B104 bei Mustin wird voll gesperrt: Das ändert sich für Fahrer und Busgäste

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Auf der Bundesstraße 104 in Mecklenburg-Vorpommern beginnen am Montag, 5. Oktober 2026, umfangreiche Bauarbeiten. Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Abzweig Mustin an der Kreisstraße 108 im Landkreis Ludwigslust-Parchim und der Grenze zum Landkreis Rostock bei Tieplitz. Zunächst kann der Verkehr noch halbseitig passieren. Für die eigentliche Fahrbahnerneuerung ist anschließend eine Vollsperrung der B104 zwischen Mustin und Tieplitz vorgesehen. Autofahrer müssen dann eine größere Umleitung einplanen. Auch im regionalen Busverkehr kommt es zu erheblichen Einschränkungen.

Bauarbeiten beginnen am 5. Oktober mit Ampelverkehr

Nach Angaben des Straßenbauamts Schwerin starten die Arbeiten am Montag, 5. Oktober. Bis einschließlich 11. Oktober werden zunächst zwei Bushaltestellen am Knoten Mustin barrierefrei ausgebaut. In dieser ersten Bauphase bleibt die B104 befahrbar. Der Verkehr wird mit einer Baustellenampel halbseitig am Arbeitsbereich vorbeigeführt. Auch Busse sollen grundsätzlich weiterfahren können. Falls erforderlich, sollen Ersatzhaltestellen eingerichtet werden.

Hintergrund der Arbeiten ist der Zustand der Fahrbahn. Das Straßenbauamt nennt Risse und weitere Verschleißschäden. Einzelne Bereiche seien bereits mehrfach ausgebessert worden. Mit der nun geplanten Erneuerung soll die Strecke dauerhaft instand gesetzt und die Verkehrssicherheit erhalten werden. Die gesamte Baustelle erstreckt sich laut aktueller Baustellenübersicht über rund 2,8 Kilometer.

Vollsperrung vom 12. bis 24. Oktober angekündigt

Die entscheidende Einschränkung folgt ab Montag, 12. Oktober. Nach der offiziellen Mitteilung werden die B104 und die K108 im Kreuzungsbereich bis voraussichtlich Samstag, 24. Oktober, vollständig gesperrt. Das Straßenbauamt begründet die Vollsperrung mit der geringen Fahrbahnbreite. Eine halbseitige Verkehrsführung sei während der Fahrbahnerneuerung dort nicht möglich.

Auch die Übersicht über künftig geplante Baustellen des Landes führt die Fahrbahnerneuerung zwischen dem Abzweig Mustin und Tieplitz mit einer Vollsperrung vom 12. bis 24. Oktober auf. Der Gesamtzeitraum der Straßenarbeiten reicht allerdings deutlich darüber hinaus. Nach Abschluss der Vollsperrung sind weitere Arbeiten mit Ampelregelung vorgesehen. Die gesamte Maßnahme soll spätestens am 13. November abgeschlossen sein. Witterungsbedingt können sich die Termine nach Angaben des Straßenbauamts verschieben.

Umleitung führt über Borkow, Lohmen und Klein Upahl

Für den Durchgangsverkehr wird eine weiträumige Umleitung eingerichtet. Sie führt von Sternberg über Borkow und Lohmen sowie Klein Upahl nach Prüzen. In der Gegenrichtung gilt dieselbe Strecke entsprechend umgekehrt. Witzin und Tieplitz sollen während der Arbeiten erreichbar bleiben.

Auch Verkehrsteilnehmer aus den Ortschaften entlang der K108 müssen den gesperrten Kreuzungsbereich umfahren. Eine konkrete zusätzliche Zeitangabe für die Umleitungsstrecke oder eine Prognose zu möglichen Staus hat das Straßenbauamt nicht veröffentlicht. Fest steht jedoch, dass der Verkehr zwischen Sternberg und dem Bereich Tieplitz während der Vollsperrung nicht direkt über den betroffenen Abschnitt der B104 geführt werden kann.

Das Straßenbauamt bittet Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Verständnis für die Einschränkungen. Die Baukosten liegen nach Behördenangaben bei rund 670.000 Euro und werden vom Bund getragen. Ausgeführt werden die Arbeiten von der Eurovia Verkehrsbau GmbH aus Kavelstorf.

Schülerverkehr soll zunächst sichergestellt werden

Besondere Auswirkungen hat die Sperrung auf den öffentlichen Nahverkehr. Nach der Mitteilung des Straßenbauamts soll der Schülerverkehr der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim, kurz VLP, vom 12. bis 14. Oktober sichergestellt werden. Genauere Änderungen an einzelnen VLP Fahrten oder Haltestellen waren auf der aktuellen Verkehrsmeldungsseite des Unternehmens zunächst nicht veröffentlicht.

Deutlich einschneidender fallen die angekündigten Folgen für die regionale Linie MV71 von rebus aus. Diese verbindet Sternberg und Güstrow über den betroffenen Bereich. Nach Angaben des Verkehrsunternehmens kann die Linie während seiner angekündigten Sperrphase nur zwischen Güstrow ZOB und Tieplitz verkehren. Der Abschnitt zwischen Tieplitz und Sternberg wird in diesem Zeitraum nicht bedient. Damit entfällt auf diesem Teil der reguläre durchgehende Busverkehr der MV71.

Rebus nennt abweichenden Zeitraum für die MV71

Bei den veröffentlichten Terminen besteht derzeit eine Abweichung. Das Straßenbauamt Schwerin nennt für die eigentliche Vollsperrung der Bundesstraße den Zeitraum vom 12. bis 24. Oktober. Rebus weist seine Einschränkungen auf der Linie MV71 dagegen für den Zeitraum vom 14. bis einschließlich 26. Oktober 2026 aus. Das Unternehmen bezeichnet den betroffenen Bereich als B104 zwischen Witzin und Tieplitz und präzisiert ihn mit dem Abschnitt vom Abzweig Mustin bis zur Kreisgrenze zwischen Ludwigslust-Parchim und Rostock.

Eine veröffentlichte Erklärung für die voneinander abweichenden Anfangs- und Enddaten lag zunächst nicht vor. Für Autofahrer gilt die amtliche Baustellenankündigung des Straßenbauamts mit der Vollsperrung vom 12. bis voraussichtlich 24. Oktober. Busfahrgäste der MV71 sollten sich dagegen an der aktuellen Verkehrsmeldung von rebus orientieren, die Einschränkungen vom 14. bis 26. Oktober ausweist. Das Verkehrsunternehmen empfiehlt Fahrgästen ausdrücklich, die Änderungen bei ihrer Reiseplanung zu berücksichtigen.

Bis Mitte November bleiben weitere Einschränkungen

Mit der Freigabe nach der geplanten Vollsperrung sind die Arbeiten noch nicht vollständig beendet. Nach dem 24. Oktober soll auf der B104 erneut eine halbseitige Verkehrsführung mit Ampel eingerichtet werden. Spätestens am 13. November 2026 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Damit müssen Autofahrer auf dem Abschnitt zwischen Mustin und Tieplitz insgesamt mehrere Wochen mit wechselnden Verkehrsführungen rechnen.

Die zugrunde liegende Mitteilung des Straßenbauamts Schwerin wurde am 29. September 2026 veröffentlicht. Auch der Nordkurier berichtete bereits an diesem Tag über die bevorstehende Sperrung und die Folgen für Autofahrer und Busfahrgäste. Rebus führte seine Verkehrsmeldung zur MV71 ebenfalls mit Stand vom 29. September.

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