
Am Strand Hasselfelde in Kiel wird es im Sommer 2026 keine Badesaison geben. Der Strand am Kieler Ostufer bleibt weiterhin gesperrt, weil sich die Bauarbeiten an der Anlage deutlich verzögern. Damit entfällt die Nutzung des beliebten Kiel Ostufer Strands für Badegäste und Erholungssuchende in der kommenden Saison vollständig.
Nach übereinstimmenden Medienberichten ist der Zugang zu dem Küstenabschnitt an der Kieler Förde bereits seit Herbst 2025 geschlossen. Eigentlich sollte der Bereich rechtzeitig vor Beginn der Badesaison 2026 wieder freigegeben werden. Doch inzwischen steht fest, dass die Bauarbeiten deutlich länger dauern werden. Die Stadt rechnet nun damit, dass der Strand frühestens im vierten Quartal 2026 fertiggestellt werden kann. Für Badegäste bedeutet das: Der Strand Kiel Hasselfelde bleibt den gesamten Sommer über nicht zugänglich.
Seit September 2025 wird der Strandbereich am Ostufer umfassend umgebaut. Ziel der Maßnahmen ist eine grundlegende Aufwertung des Naherholungsgebietes sowie der Schutz der Küstenlinie an der Kieler Förde. Geplant sind unter anderem ein rund 65 Meter langer Badesteg sowie eine Aussichtsplattform mit Blick über die Förde. Außerdem sollen neue Liegeflächen entstehen, ergänzt durch Bereiche zum Grillen und für Feuerstellen.
Zusätzlich sieht das Projekt barrierefreie Zugänge zum Wasser vor. Dazu gehören Treppenanlagen sowie Wege, die auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet sind. Ein weiterer Bestandteil der Umgestaltung ist die Erneuerung der sanitären Infrastruktur. Statt mobiler Toiletten sollen künftig feste Sanitärcontainer bereitstehen.
Parallel dazu werden im Wasser künstliche Wellenbrecher installiert. Diese Bauwerke sollen verhindern, dass größere Mengen Sand in die Förde gespült werden und der Strand dadurch kontinuierlich an Substanz verliert. Während der Bauphase mussten die Arbeiten jedoch mehrfach angepasst werden. Nach Angaben der Stadt führten unter anderem ungewöhnliche Wetterbedingungen im Winter, zusätzliche Untersuchungen auf mögliche Kampfmittel im Wasser sowie geologische Herausforderungen bei der Böschungssicherung zu Verzögerungen.
Durch die längere Bauzeit erhöhen sich auch die Kosten des Projekts. Ursprünglich war für die Umgestaltung des Strandes eine Summe von rund 3,9 Millionen Euro eingeplant. Inzwischen wird mit einem Kostenanstieg von etwa zehn Prozent gerechnet. Ein Großteil der Finanzierung erfolgt über Fördermittel des Bundes.
Auch die geplanten Änderungen im Verkehrs- und Mobilitätskonzept rund um den Strand verschieben sich. Dazu gehört unter anderem die Einführung einer Parkgebühr in den Straßen Hasselfelde und Zum Kesselort. Zwischen Mai und Oktober sollen dort künftig zwei Euro pro Tag für das Parken erhoben werden. Die Regelung orientiert sich an den Gebühren am Falckensteiner Strand.
Neben den Parkgebühren sieht das Konzept auch zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Fahrräder vor. Insgesamt sollen 15 Fahrradbügel an den Strandzugängen installiert werden. Darüber hinaus ist eine Station des Fahrradverleihsystems „Sprottenflotte“ geplant. Für E-Scooter wird eine separate Abstellfläche eingerichtet.
All diese Maßnahmen werden nun erst nach Abschluss der Bauarbeiten umgesetzt. Die neuen Parkregeln sollen daher erst ab Mai 2027 gelten.
Die umfangreiche Umgestaltung gilt als notwendig, weil sich der Strand Hasselfelde in den vergangenen Jahren zu einem stark frequentierten Bade- und Erholungsort entwickelt hat. Die vorhandene Infrastruktur war zuletzt nicht mehr ausreichend auf das steigende Besucheraufkommen ausgelegt.
Der Strand selbst ist künstlich angelegt. Zwischen 2002 und 2006 wurde das Naherholungsgebiet geschaffen, um einen Ausgleich für den Ausbau des Ostuferhafens zu schaffen. Zuvor befand sich auf dem Gelände ein militärisch genutztes Areal mit einer chemisch-physikalischen Versuchsanstalt.
Mit Abschluss der Bauarbeiten soll der Strandbereich deutlich attraktiver und moderner gestaltet sein. Badegäste werden sich allerdings noch gedulden müssen: Erst zur Badesaison 2027 soll der Strand Hasselfelde in Kiel wieder vollständig zugänglich sein.
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