Feuer in neuer Recyclinganlage: Kripo ermittelt zur Ursache

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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In einer Batterie-Recyclinganlage in Ginsheim-Gustavsburg im hessischen Kreis Groß-Gerau ist in der Nacht zum Mittwoch ein Feuer ausgebrochen. Der Brand verursachte nach einer ersten Einschätzung der Polizei einen Sachschaden im sechsstelligen Bereich. Menschen wurden nicht verletzt. Wegen der starken Rauchentwicklung waren Anwohner zeitweise aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Messungen ergaben später keine Hinweise auf giftige Stoffe aus der Anlage. Die Ursache des Feuers war am Mittwochvormittag noch unklar.

Polizei wurde gegen 2.30 Uhr über den Brand informiert

Das Feuer brach auf dem Gelände einer Recyclingfirma im Haagweg im Stadtteil Gustavsburg aus. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Südhessen wurde die Polizei gegen 2.30 Uhr am Mittwoch, 30. September, über den Brand informiert. Zu diesem Zeitpunkt war die Feuerwehr bereits mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Nach Angaben der Einsatzleitung brannte es in einer Batterierecyclinganlage. Wie das Feuer entstanden ist, war zunächst nicht bekannt. Die Kriminalpolizei in Rüsselsheim nahm Ermittlungen zur Brandursache auf. Zu einem möglichen technischen Defekt oder anderen konkreten Auslösern gab es zunächst keine gesicherten Angaben.

Die Löscharbeiten konnten nach Angaben der hessenschau vergleichsweise schnell beendet werden. Einzelheiten zur Zahl der eingesetzten Feuerwehrkräfte oder zum genauen Umfang der Löscharbeiten lagen am Mittwochvormittag zunächst nicht vor.

Warnung wegen starker Rauchentwicklung

Während des Einsatzes entwickelte sich deutlich sichtbarer Rauch. Die Gefahrenabwehr des Kreises Groß-Gerau veröffentlichte deshalb in der Nacht eine Warnung für Gustavsburg. Anwohner sollten den betroffenen Bereich meiden, Fenster und Türen schließen sowie Lüftungsanlagen und Klimaanlagen abschalten. Die Warnung wurde gegen 3.02 Uhr veröffentlicht.

Die Feuerwehr untersuchte die Rauchgase. Nach Angaben der Polizei ergaben die Messungen keine Hinweise darauf, dass giftige Stoffe aus der Anlage im Rauch enthalten waren. Verletzte wurden nicht gemeldet. Nach Beendigung der Messungen bestand nach den vorliegenden Angaben keine konkrete Gefahr für Anwohner.

Sachschaden liegt nach Polizeiangaben im sechsstelligen Bereich

Bei der Höhe des Schadens gab es im Laufe des Mittwochmorgens unterschiedliche erste Angaben. Zunächst war von einem möglichen Schaden im Millionenbereich die Rede. Später korrigierte die Polizei ihre Einschätzung und bezifferte den Schaden auf einen sechsstelligen Betrag.

Auch das Unternehmen ging laut hessenschau davon aus, dass der tatsächliche Schaden deutlich unter einer Million Euro liege. Eine abschließende Schadenshöhe stand zunächst nicht fest.

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers habe das installierte Frühwarnsystem für Feuer funktioniert und dazu beigetragen, größere Schäden zu verhindern. Dabei handelt es sich um die Darstellung des Unternehmens. Eine unabhängige technische Bewertung des Systems oder seiner konkreten Wirkung lag zunächst nicht vor.

Batterie-Recyclinganlage erst im April eröffnet

Die betroffene Anlage ist erst seit wenigen Monaten in Betrieb. Sie wurde am 21. April 2026 offiziell eröffnet. Betreiber beziehungsweise Projektpartner sind die Saubermacher Recycling GmbH und die Meinhardt Städtereinigung GmbH. Die Anlage verarbeitet unter anderem Altbatterien und elektronische Kleingeräte, um daraus wiederverwertbare Rohstoffe zurückzugewinnen. Das Land Hessen förderte das Projekt mit 700.000 Euro.

Bei der Eröffnung hatte die Hessische Staatskanzlei auf neue Sortiertechnologien und den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Anlage hingewiesen. Zugleich wurde die Anlage als Projekt mit hohen Sicherheits- und Umweltstandards vorgestellt.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte es in Recyclingbetrieben in Gustavsburg mehrere Feuerwehreinsätze im Zusammenhang mit Batterien gegeben. So meldete die Feuerwehr im Juli einen Brand an einem Förderband einer Schredderanlage. Im August wurden außerdem brennende Batterien in einem Behälter sowie später ein Brand von Lithiumbatterien in einem Container dokumentiert. Bei dem Containerbrand hatte nach Feuerwehrangaben eine automatische Löschanlage bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte ausgelöst.

Ob und in welchem technischen Zusammenhang diese früheren Einsätze mit dem aktuellen Feuer stehen, ist nicht bekannt. Die genaue Ursache des Brandes vom Mittwoch muss nun von der Kriminalpolizei geklärt werden.

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