FC Bayern nach Dortmund-Klassiker: Sorge um Saibari, Gnabry und Olise

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Beim FC Bayern München wächst die Sorge um mehrere Offensivspieler. Nach dem 2:2 gegen Borussia Dortmund am Samstag, 31. Oktober 2026, stehen hinter den Einsätzen von Ismael Saibari, Serge Gnabry und Michael Olise Fragezeichen. Alle drei mussten die Partie verletzungsbedingt vorzeitig beenden. Sportvorstand Max Eberl befürchtet bei zwei Spielern längere Ausfälle. Eine abschließende medizinische Diagnose lag zunächst nicht vor. Bereits vor dem Bundesliga-Klassiker hatten die Münchner auf mehrere Leistungsträger verzichten müssen. Auch die Frage nach möglichen Verstärkungen im Winter rückt damit in den Mittelpunkt.

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Ismael Saibari verletzt sich am rechten Sprunggelenk

Besonders groß sind die Sorgen um Ismael Saibari. Der 25 Jahre alte marokkanische Nationalspieler verletzte sich bei einer Aktion gegen Dortmunds Torhüter Gregor Kobel am rechten Bein. Nach dem Zusammenprall konnte der Offensivspieler nicht weitermachen und wurde in der 29. Minute durch Nathaniel Brown ersetzt. Anschließend verließ Saibari die Allianz Arena auf Krücken, wie unter anderem Sky Sport und die Bundesliga berichteten.

Interimstrainer Aaron Danks erklärte nach dem Spiel, dass Saibari Probleme am Knöchel habe. Die Verletzung sehe ernst aus. Eine genaue Diagnose konnte der Trainer zunächst nicht nennen. Auch eine konkrete Ausfalldauer wurde nicht bestätigt. Sportvorstand Max Eberl ging allerdings bereits von einer längeren Pause aus. Gegenüber der ARD erklärte er, dass Saibari und Gnabry voraussichtlich länger fehlen würden, obwohl die medizinischen Ergebnisse noch ausstanden.

Saibari spielt seit Juli 2026 für den FC Bayern. Zuvor stand er bei der PSV Eindhoven unter Vertrag. Der 25-Jährige kann im offensiven Mittelfeld sowie auf den Flügelpositionen eingesetzt werden. In der Bundesliga-Saison 2026/27 erzielte er bislang zwei Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Seine Vielseitigkeit macht ihn zu einer wichtigen Option für die offensive Aufstellung der Münchner.

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Serge Gnabry mit muskulären Beschwerden ausgewechselt

Nur wenige Minuten nach Saibari musste auch Serge Gnabry das Spielfeld verlassen. Der 31 Jahre alte deutsche Nationalspieler setzte sich ohne unmittelbar erkennbaren gegnerischen Kontakt auf den Rasen und wurde behandelt. In der 31. Minute kam Josip Stanišić für ihn in die Begegnung.

Nach Angaben von Sky Sport wurde Gnabry zunächst am linken Fuß behandelt. Trainer Aaron Danks sprach nach der Begegnung dagegen von einer mutmaßlichen Muskelverletzung. Laut WELT ordnete er die Beschwerden dem muskulären Bereich zu. Eine abschließende Diagnose, insbesondere zum genauen Ausmaß der Verletzung, stand zunächst aus.

Gnabry gehört seit Jahren zum Offensivpersonal des deutschen Rekordmeisters. Er wird vor allem auf den Außenbahnen eingesetzt, kann aber auch in zentraleren Angriffspositionen spielen. In der bisherigen Bundesligasaison steht für ihn ein Treffer zu Buche.

Eberl zeigte sich auch bei Gnabry besorgt. Seine erste Einschätzung deutete darauf hin, dass der Spieler nicht kurzfristig zurückkehren dürfte. Einen medizinisch bestätigten Termin für ein mögliches Comeback gab es allerdings nicht.

Michael Olise: Bayern hofft auf weniger schwere Verletzung

Bei Michael Olise war die erste Einschätzung etwas günstiger. Der 24-jährige französische Nationalspieler musste in der 84. Minute ebenfalls verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Lennart Karl ins Spiel. Olise hatte zuvor über Beschwerden geklagt und konnte die Partie nicht fortsetzen.

Laut WELT sprach Aaron Danks auch bei Olise von muskulären Problemen. Eine genaue Verletzung wurde zunächst nicht bestätigt. Max Eberl äußerte nach dem Spiel die Hoffnung, dass der Franzose weniger schwer betroffen sei als seine beiden Teamkollegen. Zugleich machte der Sportvorstand deutlich, dass unmittelbar nach einer Partie noch keine verlässliche Einschätzung möglich sei.

Olise gehört zu den besonders produktiven Spielern im Münchner Angriff. Der überwiegend auf der rechten Offensivseite eingesetzte Franzose erzielte in den ersten acht Bundesligaspielen der Saison sechs Tore und steuerte drei Vorlagen bei. Ein längerer Ausfall würde den FC Bayern deshalb auch mit Blick auf die bisherigen Torbeteiligungen erheblich treffen.

Bayern fehlen bereits Musiala, Díaz und Neuer

Die neuen Verletzungen treffen den FC Bayern in einer ohnehin angespannten Personalsituation. Schon vor dem Klassiker standen Jamal Musiala, Luis Díaz und Manuel Neuer nicht zur Verfügung.

Musiala hatte sich Ende September beim Aufwärmen vor einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Anfang Oktober absolvierte der 23-Jährige nach Angaben des Vereins bereits wieder individuelle Laufübungen und Trainingseinheiten mit dem Ball. Für das Dortmund-Spiel reichte es allerdings noch nicht.

Luis Díaz fällt seit dem Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal vom 21. Oktober aus. Der FC Bayern bestätigte am folgenden Tag einen kleinen Muskelbündelriss an der Rückseite des linken Oberschenkels. Der kolumbianische Offensivspieler befindet sich seither auf dem Weg zur Rückkehr.

Torhüter Manuel Neuer fehlte gegen Borussia Dortmund wegen anhaltender Fußprobleme. Der FC Bayern hatte vor dem Spiel ausdrücklich bestätigt, dass der 40-Jährige weiterhin Schmerzen habe. Ob Neuer bereits im nächsten Champions-League-Spiel wieder zur Verfügung stehen kann, war zunächst offen.

Auch Cheftrainer Vincent Kompany konnte die Mannschaft zuletzt krankheitsbedingt nicht betreuen. Seine Aufgaben an der Seitenlinie übernahm erneut Co-Trainer Aaron Danks.

Max Eberl äußert sich zu möglichen Wintertransfers

Die zunehmenden Ausfälle stellen die Kaderplanung des FC Bayern vor zusätzliche Herausforderungen. Bereits vor dem Dortmund-Spiel hatte Sportvorstand Max Eberl eine zurückhaltende Haltung gegenüber Wintertransfers vertreten.

Am 16. Oktober erklärte Eberl in einem Interview mit Sky Sport, dass er angesichts der vorhandenen Spieler keinen Anlass für zusätzliche Verpflichtungen im Januar sehe. Er verwies dabei auf sein Vertrauen in den bestehenden Kader und die Möglichkeit, dass einzelne Spieler wieder ihre gewohnte Leistungsfähigkeit erreichen könnten.

Nach dem Dortmund-Spiel klang Eberl vorsichtiger. Gegenüber WELT verwies er darauf, dass zunächst die medizinischen Untersuchungen abgewartet werden müssten. Außerdem erinnerte er an die erwartete Rückkehr von Musiala und Díaz. Einen konkreten Wintertransfer kündigte er nicht an.

Auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sah zunächst keinen unmittelbaren Anlass für Neuzugänge. Auf die entsprechende Frage bei Sky Sport antwortete er zurückhaltend und verwies ebenfalls auf die noch ausstehenden Diagnosen. Über mögliche Wintertransfers solle nicht vorschnell entschieden werden.

Dreesen berichtete zudem, dass Luis Díaz im Genesungsprozess Fortschritte mache und sich wieder im Lauftraining befinde. Auch mit einer Rückkehr von Musiala rechne der Verein. Eine verbindliche Entscheidung über personelle Verstärkungen wurde damit nicht bekannt gegeben.

Champions League bei Atlético Madrid wird zur nächsten Herausforderung

Für den FC Bayern bleibt wenig Zeit, die neue Personalsituation aufzufangen. Bereits am Dienstag, 3. November, steht in der Champions League das Auswärtsspiel bei Atlético Madrid an. Die Begegnung in der spanischen Hauptstadt beginnt um 21 Uhr.

Danks verwies nach dem Bundesliga-Klassiker auf die Bedeutung der verfügbaren Kaderspieler. Andere Profis müssten nun zusätzliche Verantwortung übernehmen. Trotz der Ausfälle zeigte sich der Interimstrainer zuversichtlich, dass die Münchner die anstehende Aufgabe bewältigen könnten.

Mit Lennart Karl, Nathaniel Brown und weiteren flexibel einsetzbaren Spielern stehen dem Trainerteam verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Allerdings sind die offensiven Positionen durch die Verletzungen von Musiala und Díaz bereits eingeschränkt. Sollten auch Saibari und Gnabry länger fehlen, würden weitere Stammkräfte ausfallen.

Nach dem Champions-League-Spiel wartet am Samstag, 7. November, in der Bundesliga die Begegnung mit dem 1. FSV Mainz 05. Anschließend folgt die Länderspielpause. Bis dahin stehen für die Münchner insbesondere die medizinischen Untersuchungen von Saibari, Gnabry und Olise im Mittelpunkt. Konkrete Rückkehrtermine für die drei im Dortmund-Spiel verletzten Profis lagen am Sonntagmorgen zunächst nicht vor.

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