
Bei einem Brand in einem mehrstöckigen Wohnhaus an der Playa de Palma auf Mallorca sind sechs Menschen durch Rauch verletzt worden. Das Feuer brach am Samstagabend, 22. August, in einem fünfstöckigen Gebäude an der Calle Trasimé im Bereich S’Arenal aus. Nach dem zuletzt bekannten Stand erlitten drei Frauen und drei Männer leichte Rauchgasvergiftungen.
Alle sechs Betroffenen konnten noch am Einsatzort medizinisch versorgt werden. Eine Einlieferung in ein Krankenhaus war nicht erforderlich. Damit fiel die Bilanz weniger schwer aus, als es die ersten Meldungen während des laufenden Einsatzes zunächst vermuten ließen.
Der Brand in Arenal auf Mallorca führte zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Neben den Bomberos de Palma waren der SAMU 061, die örtliche Polizei sowie die spanische Nationalpolizei beteiligt.
Besonders schwierig war die Situation für mehrere Menschen, die das Gebäude wegen des Rauchs und des Feuers zunächst nicht auf dem normalen Weg verlassen konnten. Sechs Personen gingen auf das Dach des Hauses und warteten dort auf den weiteren Verlauf des Feuerwehreinsatzes.
Nach Angaben des Rettungsdienstes hielten sie sich dort geschützt auf, während die Feuerwehr den Brand bekämpfte. Weitere fünf Bewohner wurden durch die Einsatzkräfte aus dem Gebäude evakuiert.
Die ersten Notrufe gingen gegen 18.45 Uhr ein. Wegen der weithin sichtbaren Rauchentwicklung meldeten sich zahlreiche Menschen bei der Notrufzentrale. Das Feuer konnte anschließend unter Kontrolle gebracht werden. Danach konzentrierte sich der Einsatz auf die endgültige Evakuierung der Bewohner und die Nachlöscharbeiten.
Schwerverletzte wurden nach dem zuletzt veröffentlichten Stand nicht gemeldet.
Nach Angaben aus dem Umfeld der kommunalen Behörden und der Polizei entstand das Feuer in einem Innenhof im Erdgeschoss des Gebäudes. Von dort breitete es sich innerhalb des Hauses aus. Warum es zu dem Brand kam, war zunächst nicht geklärt.
Behördlich bestätigte Angaben zu einem technischen Defekt, fahrlässigem Verhalten oder einer anderen konkreten Brandursache lagen zunächst nicht vor. Auch über die genaue Höhe des Sachschadens gab es zunächst keine gesicherten Informationen.
Während der ersten Phase des Einsatzes waren unterschiedliche Zahlen zu den Verletzten genannt worden. Der Rettungsdienst SAMU 061 bezifferte die Zahl später auf insgesamt sechs leicht durch Rauchgas verletzte Personen. Alle konnten vor Ort entlassen werden.
Der Einsatz dürfte auch für zahlreiche Urlauber sichtbar gewesen sein. Die Calle Trasimé liegt in S’Arenal im Bereich der Playa de Palma und damit in einer der touristisch am stärksten frequentierten Gegenden Mallorcas.
S’Arenal liegt an der Bucht von Palma und ist durch Hotels, Ferienunterkünfte, Restaurants, Geschäfte und zahlreiche Freizeitangebote geprägt. Die offizielle Tourismusorganisation der Balearen beschreibt den Ort als bedeutendes Touristenzentrum und zählt ihn im Sommer zu den am stärksten besuchten Gegenden der Insel.
Auch für Reisende aus Deutschland gehört die Playa de Palma zu den bekanntesten Urlaubsregionen Mallorcas. Teile des langen Küstenabschnitts werden seit Jahrzehnten stark von internationalen Urlaubern besucht. Der Brand ereignete sich dabei nicht in einem Hotelkomplex, sondern nach den bislang vorliegenden Angaben in einem Wohngebäude.
Hinweise darauf, dass gezielt touristische Einrichtungen betroffen waren oder sich unter den Verletzten deutsche Urlauber befanden, lagen zunächst nicht vor.
Für die sechs Menschen mit Rauchgasvergiftungen endete der Einsatz ohne Krankenhausaufnahme. Eine Rauchgasvergiftung kann bei Gebäudebränden auch dann auftreten, wenn Menschen nicht unmittelbar mit den Flammen in Kontakt kommen. Besonders in Treppenhäusern und geschlossenen Gebäudeteilen kann sich Rauch schnell ausbreiten und Fluchtwege versperren.
Im konkreten Fall wichen mehrere Bewohner deshalb auf das Dach aus. Dort konnten sie warten, bis die Einsatzkräfte die Situation ausreichend unter Kontrolle gebracht hatten.
Nach der Brandbekämpfung standen die Sicherung des Gebäudes und die weiteren Arbeiten der Feuerwehr im Mittelpunkt. Ob einzelne Wohnungen vorübergehend unbewohnbar wurden und wann sämtliche Bewohner zurückkehren konnten, war zunächst nicht bekannt.
Auch die genaue Brandursache blieb zunächst offen. Weitere Erkenntnisse dürften sich aus den Untersuchungen der zuständigen Behörden ergeben.
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