Sechs Verletzte nach Ausschreitungen beim Rheinderby in Köln

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Ausschreitungen beim Rheinderby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach haben am Sonntag, 11. Oktober 2026, sechs Menschen verletzt. Das geht aus Angaben der Polizei hervor, die die Deutsche Presse-Agentur am Montag veröffentlichte. Unter den Verletzten sind ein Kind, eine Mitarbeiterin des Ordnungsdienstes und drei Polizeibeamte. Im RheinEnergieStadion waren zuvor Schutzscheiben aus ihren Verankerungen getreten und pyrotechnische Gegenstände in benachbarte Zuschauerbereiche geworfen worden. Die Bundesliga-Partie musste kurz unterbrochen werden.

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Auseinandersetzungen im Oberrang nach Kölner Führungstreffer

Die Gewalt entwickelte sich in der zweiten Halbzeit im Bereich des Gästeblocks. Nachdem Köln in der 67. Minute in Führung gegangen war, gerieten Anhänger beider Vereine im Oberrang aneinander. Fans aus dem Mönchengladbacher Bereich traten Plexiglasscheiben aus den Befestigungen, die benachbarte Zuschauerblöcke voneinander trennen sollten.

Zudem wurden Böller und Leuchtraketen gezündet. Pyrotechnische Gegenstände flogen aus dem Gästebereich auf eine Tribüne mit Kölner Anhängern. Wie viele Personen unmittelbar an den körperlichen Auseinandersetzungen beteiligt waren und wer einzelne Gegenstände warf, war zunächst nicht gesichert. Angaben zu einem Platzsturm lagen nicht vor.

Schiedsrichter Florian Badstübner stoppte die Begegnung vorübergehend. Nach mehreren Minuten griff die Polizei in die Auseinandersetzungen ein. Bereits zu Spielbeginn hatte Pyrotechnik in den Fankurven für eine Verzögerung gesorgt. Diese Vorfälle sind von den späteren gewaltsamen Auseinandersetzungen zu unterscheiden.

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Zwei Stadionbesucher, eine Ordnerin und drei Polizisten verletzt

Die Polizei bezifferte die Zahl der Verletzten auf sechs. Betroffen sind zwei Stadionbesucher, darunter ein Kind, außerdem eine Ordnerin und drei Polizeibeamte. Zur Art oder Schwere ihrer Verletzungen lagen am Montag zunächst keine näheren Angaben vor. Auch ob Personen zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden mussten, war nicht gesichert.

Offen blieb zunächst ebenso, wie die jeweiligen Verletzungen entstanden. Ob sie durch körperliche Angriffe, den Einsatz von Pyrotechnik oder andere Umstände verursacht wurden, wurde in den bekannt gewordenen Polizeiangaben nicht aufgeschlüsselt. Behördlich bestätigte Zahlen zu Festnahmen oder konkreten Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit den Vorfällen lagen zunächst nicht vor.

Beide Vereine verurteilen die Gewalt auf den Rängen

Verantwortliche beider Bundesligisten distanzierten sich nach dem Spiel von den Ausschreitungen. Gladbachs Sportchef Rouven Schröder kritisierte insbesondere das Werfen von Böllern in Zuschauerbereiche. Ein solcher Umgang mit anderen Stadionbesuchern sei nicht hinnehmbar, erklärte er nach der Begegnung. Der Vorfall habe auch Unbeteiligte gefährdet.

Auch Kölns Geschäftsführer Philipp Türoff verurteilte die Szenen ausdrücklich. Sie hätten im Fußball keinen Platz und überschatteten den sportlichen Erfolg seines Vereins. Zugleich verteidigte er nach einem ersten Eindruck das Sicherheitskonzept. Dass die Polizei erst nach einigen Minuten eingegriffen habe, bewertete er als nicht ungewöhnlich. Eine abschließende Bilanz sei seine Einschätzung ausdrücklich nicht, stellte er klar.

Neues Sicherheitskonzept beim Derby erstmals erprobt

Besondere Aufmerksamkeit erhalten die Vorfälle, weil beim Derby erstmals die im Juli erneuerte Stadionallianz NRW für diese Begegnung angewandt wurde. Das Konzept sieht eine engere Abstimmung zwischen Vereinen, Polizei und weiteren Beteiligten vor. Innerhalb der Stadien tragen die Vereine als Veranstalter mit ihren Ordnungsdiensten, Sicherheitsbeauftragten und Fanbeauftragten die Verantwortung für die Veranstaltungssicherheit. Die Polizei bleibt für Gefahrenabwehr und Strafverfolgung zuständig.

Nach Angaben der Polizei Köln sollte sie bei Fußballspielen stärker im Hintergrund bleiben und ihre Kräfte auf konkrete Gefahrenlagen konzentrieren. Schon vor dem Derby war die Begegnung als Risikospiel eingestuft worden. Die Polizei hatte gegen acht Personen aus der Kölner und drei aus der Mönchengladbacher Fanszene Bereichsbetretungs- und Aufenthaltsverbote für den Spieltag ausgesprochen. Außerdem hatten 50 Kölner Anhänger im Vorfeld eine Gefährderansprache erhalten. Ein Zusammenhang dieser Maßnahmen mit den späteren Auseinandersetzungen ist nicht belegt.

Das Geschehen wirft Fragen nach der Trennung der Fanbereiche und dem Zeitpunkt des polizeilichen Eingreifens auf. Aus der Verzögerung allein lässt sich jedoch nicht ableiten, dass die veränderte Aufgabenverteilung die Vorfälle verursacht hat.

Ermittlungen und mögliche Konsequenzen noch offen

Über Festnahmen, Stadionverbote oder strafrechtliche Maßnahmen gegen bestimmte Beteiligte gab es zunächst keine gesicherten Informationen. Ebenso lag keine bestätigte Ankündigung des DFB-Kontrollausschusses zu einem Verfahren wegen der Ausschreitungen vor. Ob Vereine oder Einzelpersonen mit Sanktionen rechnen müssen, war damit zunächst offen.

Allerdings hatte der Deutsche Fußball-Bund seine Richtlinien zur Bemessung von Verbandsstrafen Ende Juli verändert. Besonders gefährlicher Einsatz von Pyrotechnik, darunter Böller, Raketen und geworfene Gegenstände, wird darin strenger bewertet. Der Verband sieht für schwerwiegende Fälle mit Verletzten eine Einzelfallbewertung nach seinen allgemeinen Strafzumessungsregeln vor. Ob und welche sportgerichtlichen Konsequenzen die Vorgänge in Köln haben werden, war am Montag noch nicht bekannt.

Frühere Derbys bereits unter besonderer Beobachtung

Die Sicherheitslage bei Begegnungen beider Vereine beschäftigt die Behörden seit Jahren. Beim Derby im März 2026 setzte die Polizei Köln mehr als 1.400 Einsatzkräfte ein. In ihrer anschließenden Bilanz hielt sie fest, dass in beiden Fanbereichen Pyrotechnik gezündet worden war. Auch Strafanzeigen wegen des Einsatzes pyrotechnischer Gegenstände gehörten damals zu den registrierten Ereignissen.

Die Auseinandersetzungen vom Sonntag rücken nun erneut die Sicherheit von Besuchern und Beschäftigten ins Zentrum. Sportlich endete die Partie am fünften Bundesliga-Spieltag mit einem 2:1 für Köln. Für die weitere Aufarbeitung stehen jedoch die sechs Verletzten, die beschädigten Schutzvorrichtungen und die Abläufe im Stadion im Vordergrund.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu