
Bei einem schweren Verkehrsunfall in Berlin ist in der Nacht zu Samstag ein Auto von der Bösebrücke auf die darunterliegenden Gleise am S-Bahnhof Bornholmer Straße gestürzt. Der Fahrer starb trotz Wiederbelebungsversuchen noch an der Unfallstelle. Weitere Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Die Ursache des Unfalls war am Samstagmorgen noch ungeklärt.
Der Unfall hatte erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr im Berliner Norden. Die Bornholmer Straße wurde im Bereich der Bösebrücke gesperrt. Auch der S-Bahn-Verkehr unterhalb der Brücke sowie der Straßenbahnverkehr auf der Brücke wurden unterbrochen. Eine belastbar bestätigte Uhrzeit für die vollständige Aufhebung der Sperrungen lag zunächst nicht vor.
Nach den bislang bekannten Angaben verlor der Fahrer in der Nacht aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen geriet über das Geländer der Bösebrücke hinaus und stürzte auf die Gleisanlagen im Bereich des S-Bahnhofs Bornholmer Straße. Rettungskräfte versuchten, den Fahrer wiederzubeleben. Er starb jedoch noch am Unfallort.
Zu Alter und weiteren persönlichen Angaben des Mannes lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Auch zu möglichen weiteren Insassen gab es keine bestätigten Angaben. Weitere Verletzte wurden in den zunächst veröffentlichten Informationen nicht genannt.
Warum der Fahrer die Kontrolle über das Auto verlor, war am frühen Samstagmorgen offen. Zu Geschwindigkeit, Fahrtrichtung oder einem möglichen vorausgegangenen Zusammenstoß gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Auch Angaben dazu, ob weitere Fahrzeuge an dem Geschehen beteiligt waren, lagen zunächst nicht vor.
Eine genaue Unfallzeit wurde in den zunächst veröffentlichten Angaben nicht genannt. In Betriebsinformationen, die nach eigener Darstellung auf Daten von DB InfraGO beruhen, wurde für den Abschnitt Berlin Bornholmer Straße sowie die angrenzenden Bereiche Gesundbrunnen, Pankow und Schönholz ab 2.50 Uhr ein Polizeieinsatz mit Einschränkungen im Schienenpersonennahverkehr verzeichnet. Die Angabe erlaubt jedoch keine sichere Aussage darüber, ob dies exakt dem Zeitpunkt des Unfalls entspricht.
Auf der Straße wurde die Bornholmer Straße zwischen Jülicher Straße und Malmöer Straße gesperrt. Dieser Abschnitt umfasst die Bösebrücke, die die Bahntrassen am Bahnhof Bornholmer Straße überspannt und die Berliner Ortsteile Gesundbrunnen und Prenzlauer Berg miteinander verbindet.
Die Sperrung betraf damit eine wichtige Straßenverbindung im Norden der Hauptstadt. Über die Bösebrücke verläuft zudem eine Straßenbahnstrecke. Am S-Bahnhof Bornholmer Straße halten regulär die Linien M13 und 50. Beide Linien nutzen den Bereich der Bornholmer Straße.
Nach dem Unfall wurde der Straßenbahnverkehr auf der Strecke über die Brücke unterbrochen. Wie lange die Einschränkungen der BVG dauern würden und auf welchen Abschnitten Ersatz- oder Umleitungsverkehre eingerichtet wurden, war am frühen Morgen zunächst nicht abschließend bestätigt.
Auch die S-Bahn war unmittelbar betroffen. Das Fahrzeug war auf die Gleisanlagen unterhalb der Bösebrücke gestürzt. Der Bahnverkehr in diesem Bereich wurde deshalb unterbrochen.
Der Bahnhof Bornholmer Straße gehört zu den wichtigen Umsteigepunkten im nördlichen Berliner S-Bahn-Netz. Regulär bedienen ihn die Linien S1, S2, S25, S26, S8 und S85. Dadurch können Sperrungen an dieser Stelle Verbindungen sowohl in Richtung Berliner Innenstadt als auch nach Pankow, Bernau, Oranienburg und in den Nordwesten der Stadt beeinflussen.
In den auf DB-InfraGO-Daten beruhenden Betriebsinformationen wurde der Polizeieinsatz für die Bereiche Bornholmer Straße, Gesundbrunnen, Pankow und Schönholz zunächst für den Zeitraum von 2.50 Uhr bis 8 Uhr geführt. Dabei handelte es sich um ein angegebenes Betriebszeitfenster. Ob sämtliche Einschränkungen tatsächlich bis 8 Uhr andauerten oder vorher beziehungsweise später aufgehoben wurden, war zunächst nicht gesichert.
Eine konkrete Bestätigung der S-Bahn Berlin über die vollständige Wiederaufnahme des Verkehrs lag am frühen Samstagmorgen zunächst nicht vor.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Frage, wie das Auto von der Fahrbahn abkommen und über das Brückengeländer gelangen konnte. Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass der Fahrer aus bislang ungeklärten Gründen die Kontrolle über den Wagen verlor.
Die Bösebrücke führt unmittelbar über die weitläufigen Gleisanlagen am Bahnhof Bornholmer Straße. Der Ort ist auch historisch bekannt: In unmittelbarer Nähe befand sich der Grenzübergang Bornholmer Straße, der am Abend des 9. November 1989 als erster Berliner Grenzübergang geöffnet wurde. Heute verbindet die Brücke Prenzlauer Berg und Gesundbrunnen und wird von Straßenverkehr und Straßenbahn genutzt.
Für Fahrgäste und Autofahrer blieben am Samstagmorgen vor allem die Sperrungen im Bereich Bornholmer Straße relevant. Wann Straße, Straßenbahnstrecke und sämtliche S-Bahn-Gleise wieder vollständig freigegeben werden konnten, war zunächst nicht bestätigt.
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