Feuer im Lüneburger Hafen: Feuerwehr verhindert Ausbreitung

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein Brand in einem Holzkohlewerk hat am frühen Montagmorgen einen größeren Feuerwehreinsatz im Lüneburger Hafen ausgelöst. Das Feuer war in einer Lagerhalle an der Otto-Brenner-Straße ausgebrochen. Nach Angaben der Feuerwehr gelang es, ein Übergreifen auf weitere gelagerte Holzkohle zu verhindern. Insgesamt waren am Morgen 54 Einsatzkräfte vor Ort. Verletzte waren zunächst nicht bekannt.

Ein Mitarbeiter hatte das Feuer am Montag, 21. September 2026, gegen 5.30 Uhr bemerkt. Die Feuerwehr wurde nach Angaben aus Lüneburg um 5.33 Uhr alarmiert. Als die ersten Kräfte eintrafen, hatten Beschäftigte des Unternehmens bereits begonnen, brennendes Material mit einem Radlader aus der Halle ins Freie zu bringen und erste Löschmaßnahmen einzuleiten.

Feuerwehr erhöht Alarmstufe im Lüneburger Hafen

Wegen des Umfangs des Einsatzes und des hohen Personalbedarfs wurde die Alarmstufe zwischenzeitlich von zwei auf drei angehoben. Hintergrund war vor allem die Menge der in der Halle gelagerten Holzkohle und die damit verbundene Gefahr, dass sich das Feuer innerhalb des Lagerbestands weiter ausbreiten könnte.

Die Einsatzkräfte konnten diese Ausbreitung verhindern. Das Feuer galt am Morgen als unter Kontrolle. Für die Suche nach weiteren Glutnestern setzte die Feuerwehr zusätzlich eine Drohne ein. Mit ihrer Technik konnten die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich aus der Luft kontrollieren.

Gerade bei größeren Mengen Holzkohle können verdeckte Glutbereiche die Löscharbeiten erschweren. Im Sicherheitsdatenblatt des Holzkohlewerks wird Holzkohle als brennbarer Feststoff geführt. Für den Brandfall werden unter anderem Atemschutz sowie auf die Umgebung abgestimmte Löschmaßnahmen genannt.

Rauch in Lagerhalle muss entfernt werden

Neben den eigentlichen Löscharbeiten spielte die Entrauchung der Lagerhalle eine Rolle. Dafür wurde zusätzliche Unterstützung aus dem Süden des Landkreises angefordert. Eine größere Rauchentwicklung innerhalb des Gebäudes war damit Teil der Einsatzlage.

Gesicherte Angaben über eine gesundheitsgefährdende Rauchwolke über Wohngebieten oder eine offizielle Warnung an die Bevölkerung lagen am Vormittag zunächst nicht vor. Auch konkrete Verhaltensempfehlungen an Anwohner waren zunächst nicht bekannt.

Damit unterscheidet sich die Lage von Bränden, bei denen die Einsatzleitung wegen massiver Rauchentwicklung Warn-Apps oder Rundfunkmeldungen auslösen lässt. Für den Brand im Holzkohlewerk war eine solche Warnung zunächst nicht bestätigt.

Keine Verletzten bekannt

Nach dem Stand vom Montagvormittag wurde bei dem Feuer niemand verletzt. Das gilt sowohl für die Beschäftigten des Betriebs als auch für die eingesetzten Feuerwehrkräfte.

Wie groß der unmittelbar vom Feuer betroffene Bereich innerhalb der Lagerhalle war und welche Menge Holzkohle brannte, war zunächst nicht näher beziffert. Klar war lediglich, dass Beschäftigte brennendes Material aus der Halle transportierten und die Feuerwehr eine weitere Ausbreitung verhindern konnte.

Das Holzkohlewerk befindet sich in der Otto-Brenner-Straße 7 im Lüneburger Industriegebiet. Nach eigenen Angaben produziert, verpackt und lagert das Unternehmen dort Holzkohleprodukte und Briketts. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben einschließlich externer Flächen über mehr als 50.000 Quadratmeter Lagerkapazität, davon mehr als 20.000 Quadratmeter überdacht.

Keine bestätigte Brandursache und Schadenshöhe

Warum das Feuer ausbrach, war am Montagvormittag noch unklar. Eine abschließende Brandursache war weder von Feuerwehr noch Polizei bekanntgegeben worden. Auch zu einer möglichen technischen Ursache oder anderen Auslösern gab es zunächst keine gesicherten Angaben.

Ebenso lag zunächst keine belastbare Schadenssumme vor. Angaben über Schäden am Gebäude, an Maschinen oder am gelagerten Material waren noch nicht veröffentlicht worden. Erst nach Abschluss der Löscharbeiten und weiteren Untersuchungen dürfte sich das Ausmaß genauer bestimmen lassen.

Einsatzdauer am Vormittag noch offen

Die Feuerwehr war am Montagmorgen mit insgesamt 54 Kräften im Einsatz. Ein endgültiges Einsatzende war zunächst nicht angegeben. Auch nachdem das eigentliche Feuer unter Kontrolle gebracht worden war, mussten die Einsatzkräfte nach möglichen Glutnestern suchen und die betroffene Halle entrauchen.

Konkrete großräumige Sperrungen des Lüneburger Hafengebiets waren am Vormittag ebenfalls nicht bestätigt. Auf der Internetseite der Hafen Lüneburg GmbH wurden für den Binnenhafen keine aktuellen Nutzungseinschränkungen ausgewiesen. Dort aufgeführte Einschränkungen der Hafen- und Goseburgbahn stehen nicht im Zusammenhang mit dem Brand.

Der Lüneburger Hafen liegt am Elbe-Seitenkanal rund 50 Kilometer von Hamburg entfernt und ist über Straße, Schiene und Wasser angebunden. Nach Angaben der Hafengesellschaft werden dort unter anderem Massengüter, Stückgut und Container umgeschlagen.

Für den Einsatz im Holzkohlewerk war am Montagvormittag damit vor allem entscheidend, dass die Feuerwehr eine Ausbreitung des Brandes auf weitere Lagerbestände verhindern konnte. Offen blieben zunächst die Brandursache, die Schadenshöhe und der endgültige Zeitpunkt, zu dem der Einsatz vollständig beendet werden konnte.

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