
Auf der B327 im Hunsrück beginnen am Montag, 2. November 2026, umfangreiche Sanierungsarbeiten. Zwischen Schalesbach und Immert wird die Bundesstraße in Fahrtrichtung Morbach gesperrt. Autofahrer müssen eine ausgeschilderte Umleitung über den Erbeskopf nutzen. In der Gegenrichtung bleibt die Straße befahrbar. Gleichzeitig startet eine weitere Fahrbahnsanierung zwischen dem Kreisverkehr Belginum und Wenigerath. Auch mehrere Buslinien und der Schülerverkehr sind von den Einschränkungen betroffen.
Die Bauarbeiten betreffen einen rund 4.000 Meter langen Abschnitt der Hunsrückhöhenstraße zwischen Schalesbach und Immert im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Wie der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier am 20. Oktober 2026 mitteilte, wird die Fahrbahn grundlegend erneuert.
Vorgesehen ist eine Sanierung im Tiefeinbau. Dabei werden sowohl die Asphaltbinderschicht als auch die darüberliegende Asphaltdeckschicht erneuert. Die Arbeiten gehen damit über eine Erneuerung der obersten Fahrbahnschicht hinaus.
Die Baukosten belaufen sich nach Angaben des LBM auf rund 2,05 Millionen Euro. Finanziert wird die Maßnahme gemeinsam durch den Bund und das Land Rheinland-Pfalz entsprechend ihren jeweiligen Zuständigkeiten. Den Auftrag erhielt die Franz Lehnen GmbH & Co. KG aus Sehlem.
Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 2. November. Eine genaue Uhrzeit für die Einrichtung der Sperrung nennt die veröffentlichte Mitteilung des LBM nicht. Auch konkrete Straßenkilometer oder einzelne Kreuzungen als Grenzen der Bauabschnitte werden darin nicht angegeben.
Während der Bauarbeiten wird die B327 zwischen Schalesbach und Immert halbseitig gesperrt. Wegen der geringen Fahrbahnbreite kann der Verkehr nicht gleichzeitig in beiden Richtungen durch die Baustelle geführt werden.
Für Autofahrer aus Richtung Thalfang in Richtung Morbach bedeutet das eine Sperrung der bisherigen Verbindung. Die offizielle Umleitung führt von der B327 über die Landesstraße L164 in Richtung Erbeskopf. Anschließend geht es über die Bundesstraße B269 zurück zur B327 im Bereich Morbach.
Der Verkehr aus Richtung Morbach nach Thalfang bleibt dagegen auf der B327 möglich. Nach Darstellung des LBM soll diese Verkehrsführung zugleich verhindern, dass die Umleitungsstrecke zusätzlich durch Fahrzeuge aus beiden Fahrtrichtungen belastet wird.
Die Arbeiten werden in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Damit soll die Erreichbarkeit der Ortschaften Immert und Etgert für Anwohner möglichst weitgehend erhalten bleiben. Eine genaue zeitliche Zuordnung der einzelnen Bauabschnitte wurde zunächst nicht veröffentlicht.
Beim voraussichtlichen Ende der Sperrung liegen unterschiedliche Zeitangaben vor. Der LBM Trier rechnet in seiner Mitteilung vom 20. Oktober damit, dass die Arbeiten bei geeigneter Witterung bis Anfang Dezember andauern.
Der Verkehrsverbund Region Trier (VRT) nennt in seiner Baustelleninformation vom 26. Oktober dagegen den Zeitraum vom 2. November bis einschließlich 18. Dezember 2026.
Damit ist der genaue Zeitpunkt der Wiederfreigabe noch nicht eindeutig festgelegt. Insbesondere die Witterung spielt nach Angaben des LBM für den vorgesehenen Bauablauf eine Rolle.
Die Sperrung hat auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Nach Angaben des Verkehrsverbundes Region Trier sind die Linien 341, 346, 380 und 386 betroffen. Für mehrere Fahrten wurden veränderte Abfahrtszeiten und Streckenführungen veröffentlicht.
Bei der Linie 380 werden die Busse in Richtung Morbach ZOB über die L164 und die B269 umgeleitet. In dieser Fahrtrichtung entfallen die Haltestellen Thalfang Feldstraße, Thalfang In der Nah und Gutenthal Aufm Lehnchen.
Auf der Linie 346 verschieben sich zwei Abfahrten ab Deuselbach Am Weiher in Richtung Morbach ZOB. Statt um 13.42 Uhr fahren die Busse um 14.04 Uhr, statt um 16.42 Uhr um 17.04 Uhr.
Auch bei der Linie 341 gibt es Einschränkungen. Die Fahrt ab Morbach ZOB um 14.07 Uhr entfällt während der Bauarbeiten wegen der durch Umleitungen verursachten Verzögerungen. Fahrgäste mit dem Ziel Bischofsdhron sollen die nächste Verbindung um 14.32 Uhr nutzen.
Besonders relevant sind die Änderungen für Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel IGS Morbach. Nach der VRT-Mitteilung müssen sie bereits um 6.26 Uhr ab Immert Ort beziehungsweise um 6.31 Uhr ab Etgert Ort eine Verbindung nach Thalfang nutzen. Dort ist am Busbahnhof um 7.09 Uhr der Umstieg auf die Verbindung nach Morbach vorgesehen.
Weitere Änderungen betreffen mehrere Fahrten der Linie 386. Der Verkehrsverbund hat hierfür angepasste Abfahrtszeiten und Fahrwege veröffentlicht.
Parallel zur Sanierung zwischen Schalesbach und Immert beginnt am 2. November eine zweite Baumaßnahme auf der B327. Sie betrifft den Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr Belginum und Wenigerath.
Dort werden nach Angaben des LBM auf der gesamten Fahrbahnbreite die oberen vier Zentimeter der Asphaltdeckschicht erneuert. Das Investitionsvolumen beträgt rund 940.000 Euro. Auch diese Maßnahme wird von der Bundesrepublik Deutschland finanziert. Auftragnehmer ist ebenfalls die Firma Franz Lehnen aus Sehlem.
Wegen der ausreichenden Fahrbahnbreite kann die Sanierung unter halbseitiger Sperrung erfolgen. Laut LBM bleibt die Fahrtrichtung Mainz/Hahn während der gesamten Bauzeit als Einbahnstraße freigegeben. Die Fahrtrichtung Thalfang wird in beiden Bauabschnitten gesperrt.
Die ausgeschilderte Umleitung führt vom Kreisverkehr Belginum über die B50 zum Kreisverkehr Blockhaus. Von dort verläuft sie über die B269 bei Gonzerath in Richtung Morbach zurück zur B327.
Die Richtungsbezeichnungen sind allerdings nicht in allen Veröffentlichungen deckungsgleich. Während der LBM die gesperrte Richtung als Fahrtrichtung Thalfang bezeichnet, nennt der VRT in seiner Information zum Busverkehr eine Sperrung in Fahrtrichtung Morbach. Eine eindeutige Auflösung dieser Abweichung lag zunächst nicht vor.
Der LBM erwartet, dass die gesamte Sanierung dieses Abschnitts bis Ende 2026 andauert. Der VRT nennt für die Einschränkungen im Busverkehr dagegen den 18. Dezember als Enddatum. Die Linie 341 in Richtung Morbach wird während der Bauarbeiten umgeleitet. Dabei kann es nach Angaben des Verkehrsverbundes zu Verspätungen kommen.
Die beiden Fahrbahnsanierungen fallen in eine Zeit, in der bereits weitere Arbeiten an der B327 stattfinden. An der Anschlussstelle B327/B269 bei Morbach begann im September der Umbau zu einem kreuzungsfreien Knotenpunkt.
Für dieses eigenständige Bauprojekt sind rund 3,3 Millionen Euro vorgesehen. Nach Angaben des LBM sollen zwei neue Brückenbauwerke entstehen und die bestehende Morbachbrücke auf beiden Seiten verlängert werden. Außerdem ist eine neue Verbindung zwischen zwei innerörtlichen Gemeindestraßen geplant.
Die Arbeiten an der Anschlussstelle sollen voraussichtlich bis Ende 2027 dauern. Die Gemeinde Morbach erklärte am 27. Oktober, dass zunächst außerhalb des Straßenverkehrsraums gearbeitet werde und die B269 in beiden Richtungen befahrbar bleibe. Der Geh- und Radweg entlang der B269 vom Kreisverkehr Morbach ist dagegen bereits gesperrt.
Für Autofahrer auf der Hunsrückhöhenstraße stehen damit mehrere voneinander getrennte Baumaßnahmen an. Ab dem 2. November sind insbesondere die unterschiedlichen Fahrtrichtungen und Umleitungsstrecken auf den beiden Sanierungsabschnitten zu beachten. Für Busfahrgäste gelten zusätzlich die vom Verkehrsverbund veröffentlichten Fahrplanänderungen.
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