B407 zwischen Irsch und Oberzerf: Monatelange Sperrung beginnt

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Symbolfoto

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Autofahrer im Landkreis Trier-Saarburg müssen sich ab Montag, 19. Oktober 2026, auf erhebliche Änderungen einstellen. Die Bundesstraße 407 zwischen Irsch und Oberzerf wird auf rund 7,5 Kilometern saniert. Für die Arbeiten sind zwei Bauabschnitte vorgesehen, die teilweise gleichzeitig gesperrt werden. Während der erste Abschnitt voraussichtlich Ende November fertiggestellt sein soll, dauern die Bauarbeiten zwischen Vierherrenborn und Irsch nach derzeitigem Plan bis Ende April 2027. Auch der Busverkehr und die Schülerbeförderung sind betroffen.

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B407 wird in zwei Abschnitten voll gesperrt

Die Vollsperrung der B407 beginnt am Montag zunächst zwischen der Einmündung der Kreisstraße 141 nach Oberzerf und der Kreisstraße 149 nach Vierherrenborn. Nach den veröffentlichten Verkehrsangaben der Landesmeldestelle ist der Beginn für 7 Uhr vorgesehen. Dieser erste Bauabschnitt soll nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität Trier bei planmäßigem Verlauf bis Ende November 2026 abgeschlossen werden.

Bereits Ende Oktober soll ein zweiter Bauabschnitt hinzukommen. Dann wird auch die B407 zwischen der Ortslage Irsch und der Einmündung der K 149 nach Vierherrenborn gesperrt. In den veröffentlichten Verkehrsangaben ist dafür der 26. Oktober um 7 Uhr vorgesehen. Der Landesbetrieb Mobilität nennt Ende Oktober als geplanten Beginn. Beide Bauabschnitte überschneiden sich voraussichtlich rund vier Wochen lang. Während dieser Zeit ist die gesamte Verbindung zwischen Irsch und der K 141 bei Oberzerf nicht befahrbar.

Für den zweiten Abschnitt ist eine Bauzeit bis voraussichtlich Ende April 2027 vorgesehen. Die Freigabe hängt vom tatsächlichen Baufortschritt ab. Damit bleibt die Verbindung über mehrere Monate eingeschränkt, auch wenn die Arbeiten im ersten Abschnitt bereits im November enden sollen. Die einzelnen Bauabschnitte ermöglichen es, die umfangreichen Sanierungsarbeiten zeitlich gestaffelt auszuführen.

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Umleitungen führen über Konz, Trier und Pellingen

Für den Schwerverkehr richtet der LBM eine großräumige Umleitung ein. Lastwagen werden von Saarburg-Beurig über die B51 durch Konz nach Trier geführt. Von dort verläuft die Strecke über die B268 durch Pellingen und Steinbachweier zurück zur B407. In der Gegenrichtung gilt dieselbe Umleitung entsprechend umgekehrt.

Der übrige Straßenverkehr erhält eine andere Umleitungsstrecke. Von Irsch geht es über die L138 durch Schoden, Wiltingen, Oberemmel und Krettnach. Anschließend führt die Verbindung über die B268 durch Pellingen und Steinbachweier zur B407. Auch diese Route ist für beide Fahrtrichtungen vorgesehen. Damit unterscheiden sich die ausgeschilderten Strecken für den Schwerverkehr und die übrigen Fahrzeuge deutlich.

Der Landesbetrieb Mobilität verweist für die detaillierte Darstellung der Verkehrsführung auf den Mobilitätsatlas Rheinland-Pfalz unter verkehr.rlp.de. Dort lassen sich die Umleitungen über die Karteneinstellungen anzeigen. Zugleich bittet der LBM die Verkehrsteilnehmer um Rücksichtnahme auf den Umleitungsstrecken und im umliegenden Straßennetz.

Buslinien 239 und 240 müssen Umwege fahren

Auch der öffentliche Nahverkehr wird durch die Bauarbeiten beeinträchtigt. Für den Zeitraum vom 19. bis zum 26. Oktober hat der Verkehrsverbund Region Trier Änderungen auf den Linien 239 und 240 angekündigt. Beide Linien werden wegen der Sperrung zwischen Oberzerf und Vierherrenborn umgeleitet. Der Verkehrsverbund weist darauf hin, dass dadurch Verspätungen entstehen können.

Für Fahrgäste in Vierherrenborn gibt es eine konkrete Änderung. Die Haltestelle Vierherrenborn B407 in Richtung Saarburg bleibt regulär in Betrieb. In Richtung Zerf wird die Haltestelle dagegen in die K149, Hauptstraße, verlegt. Diese Regelung gilt zunächst für die erste Phase der Bauarbeiten.

Besonders betroffen ist der Schülerverkehr. Nach Angaben der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell soll er während des ersten Bauabschnitts zunächst über Vierherrenborn geführt werden. Sobald der zweite Bauabschnitt eingerichtet ist, ist eine Umleitung über Serrig vorgesehen. Damit ändert sich die Verkehrsführung für die Schülerbeförderung im Verlauf der Maßnahme erneut.

Der Verkehrsverbund arbeitet mit den beteiligten Busunternehmen an den weiteren Baustellenfahrplänen. Dabei können auch geänderte Abfahrtszeiten notwendig werden, um zusätzliche Fahrzeiten durch die Umleitungen zu berücksichtigen und Anschlüsse möglichst sicherzustellen. Welche Fahrten im weiteren Verlauf konkret angepasst werden, stand zunächst noch nicht abschließend fest. Der VRT will die Änderungen veröffentlichen, sobald die entsprechenden Fahrpläne vorliegen.

Rund 3,8 Millionen Euro für die Sanierung der Bundesstraße

Hinter der mehrmonatigen Sperrung stehen umfangreiche Arbeiten an der Fahrbahn und den angrenzenden Straßenbereichen. Die gesamte Baumaßnahme umfasst rund 7,5 Kilometer. Auf einer Länge von drei Kilometern wird der asphaltgebundene Straßenoberbau vollständig erneuert. Dabei werden auch Bereiche stabilisiert, in denen bereits Setzungsschäden an der talseitigen Böschung entstanden sind. Vorgesehen sind unter anderem Stützkörper und Randbalken aus Erdbeton sowie eine zusätzliche Verstärkung durch eine hydraulisch verfestigte Tragschicht.

Auf den übrigen Abschnitten wird die bestehende Fahrbahn ebenfalls grundlegend überarbeitet. Dazu wird die vorhandene Asphaltbefestigung zunächst um acht Zentimeter abgefräst. Anschließend werden neue Asphalttrag-, Binder- und Deckschichten eingebaut. Die Straße erhält dadurch stellenweise eine etwas größere Aufbauhöhe. Betonrandbalken sollen in einzelnen Bereichen dazu beitragen, die bisherige Fahrbahnbreite zu erhalten. Zusätzlich werden auf rund zwei Kilometern die Entwässerungsrinnen erneuert. Auch Bankette, Durchlässe, Schächte und Mulden werden teilweise instand gesetzt.

Die Kosten für die gesamte Sanierung belaufen sich auf rund 3,8 Millionen Euro. Finanziert werden die Arbeiten durch die Bundesrepublik Deutschland. Beauftragt wurde das Unternehmen Kohl Bau aus Irrel. Dass die B407 während der Arbeiten vollständig gesperrt werden muss, begründet der Landesbetrieb Mobilität mit der vorhandenen geringen Fahrbahnbreite. Eine Verkehrsführung unmittelbar neben den Arbeiten wäre unter den erforderlichen Arbeitsschutzbedingungen nicht möglich. Die Vollsperrung soll zugleich eine zügigere Durchführung der Sanierung ermöglichen.

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