
In der Nacht zum Montag, 2. November 2026, zeigt Das Erste um 00:05 Uhr den deutschen Spielfilm „Die Akademie“ von Regisseurin Camilla Guttner. Im Mittelpunkt steht eine junge Kunststudentin, die an einer renommierten Hochschule ihren eigenen Weg finden möchte und dabei mit Konkurrenz, Abhängigkeiten und den Erwartungen ihrer Professoren konfrontiert wird. Hauptdarstellerin Maja Bons wurde für ihre Leistung mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Der Film läuft innerhalb der Reihe „ARD Debüt“ und ist auch in der ARD-Mediathek verfügbar.
Das Erste zeigt „Die Akademie“ am Montag, 2. November 2026, von 00:05 bis 01:48 Uhr. Die Ausstrahlung beginnt damit unmittelbar nach Mitternacht in der Nacht von Sonntag auf Montag. Der Sender hat eine Sendedauer von 103 Minuten vorgesehen. Untertitel und Audiodeskription sind angekündigt.
Die Handlung folgt der 19-jährigen Jojo, gespielt von Maja Bons. Für die junge Frau erfüllt sich ein großer Wunsch, als sie an der Münchner Kunstakademie aufgenommen wird. Besonders begeistert sie die Aussicht, bei dem international angesehenen Maler Professor Robert Copley zu studieren.
Doch die anfängliche Begeisterung bekommt schnell Risse. Jojo erlebt eine Hochschulwelt, in der künstlerische Anerkennung nicht allein von Talent und handwerklichem Können abhängt. Persönliche Beziehungen, die Urteile einflussreicher Lehrender und die Konkurrenz unter den Studierenden bestimmen zunehmend ihren Alltag.
Während Jojo versucht, ihre eigene künstlerische Ausdrucksform zu entwickeln, gerät sie immer stärker unter Druck. Die ersehnte Freiheit des Kunststudiums steht im Gegensatz zu einem Umfeld, in dem persönliche Abhängigkeiten und schwer durchschaubare Erwartungen eine entscheidende Rolle spielen.
Der Film verbindet die Entwicklung seiner Hauptfigur mit satirischen Beobachtungen des Kunstbetriebs. Dabei geht es um die Frage, wie junge Künstlerinnen und Künstler ihre Eigenständigkeit bewahren können, wenn Anerkennung und berufliche Perspektiven stark von wenigen einflussreichen Personen abhängen.
Die zentrale Figur Jojo wird von Maja Bons verkörpert. An ihrer Seite spielt der französisch-amerikanische Schauspieler Jean-Marc Barr den angesehenen Professor Robert Copley. Seine Figur steht für die Anziehungskraft eines erfolgreichen Künstlers, dessen Urteil für die Entwicklung seiner Studierenden große Bedeutung besitzt.
Luise Aschenbrenner übernimmt die Rolle der Kunststudentin Siri Grün. Andreas Lust spielt Professor Norbert Roeg, während Isolde Barth als Elsa und Christoph Luser als Richard zu sehen sind.
Zur weiteren Besetzung gehören unter anderem Jörg Besser, Joscha Baltha, Felix Phönix Lehmann, Jieun Park, Janusz Szczurowski und Jonathan Joél Albrecht. Michael Brandner ist in einem Gastauftritt beteiligt.
Eine besondere Anerkennung erhielt Hauptdarstellerin Maja Bons bereits vor dem regulären Kinostart. Sie wurde beim Bayerischen Filmpreis für ihre schauspielerische Leistung in der Kategorie Nachwuchsschauspiel ausgezeichnet. Damit zählt ihre Darstellung der jungen Kunststudentin zu den offiziell prämierten Leistungen des Films.
Seine Weltpremiere hatte „Die Akademie“ am 4. Juli 2024 beim Filmfest München. Dort wurde die Produktion in der Reihe „Neues Deutsches Kino“ präsentiert. Anschließend war der Film unter anderem bei den Ahrenshooper Filmnächten sowie beim Raindance Film Festival vertreten.
Der reguläre Kinostart in Deutschland folgte am 20. März 2025. Den Verleih übernahm Weltkino. Der Film war somit bereits mehr als anderthalb Jahre vor der nun angekündigten ARD-Ausstrahlung im Kino zu sehen.
Bei der zeitlichen Einordnung unterscheiden sich einzelne Programmdaten. Während die ARD das Werk für die Fernsehausstrahlung auch als Film aus dem Jahr 2025 bezeichnet, führen der Verleih und die deutsche Filmdatenbank Filmportal das Produktionsjahr 2024. Die Dreharbeiten fanden bereits im Sommer 2023 statt.
Auch die Laufzeiten variieren je nach Fassung. Während die Fernsehausstrahlung mit 103 Minuten angesetzt ist, nennt Weltkino 104 Minuten und Filmportal für die Kinofassung 110 Minuten. Der Film hat eine Altersfreigabe ab 16 Jahren.
Für Drehbuch und Regie zeichnet Camilla Guttner verantwortlich. Sie studierte selbst an der Akademie der Bildenden Künste München und war Meisterschülerin des irischen Malers Sean Scully. Anschließend absolvierte sie ein Regiestudium an der Hochschule für Fernsehen und Film München.
Diese Verbindung zur Kunstwelt bildet eine wichtige Grundlage der Produktion. Guttner greift Erfahrungen aus dem akademischen Kunstbetrieb auf und verarbeitet sie in einer fiktionalen Geschichte. Die im Film gezeigte Kunst spielt dabei eine eigenständige Rolle. Ein großer Teil der Bilder, die der Hauptfigur Jojo zugeordnet werden, stammt von der Regisseurin selbst.
Gedreht wurde zwischen dem 17. Juli und dem 15. August 2023 in München. Zu den Schauplätzen gehört auch die dortige Kunstakademie. Durch die Dreharbeiten in diesem Umfeld erhält die Geschichte einen unmittelbaren Bezug zu jenem Hochschulbetrieb, den sie kritisch und teilweise satirisch betrachtet.
Für die Bildgestaltung war der italienische Kameramann Luca Bigazzi verantwortlich. Den Schnitt übernahmen Christian Bach und Beatrice Babin. Die Filmmusik stammt von Ege Ateslioglu, ergänzt durch Musik von Meerkat Meerkat.
„Die Akademie“ entstand als Produktion von Schiwago Film, SuperCine, Penned Pictures und Standing Ovation Production. Als Produzenten werden Marcos Kantis, Korbinian Kalleder, Josef Brandmaier und Camilla Guttner genannt.
An der Koproduktion waren der Westdeutsche Rundfunk, Arte und der Bayerische Rundfunk beteiligt. Die redaktionelle Betreuung übernahmen Corinna Liedtke und Anke Hirschel für den WDR, Birgit Kämper für Arte sowie Natalie Lambsdorff für den BR.
Unterstützt wurde das Projekt unter anderem durch den FilmFernsehFonds Bayern, den Deutschen Filmförderfonds, die Filmförderungsanstalt und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Die Fernsehausstrahlung erfolgt innerhalb der Reihe „ARD Debüt“, mit der Das Erste insbesondere jüngeren und aufstrebenden Filmschaffenden eine zusätzliche Präsentationsmöglichkeit bietet. Für Guttner war „Die Akademie“ das Kinodebüt, allerdings nicht ihr erster abendfüllender Film.
Wer den Film nicht während der nächtlichen Ausstrahlung verfolgen möchte, kann „Die Akademie“ auch über die ARD-Mediathek ansehen. Dort ist die Produktion mit einer Alterskennzeichnung ab 16 Jahren gelistet.
Die Online-Veröffentlichung wurde bereits für den 26. Oktober 2026 angekündigt. Nach den Angaben der ARD bleibt der Spielfilm bis zum 1. Februar 2027 um 23:59 Uhr abrufbar.
Der Film lässt sich damit unabhängig von der späten Fernsehsendezeit ansehen. Inhaltlich richtet er sich nicht nur an ein Publikum mit Interesse an Malerei und bildender Kunst. Die Geschichte behandelt zugleich allgemeinere Fragen nach Selbstbestimmung, beruflicher Anerkennung und dem Einfluss institutioneller Macht auf junge Menschen.
Mit seiner Verbindung aus Künstlerinnenporträt, Hochschulsatire und Entwicklungsdrama setzt „Die Akademie“ einen anderen Akzent als viele klassische Fernsehfilme. Im Mittelpunkt steht keine abgeschlossene Erfolgsgeschichte, sondern die Auseinandersetzung einer jungen Frau mit den Erwartungen und Widersprüchen ihres künstlerischen Umfelds.
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