
Born Famous heute bedeutet am Donnerstag, 13. August 2026, für ProSieben die fünfte Ausgabe seiner neuen Langzeit-Reality-Dokumentation über Kinder berühmter Eltern. Um 20:15 Uhr läuft Staffel 1, Folge 5 mit dem Titel „Die Schattenseiten des Rampenlichts“. Gloria-Sophie Burkandt, Summer Terenzi, Josefine Scholl und Diego Pooth stehen erneut im Mittelpunkt. Ihre Geschichten führen diesmal unter anderem nach New York und Miami, auf eine Konzerttour und in die Welt von Start-ups und Investoren. ProSieben zeigt eine Erstausstrahlung. Die Folge ist zudem bei Joyn abrufbar.
Die erste Staffel von Born Famous: Fluch oder Segen? umfasst sechs Folgen. Gestartet ist die neue ProSieben-Produktion am 16. Juli 2026, seither läuft sie donnerstags zur Primetime. Am heutigen 13. August steht die fünfte und damit vorletzte Ausgabe an. Joyn führt sie als Staffel 1, Folge 5 und nennt als Titel „Die Schattenseiten des Rampenlichts“. Die reine Folgenlänge wird dort mit 98 Minuten angegeben. Im linearen ProSieben-Programm ist wegen der Werbeunterbrechungen ein Sendeplatz von 20:15 bis 22:20 Uhr vorgesehen. Eine TV-Wiederholung folgt in der Nacht zum Freitag ab 0:20 Uhr.
Damit handelt es sich am Donnerstagabend nicht um eine Wiederholung älteren Materials, sondern um die deutsche TV-Premiere der fünften Episode. Das Staffelfinale ist nach derzeitigem Programmstand für Donnerstag, 20. August, ebenfalls um 20:15 Uhr bei ProSieben vorgesehen. Alle vier zuvor ausgestrahlten Episoden sind bereits bei Joyn verfügbar. Dort können die Sendungen nach ihrer Fernsehausstrahlung auch später abgerufen werden. Die Plattform bietet ProSieben außerdem im Livestream an.
Die vier Hauptpersonen bleiben über die gesamte Staffel dieselben. Gloria-Sophie Burkandt ist die Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Summer Terenzi stammt aus der früheren Ehe der Sängerin Sarah Connor mit dem Sänger Marc Terenzi. Josefine Scholl ist die Tochter des früheren Fußballnationalspielers Mehmet Scholl. Diego Pooth ist der Sohn von Verona und Franjo Pooth. Die Serie begleitet die vier jungen Erwachsenen über einen längeren Zeitraum bei beruflichen Plänen, familiären Begegnungen und persönlichen Entscheidungen.
Für Folge 5 kündigt ProSieben beziehungsweise Joyn ausdrücklich einen Auftritt von Sarah Connor im Handlungsstrang ihrer Tochter an. Summer Terenzi begleitet ihre Mutter auf Tour und erlebt dort unmittelbar die Anforderungen des professionellen Musikgeschäfts. Bei den übrigen drei Geschichten nennt die offizielle Folgenbeschreibung diesmal vor allem die beruflichen Herausforderungen der Kinder. Ein neuer größerer Auftritt von Markus Söder, Mehmet Scholl sowie Verona oder Franjo Pooth wird in der Inhaltsangabe für diese Episode nicht ausdrücklich angekündigt. Die prominenten Eltern bleiben jedoch der biografische Ausgangspunkt der gesamten Reihe.
Gloria-Sophie Burkandts Geschichte führt in Folge 5 nach New York und Miami. Dort versucht sie, ihre berufliche Zukunft als Model voranzutreiben. Die Serie hat ihren Konflikt bereits in den vorherigen Episoden aufgebaut. Burkandt will beruflich eigenständig wahrgenommen werden, während ihr Familienname fast automatisch eine Verbindung zu ihrem Vater Markus Söder herstellt. Frühere Folgen zeigten auch gemeinsame Szenen zwischen Vater und Tochter sowie Burkandts Unsicherheit darüber, wie ihr eigener öffentlicher Auftritt von ihrem Vater beurteilt wird.
Die Sendung verbindet damit typische Elemente einer Karriere-Dokumentation mit dem zentralen Thema der Staffel. Es geht nicht allein darum, ob Burkandt einen Modeljob bekommt. Die Kameras verfolgen zugleich, wie sie versucht, eine eigene berufliche Identität aufzubauen, obwohl ihre öffentliche Wahrnehmung stark durch ihre Herkunft geprägt ist.
Auch Josefine Scholl verfolgt weiter das Ziel, als Model Fuß zu fassen. Die heutige Folge setzt nach Rückschlägen rund um die Fashion Week an. Sie hofft auf eine neue Gelegenheit, sich in der Branche zu beweisen. Bereits die vorherigen Episoden haben gezeigt, dass ihre Geschichte nicht nur aus glamourösen Terminen besteht. Die Reihe begleitet Bewerbungen, Absagen, Castings und die Unsicherheit, ob sich daraus tatsächlich eine eigenständige Karriere entwickeln kann.
Der berühmte Nachname ist dabei Teil der Ausgangssituation, garantiert jedoch keinen beruflichen Erfolg. Josefine ist die Tochter von Mehmet Scholl, der als Fußballspieler unter anderem für den FC Bayern München und die deutsche Nationalmannschaft bekannt wurde. Das Format nutzt gerade diesen Gegensatz als wiederkehrendes Motiv: Die Herkunft schafft Bekanntheit, während die beruflichen Ziele der Kinder trotzdem an konkreten Anforderungen der jeweiligen Branche gemessen werden.
Besonders eng werden prominentes Elternteil und Tochter diesmal bei Summer Terenzi zusammengeführt. Sie ist mit Sarah Connor auf Tour unterwegs und erlebt den Arbeitsalltag einer der bekanntesten deutschen Popsängerinnen aus nächster Nähe. Gleichzeitig verfolgt Summer eigene musikalische und berufliche Ziele. Die Folge stellt deshalb die Frage nach dem Übergang von der Rolle als Tochter einer erfolgreichen Musikerin zu einer möglichen eigenen Laufbahn im Musikgeschäft.
Schon frühere Episoden haben Summers persönliche Entwicklung stärker in den Mittelpunkt gerückt. Dabei ging es um den Auszug in eine eigene Wohnung, ihren Umgang mit persönlichen Belastungen und ihre Musik. Das Grundprinzip bleibt jedoch dasselbe: Die Dokumentation zeigt nicht lediglich das Familienleben einer prominenten Mutter, sondern beobachtet, wie Summer Entscheidungen trifft, die langfristig zu einer eigenen öffentlichen Identität führen könnten.
Diego Pooth bekommt in Folge 5 eine andere Form der Bewährungsprobe. Sein Schwerpunkt liegt nicht ausschließlich auf Fernsehen oder Modeln, sondern auch auf unternehmerischen Plänen. In der neuen Ausgabe stellt er sein Start-up dem bekannten Investor Frank Thelen vor und muss sich dessen kritischen Fragen stellen. Damit verlagert sich sein Handlungsstrang stärker auf die wirtschaftliche Tragfähigkeit eigener Ideen.
Schon zuvor hatte die Serie Diego bei der Entwicklung seiner Geschäftsideen begleitet. In einer früheren Folge traf er unter anderem auf Unternehmer Ralf Dümmel. Gleichzeitig ist sein Familienhintergrund besonders stark mit Medienöffentlichkeit verbunden. Seine Mutter Verona Pooth gehört seit Jahrzehnten zu den bekannten deutschen Fernseh- und Werbegesichtern, sein Vater Franjo Pooth ist Unternehmer. Die Sendung stellt deshalb auch bei Diego die Frage, welche Erfolge tatsächlich auf einer eigenen Leistung beruhen und wo der berühmte Familienname Türen öffnen kann.
Born Famous ist keine klassische Realityshow mit Wettbewerb, Abstimmungen, Ausscheidungen oder Preisgeld. Die vier Hauptpersonen treten nicht gegeneinander an. Constantin Entertainment begleitet sie vielmehr über mehrere Monate in ihrem beruflichen, privaten und familiären Alltag. Die Kamera ist bei wichtigen Terminen, beruflichen Entscheidungen, Familiengesprächen und persönlichen Wendepunkten dabei. ProSieben ordnet die Produktion als Langzeit-Reality-Dokumentation ein, Joyn führt sie in den Bereichen Dokumentation und Reality.
Der gemeinsame Ausgangspunkt ist die besondere Lebenssituation der Protagonisten. Alle vier wurden in Familien geboren, deren Namen bereits öffentlich bekannt waren. Die Serie untersucht, was daraus im Erwachsenenalter entsteht. Ein berühmter Name kann Aufmerksamkeit, Kontakte und Chancen mit sich bringen. Zugleich kann er die Erwartung erzeugen, sich ständig mit den Leistungen der Eltern vergleichen lassen zu müssen. Die Teilnehmer erleben deshalb keine künstlich vorgegebenen Spiele oder Challenges. Ihre realen Karriereversuche, Termine, Umzüge, Familiengespräche und persönlichen Entscheidungen bilden die Handlung.
Der Titel Born Famous ist international nicht neu. Beim britischen Sender Channel 4 startete im August 2019 eine gleichnamige Reihe. Dort standen ebenfalls Kinder berühmter Persönlichkeiten im Mittelpunkt, darunter Jack Ramsay, der Sohn des Starkochs Gordon Ramsay. Das britische Konzept setzte allerdings einen anderen Schwerpunkt: Die Promi-Kinder begaben sich stärker in die Lebenswelt, in der ihre Eltern vor dem großen Erfolg aufgewachsen waren, und sollten erfahren, wie sich deren damalige Lebensbedingungen von ihrer eigenen privilegierten Kindheit unterschieden.
Die deutsche ProSieben-Reihe von 2026 übernimmt den Grundgedanken vom Leben als Kind berühmter Eltern, erzählt ihn aber als langfristige Begleitung der jungen Erwachsenen in ihrer heutigen Lebenssituation. In den offiziellen deutschen Angaben wird Constantin Entertainment als Produzent der ersten Staffel genannt. Eine ausdrückliche Kennzeichnung als direkte deutsche Lizenzadaption des britischen Channel-4-Formats wird dort nicht ausgewiesen. Deshalb lässt sich das britische Born Famous als früheres internationales Format gleichen Namens und mit verwandtem Thema einordnen, nicht ohne Weiteres als identisch aufgebautes Original der deutschen Sendung.
Aus Quotensicht hatte Born Famous einen schwierigen Start. Die Premiere am 16. Juli sahen im linearen Fernsehen durchschnittlich rund 340.000 Menschen. Beim Gesamtpublikum entsprach das 1,9 Prozent Marktanteil. In der klassischen Werbezielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kam die erste Folge auf 4,9 Prozent. Damit blieb die aufwendige neue Primetime-Produktion deutlich hinter den üblichen Erwartungen eines großen Privatsenders zurück.
Die zweite Folge konnte sich nur geringfügig verbessern. Rund 360.000 Menschen sahen am 23. Juli zu, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 5,6 Prozent Marktanteil erreicht. Eine nachhaltige Trendwende entstand daraus nicht. Am 6. August fiel die vierte Ausgabe auf nur noch etwa 270.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. In der Zielgruppe wurden 3,5 Prozent gemessen. Damit erreichte die Sendung ihren bis dahin schwächsten Wert und lag in der Primetime teilweise hinter Angeboten deutlich kleinerer Privatsender.
Für Folge 5 können vor der Ausstrahlung am heutigen Donnerstag naturgemäß noch keine Einschaltquoten vorliegen. Die bisherigen Zahlen zeigen jedoch, dass die öffentliche Bekanntheit der beteiligten Familien bislang nicht automatisch in hohe lineare Fernsehnutzung übersetzt werden konnte.
Inhaltlich trifft Born Famous auf eine seit Jahren geführte Debatte über sogenannte Nepo-Babys, also Kinder prominenter oder einflussreicher Eltern, denen aufgrund ihrer Herkunft besondere Karrierechancen zugeschrieben werden. Genau darin liegt zugleich der Reiz und ein zentraler Kritikpunkt des Formats. Die Süddeutsche Zeitung ordnete die Reihe ausdrücklich in diese Debatte ein und stellte die Frage, ob die deutschen Prominentenkinder genügend eigene Geschichte liefern oder vor allem vom Status ihrer Eltern profitieren.
Die Sendung versucht darauf zu antworten, indem sie neben privilegierten Ausgangsbedingungen auch Rückschläge, Absagen und Konflikte zeigt. Ob dieses Spannungsfeld trägt, entscheidet sich weniger daran, wie berühmt Markus Söder, Sarah Connor, Mehmet Scholl oder Verona Pooth sind, sondern daran, ob die vier jungen Erwachsenen als eigenständige Persönlichkeiten interessante Entwicklungen durchlaufen. Die bislang schwachen Einschaltquoten zeigen zumindest im klassischen Fernsehen, dass die prominenten Namen allein bislang kein großes Primetime-Publikum binden konnten.
Am 13. August rückt deshalb erneut die eigentliche Kernfrage der Sendung in den Mittelpunkt: Was bleibt vom Vorteil eines berühmten Nachnamens, sobald konkrete berufliche Entscheidungen, Castings, Investoren oder eigene Karriereziele ins Spiel kommen? Folge 5 versucht darauf anhand von vier sehr unterschiedlichen Lebenswegen Antworten zu geben. Eine Woche später soll die erste Staffel mit der sechsten Ausgabe abgeschlossen werden.






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