Bitcoin unter Druck: Kryptomarkt rutscht weiter ab

Ein historischer Schritt: Die Genehmigung von Bitcoin-Spot-ETFs in den USA Die jüngste Genehmigung von Bitcoin-Spot-ETFs in den USA durch die SEC stellt einen Wendepunkt in der Geschichte der Kryptowährungen dar. Diese Entwicklung ist nicht nur ein Zeichen für die wachsende Akzeptanz von Bitcoin im traditionellen Finanzsektor, sondern auch ein Indikator für das zunehmende Interesse institutioneller Investoren an Kryptowährungen. Die Genehmigung dieser ETFs könnte eine neue Ära der Investitionen in digitale Währungen einläuten und die Art und Weise, wie Anleger Bitcoin betrachten und damit umgehen, grundlegend verändern.
Dmytro Demidko

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Der Kryptomarkt Bitcoin steht weiter unter Druck. Während sich Aktienmärkte und Edelmetalle am Donnerstagmorgen von ihren vorherigen Tagestiefs erholen konnten, setzte sich die Schwäche bei digitalen Vermögenswerten fort. Bitcoin fiel innerhalb kurzer Zeit bis in den Bereich von 84.000 US-Dollar. Auch andere große Kryptowährungen wie Ether, XRP und Solana notierten weiterhin deutlich im Minus und bewegten sich mit Verlusten von mehreren Prozentpunkten nahe ihrer jeweiligen Tiefstände.

Die aktuelle Entwicklung reiht sich in ein insgesamt angespanntes Marktumfeld ein. Nach übereinstimmenden Medienberichten belasten mehrere Faktoren die Risikobereitschaft der Anleger. Dazu zählen unter anderem schwächere Unternehmenszahlen, geopolitische Spannungen sowie politische Unsicherheiten in den USA. In solchen Phasen ziehen viele Marktteilnehmer Kapital aus risikoreicheren Anlageklassen ab. Der Kryptomarkt Bitcoin reagiert auf diese Konstellation besonders sensibel, da er stark von Liquidität und kurzfristigen Stimmungsumschwüngen geprägt ist.

Auffällig ist die Geschwindigkeit, mit der wichtige Kursmarken erreicht wurden. Die Abwärtsbewegung verlief dynamisch und ließ kaum Raum für Stabilisierung. Dadurch verstärkte sich der Verkaufsdruck zusätzlich, da technische Unterstützungen kurzfristig unterschritten oder getestet wurden. Insgesamt bleibt die Marktlage angespannt, klare Signale für eine nachhaltige Trendwende sind bislang nicht erkennbar.


Massive Liquidationen verschärfen die Kursschwäche

Ein wesentlicher Treiber der aktuellen Abwärtsbewegung sind umfangreiche Liquidationen am Terminmarkt. Innerhalb von 24 Stunden wurden gehebelte Long-Positionen im Umfang von mehr als 650 Millionen US-Dollar zwangsweise geschlossen. Solche Liquidationen treten auf, wenn Kursverluste bestimmte Schwellen überschreiten und Sicherheiten nicht mehr ausreichen. In der Folge werden Positionen automatisch verkauft, was zusätzlichen Druck auf die Kurse ausübt.

Für den Kryptomarkt Bitcoin bedeutet dies eine deutliche Bereinigung spekulativer Positionen. Besonders kurzfristig orientierte Marktteilnehmer mit hoher Hebelwirkung waren von den Zwangsliquidationen betroffen. Die aktuelle Größenordnung gilt als die stärkste Marktbereinigung innerhalb mehrerer Wochen. In solchen Phasen sinkt häufig das Handelsvolumen, da viele spekulative Akteure vorerst aus dem Markt gedrängt werden.

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Parallel dazu haben sich wichtige Stimmungsindikatoren eingetrübt. Die sogenannten Funding Rates, also die Gebühren für unbefristete Terminkontrakte, sind bei mehreren großen Kryptowährungen in den negativen Bereich gerutscht. Das weist darauf hin, dass aktuell mehr Marktteilnehmer auf fallende Kurse setzen als auf steigende. Historisch betrachtet traten solche Konstellationen häufig in Phasen erhöhter Unsicherheit auf, in denen der Markt stark einseitig positioniert war.

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Ob diese Entwicklung bereits die Grundlage für eine spätere Stabilisierung legt, bleibt offen. Kurzfristig dominieren weiterhin Vorsicht und Zurückhaltung.

Wichtige Kursmarken entscheiden über den weiteren Verlauf

In den kommenden Handelstagen dürfte sich entscheiden, ob der Kryptomarkt Bitcoin einen vorläufigen Boden ausbilden kann. Im Mittelpunkt steht derzeit der Bereich um 84.000 US-Dollar. Diese Zone gilt als technisch relevant, da sie in der Nähe des durchschnittlichen Einstiegspreises vieler Investoren liegt, die über börsengehandelte Bitcoin-Produkte engagiert sind. Bitcoin notierte zuletzt nur knapp oberhalb dieser Marke.

Sollte dieses Niveau nicht halten, rückt die Marke von 80.000 US-Dollar in den Fokus. Viele Marktbeobachter sehen dort eine langfristig bedeutsame Unterstützungszone. Ein nachhaltiger Bruch dieser Schwelle könnte den Abwärtsdruck weiter erhöhen und einen Rückgang bis in den Bereich um 76.000 US-Dollar ermöglichen. Dieses Kursniveau wurde zuletzt in einer Phase erhöhter Unsicherheit im Frühjahr erreicht.

Bemerkenswert ist auch der Blick auf die längerfristige Entwicklung. Bitcoin steuert aktuell auf den vierten Verlustmonat in Folge zu. Eine solche Serie ist selten und trat zuletzt vor mehreren Jahren auf. Selbst in früheren ausgeprägten Schwächephasen fiel die Abfolge negativer Monate oft kürzer aus.

Die jüngsten Liquidationen haben einen großen Teil kurzfristiger Spekulationen aus dem Markt entfernt. Ob dies bereits für eine nachhaltige Stabilisierung ausreicht, hängt maßgeblich von der Entwicklung an den zentralen Unterstützungsmarken ab.

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