigegeben werden.
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